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Collective Improvisation #8

Von den Worldwide Awards 2014, die übermorgen wie in den letzten Jahren auch im Londoner Koko stattfinden, wird es einen Livestream geben. Ab 20 Uhr unserer Zeit (19 Uhr im UK) werden Ady Suleiman, Alex Patchwork, Cid Rim, Jimi Tenor, Kyodai, Lefto, Mount Kimbie, Omar, Terri Walker, The Internet, Toddla T und viele mehr für gute Musik und gute Laune sorgen. Ich binde den Ustream-Player vorsorglich hier schon einmal ein.


Live streaming video by Ustream

Bei UpMyAlley ist offensichtlich schon wieder Weihnachten, denn es gibt Geschenke: Fünf Tracks von Soosh, geremixt Mieux, Sekuioa, Flako, Greenwood Sharps und Shigeto. Auch zum Download!

Taken off an EP that somehow was not meant to happen, so we decided to give these reworks away for free. Download, enjoy and spread the word!

That's it for today, folks! Enjoy!

Von 1991: Halbstündiges Feature über Acid Jazz

Titel des Video-Features über Acid Jazz

Vor 20 Jahren war Acid Jazz ein ganz heißes Ding, vor allem in England. Legendäre Clubs wie das Dingwalls, wo Patrick Forge und Gilles Peterson die "Talkin Loud And Saying Something"-Nächte veranstalteten, wo Bands wie die Galliano, Incognito, James Taylor Quartet oder US3 spielten, wo Jazz und Funk auf Hip Hop auf elektronische Tanzmusik traf, spielen im Schöpfungsmythos des Acid Jazz eine zentrale Rolle. Auch Paul Bates ging oft ins Dingwalls. Er hatte eine Filmproduktionsfirma gegründet und nahm ab und zu seine Sony DXC 3000 mit auf die Parties.

Dabei entstanden die Aufnahmen von Gigs der Brand New Heavies, Mark "Snowboy" Cotgrove, Steve Williamson und Bukky Leo. Pauls Kumpel Tony Williams interviewte währenddessen Paul Bradshaw, Gilles Peterson, Eddie Pillar und weitere Acid Jazz-Protagonisten der ersten Stunde. Paul schnitt sein Material mit den Interviews zusammen und produzierte ein halbstündiges Feature. Vor kurzem hat er es ins Internet gestellt. 1991, die frühen Tage des Acid Jazz: Die Jungs sahen alle aus wie typische englische Weißbrote ;-)

Was allerdings dieser Mission Impossible-Mittelteil soll, ist mir immer noch nicht ganz klar ... [übrigens via Lefto das ganze]

Free Download: Songs der Red Bull Music Academy 2010

Plattencover obere Hälfte

Die Red Bull Music Academy (RBMA) bietet einen prall gefüllten Sampler zum kostenlosen Download an, auf dem 41 handverlesene Songs von Teilnehmern und Dozenten der diesjährigen Academy in London versammelt sind. Unter dem Titel "Various Assets - Not For Sale" bekommt man einen kleinen Einblick in die musikalische Zukunft der elektronischen Musik.

Große Namen von heute, zum Teil früher selbst Teilnehmer der RBMA, haben mit den Stars von morgen intensiv zusammengearbeitet und einige wirklich große Tracks produziert. Ihre überbordende Experimentierfreude konnten sie aufgrund der nahezu perfekten Ausstattung in London voll ausleben, was vielen Songs zu Gute kommt. Wer heute schon wissen will, was morgen angesagt ist, sollte dieses Doppelalbum nicht verpassen!

Hier klicken für Direktdownload

Plattencover untere Hälfte

Netaudio London 2008

Besser spät als nie: Der Link auf den Netaudio London 2008 Showcase, eine Compilation feiner Netaudio-Musik aus Anlass des gleichnamigen Netaudio-Festivals, das am vergangenen Wochenende über die Bühne ging. Wieviel Spaß das gemacht hat, kann man im Interview von Sim Sullen & Sven Swift mit mo. vom phlow-magazine heraushören. Die Jungs waren natürlich vor Ort und haben es offenbar ordentlich krachen lassen. Oder?

