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Shigeto beim Festival des Hauts de Garonne

Wer genauso verliebt in Shigetos neues Album "No Better Time Than Now" (auf Ghostly) ist, sollte sich den folgenden, knapp einstündigen Auftritt des Detroiter Ausnahmekünstlers unbedingt komplett ansehen. Zachary Saginaw ist Drummer, hat Jazz studiert, und produziert seine Beats sowohl elektronisch als eben auch analog. Außerdem ist die Location im Südwesten Frankreichs extrem sehenswert!

via Nutriot

SatinCoco - I Am The Black Gold Of The Sun (live in Sète)

Ich war dieses Jahr nicht auf dem Worldwide Festival im südfranzösischen Sète, und eins der Highlights, die ich verpasst habe, ist mit Sicherheit diese Live-Version des Rotary Connection-Klassikers "I Am The Black Gold Of The Sun", performt von SatinCoco, die sich vermutlich eher am 4hero-Remix der Nuyorical Soul-Version des Stücks orientiert haben. Glücklicherweise gibt es einen Live-Video-Mitschnitt dieses Stücks. Gänsehaut!

SatinCoco live from WORLDWIDE FESTIVAL on Vimeo.

RBLLN.TV meets numblog.de

RBLLN.TV

Ich möchte euch alle einladen, morgen Abend, also am Dienstag, dem 29. Mai, um 21 Uhr den Livestream von RBLLN.TV einzuschalten. Dort werden Blogrebell pEtEr und meine Wenigkeit ganz entspannt vor der Kamera sitzen, plaudern und nebenbei ein paar nette Tunes spielen.

Wahrscheinlich werde ich kurz vorher unheimliches Lampenfieber bekommen und deshalb nur Unsinn stammeln, aber davon könnt ihr euch morgen selbst überzeugen. Musikalisch wird es nach dem langen Wochenende eher relaxt zugehen, wobei wir bestimmt auch ein paar fette Beats und feine Überraschungen aus dem Hut zaubern werden.

Ihr könnt euch im Übrigen auch total interaktiv einbringen, indem ihr im Chat mit dabei seid oder auf Twitter mit dem Hashtag #RBLLNTV schreibt. Eure Teilnahmeabsicht könnt ihr bereits jetzt auf der FB-Eventseite kundtun.

Noch einmal das Wichtigste in Kürze:

Ich würde mich freuen, wenn viele von euch einschalten, zusehen und -hören und Feedback geben. See you tomorrow!

Robert Glasper Experiment Live Bootlegs

Der US-amerikanische Jazzpianist Robert Glasper ist bekannt für seine Genre-übergreifenden Live-Shows, Kompositionen, Interpretationen und Kollaborationen. Häufig wird sein Klavierspiel von einem Hip Hop-Beat angetrieben, und Glasper scheut sich auch nicht, mit Rappern wie Mos DefYasiin Bey, Bilal, Phonte, Pete Rock, Q-Tip, Lupe Fiasco, Shafiq Husayn oder gar Kanye West zusammen aufzutreten. Der Fusion von Jazz und Hip Hop hat er in den letzten Jahren neues Leben eingehaucht.

Auf seinem in Kürze erscheinenden Album Black Radio beweist Glasper einmal mehr seine Vielseitigkeit, indem er u.a. Erykah Badu oder Meshell Ndegeocello mit dabei hat und "Smells Like Teen Spirit" neu interpretiert. Na gut, letzteres hätte er sich vielleicht sparen können, aber sei's drum. Vermeintliche musikalische Grenzen sprengt momentan niemand besser als Glasper. Das beweist auch dieses Mixtape auf Soundcloud, das 13 Songs von verschiedenen Auftritten Glaspers (in allerdings höchst unterschiedlicher Soundqualität) zusammenbringt.

Was freue ich mich schon auf Robert Glasper live im Théâtre de la Mer im Juli auf dem Worldwide Festival!

Entertainment For The Braindead on Tour

Schriftzug Entertainment For The Braindead

Julia Kotowski, besser bekannt als Entertainment For The Braindead, befindet sich gerade auf einer kleinen Tour. Nach einem Konzert in Düsseldorf stehen noch München, Magdeburg, Berlin, Wroclaw, Dresden und Potsdam auf dem Programm. Ihre Musik stellt sie unter einer Creative Commons-Lizenz zum freien Download zur Verfügung, zuletzt auf dem Netlabel aaahh-Records. Die Alben, aber noch weniger die Konzerte solltet ihr euch, wenn irgendwie möglich, nicht entgehen lassen! Reinhören könnt ihr übrigens auch in meinem Blogpost zu Banjo Roadkill.