Um all das zu veranschaulichen, hier noch eine Diashow aus dem Flickr-Pool zum Festival. Ist schon genial, wie sich die Netaudio-Szene mittlerweile entwickelt hat, und was sie in den letzten Jahren alles auf die Beine gestellt hat. Guys, you rock!

CDR Berlin

In London gehören die CDR-Nights im legendären Club Plastic People schon längst zu den angesagtesten Events in town. Vermutlich hört man nirgendwo sonst so freshe Tunes und upcoming Producers, die vielleicht morgen schon den Durchbruch schaffen. Die CDR-Reihe bietet also der Speerspitze der musikalischen Entwicklung Englands eine Bühne. Und das funktioniert, indem Musiker ihre CD-ROMs bei Tony Nwachukwu (Attica Blues) einreichen oder übers Internet hochladen. Diese Musik beschallt dann einen Abend lang den Club:

From the confines of music manifested within laptops, bedroom studios, sampling sequencers and digital multi-tracks. Music producers can at last air their tunes to a like-minded audience within the setting of an intimate venue.

Mittlerweile wurde das Konzept auch schon in weitere Städte wie etwa Birminigham getragen, und am Donnerstag war endlich Berlin an der Reihe. Das Line-Up der ersten deutschen Ausgabe im Tape-Club hatte es in sich: Tony Nwachukwu, Simbad, Alex Barck und Dirk Rumpff gaben sich bei freiem Eintritt die Ehre und ihre Meinung zu den eingereichten Produktionen preis. Die de:bug merkt übrigens an, dass sich der Tonfall des deutschen Infos doch sehr vom originalen englischen unterscheidet. Sei's drum, es ist das Konzept, das zählt, und das hört sich doch wirklich spannend an. Ich glaube mich an eine Worldwide-Sendung von Gilles Peterson erinnern zu können, in der diverse Tracks englischer Producer vorgestellt wurden, die zum ersten Mal während einer CDR-Session liefen; und da war sehr viel Gutes dabei. Über die Berliner Ausgabe konnte ich bislang leider nichts weiter in Erfahrung bringen, keine Fotos auf Flickr, keine Berichte … war zufällig jemand von euch dort und kann erzählen, wie es war? Würde mich sehr interessieren!

2bo4 - Junkyard Gods

Two Banks Of Four, 2 Banks Of 4, oder einfach 2bo4? Die Londoner Nu-Jazz "Supergroup", bestehend aus Dillip Harris aka Demus und Robert Gallagher aka Earl Zinger, die mit City Watching und Three Street Worlds schon zwei bahnbrechende Alben veröffentlicht hat, erfindet sich neu. Zumindest was das Label (jetzt Sonar Kollektiv) und die Schreibweise des Namens (jetzt also 2bo4) angeht. Musikalisch ist das Duo auch beim dritten, heiß ersehnten Longplayer Junkyard Gods den eigenen Qualitätsansprüchen treu geblieben. So gut wie jeder Song umfängt den Hörer wie eine dichte, atmosphärisch geladene Wolke und transferiert seine ganz eigene Stimmung auf dessen Sensorium. Diese zum Teil filigran ausgearbeitete Präzision der Kompositionen war schon auf den ersten beiden Platten ein herausragendes Merkmal des 2bo4-Sounds. Dazu gehört auch die fachkundige Auswahl des Gastpersonals, diesmal der Sängerin Valerie Etienne, die auch schon Galliano oder Matthew Herbert ihre Stimme lieh. Diese Platte gehört in den Schrank jedes Nu-Jazz-Fans — nur schade, dass es sie nicht auf Vinyl geben wird.

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