Tourdaten Frühjahr 2011

Ich bin online - Lasst mich hier raus

Podium des Medienmittwoch

Ein wenig deplatziert kam ich mir vorgestern Abend auf dem MedienMittwoch Frankfurt vor, bei einer Diskussionrunde über die Livemusik-Szene in FrankfurtRheinMain, die im Club Das Bett stattfand. Präsentiert von der Wirtschaftsförderung Frankfurt zusammen mit dem VUT (Verband unabhängiger Musikunternehmen e.V.) Mitte sollte das fehlende Interesse von Pop-/Rock-Bands und Publikum an Konzerten im Rhein-Main-Gebiet untersucht werden.

Auf der Bühne schwangen hauptsächlich altgediente Veranstaltungmacher das Wort, mit Ioannis Panagopoulos saß aber auch ein jüngerer Promoter auf der Bühne und erklärte, warum die so genannten Medienstädte Berlin, Hamburg, Köln und München eben für viele Bands interessanter sind als Frankfurt. Am Ende betonten zwar fast alle, es gebe keinen Grund zum Jammern, geschimpft wurde aber trotzdem viel über die Kulturförderung der Stadt Frankfurt und der umliegenden Städte (Rhein-Main wurde, wie im Titel FrankfurtRheinMain schon angedeutet, nur als Anhängsel gesehen).

Schon lustig, wie ehemalige Hausbesetzer wie Ralf Scheffler heute darüber meckern, dass die Stadt die private Wirtschaft, sprich ihn als Veranstalter, behindert, indem sie beispielsweise den Mousonturm finanziell unterstützt, der den Bands dadurch mehr Geld bieten kann; oder dass die Stadt Wiesbaden Geld in den Umzug des Schlachthofs steckt. Geschimpft wurde auch über die Medien, insbesondere die Radiosender, und hier vor allem über den Hessischen Rundfunk. Bei der Kritik am HR waren sich mal alle Teilnehmer einig.

Eine gute Zusammenfassung des Abends hat auch Nils Bremer für das Journal Frankfurt verfasst. Für die FAZ hat Christian Riethmüller die Veranstaltung besucht und zieht das Fazit: Vermisst werden die Popstars von morgen. Einige Punkte sind auch mir schon während der Veranstaltung eingefallen, andere Gedanken kamen erst später:

  • Die Städte haben ja auch einen kulturellen Auftrag, wieso sollte der für Pop nicht gelten? In Wiesbaden haben schließlich viele Bürger für den Erhalt des Schlachthofs gekämpft.
  • Vielleicht liegt es ja nicht nur am Geld, sondern auch an der Programmgestaltung, an schlüssigeren Konzepten, dass Mousonturm, Centralstation und Schlachthof für viele so interessant sind? Seit Jahren spielen genau dort die cooleren Bands.
  • Einerseits sollen Menschen aus dem Rhein-Main-Gebiet nach Frankfurt auf Konzerte fahren; andererseits können sie das nicht mit dem ÖPNV tun, denn wann fahren z.b. die letzten S-Bahnen zurück nach Mainz und Wiesbaden? Genau.
  • Plakate kleben ist teuer, im Radio wollen sie eure Veranstaltung nicht ankündigen? Es gibt jetzt ganz neu dieses Internet und die Sozialen Netzwerke. Soll toll sein, um Veranstaltungen anzukündigen, Fans zu binden usw. Eine Stunde lang wurde diskutiert, ohne dass Online auch nur gestreift wurde (wie gesagt, ich war falsch da).
  • Es gibt womöglich, das habe ich auch in Gesprächen mit anderen Besuchern gestern Abend herausgehört, ein Problem der Öffentlichkeitsarbeit. Die Medien kümmern sich ganz bestimmt nicht selbst darum, alle möglichen Termine zusammenzusuchen. Presseverteiler sind aber erstaunlicherweise nicht immer die Regel.

Natürlich finde ich es auch schade, dass viele Bands einen weiten Bogen um's Rhein-Main-Gebiet machen, und auch ich habe schon so manches Konzert einer Lieblingsband in einem halbleeren Frankfurter Club gesehen. Aber sich mit dieser Situation abzufinden, einfach so weiterzumachen wie immer, das ist mir, bei allem Respekt vor den Leistungen der Veranstalter teilweise über Jahrzehnte hinweg, zu wenig. Zum Glück gab es am Ende noch eine Wortmeldung aus dem Publikum, die Mut macht: Es gibt auch in Frankfurt junge, aktive Veranstaltungsmacher, die sich drum kümmern, dass was passiert.

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