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Sneakerized

Das beste deutsche Sneakerblog ist jetzt ein Sneakermagazin: Aus sneakerblog.de wird sneakerized.com. Oliver, Mischa und Sven zünden damit die nächste Ausbaustufe ihres Sneaker-Rakete und haben dem Sneaker-News-Stream den ultimativen Storefinder zur Seite gestellt. Außerdem sind sie natürlich auch auf Facebook und Twitter vertreten. Das Coolste ist aber der Sneakerized-Movie mit dem duften Soundtrack von der Dachstube.

Shook me all night long

Heute kam per Newsletter die Info rein, dass die dritte Ausgabe des Shook-Magazins veröffentlicht wurde. Das wäre an sich schon einen Blogeintrag wert, würde aber spätestens bei der fünften oder sechsten Nummer langweilig. Diesmal ist das Erscheinen aber deshalb besonders erwähnenswert, weil Shook nun eine richtige Homepage mit diversen Funktionen hat (auf Basis von Wordpress; offenbar werden Blogsysteme immer häufiger für kleine CMSe verwendet); und weil Shook nun nicht mehr nur auf postalischem Wege bestellt werden, sondern einfach direkt als PDF heruntergeladen werden kann. Das gilt im Übrigen auch für die ersten beiden Hefte. Vielleicht kann man mittlerweile auf die Einnahmen über den Heftverkauf verzichten, weil die Werbung genug einbringt. Vielleicht kaufen aber dennoch ausreichend Leute das Heft, das ja sehr wertig daherkommt, so dass die Download-Strategie nicht weiter schadet.

Wie auch immer, mir kam die PDF-Version äußerst gelegen, um mir eine stundenlange, langweilige Zugfahrt angenehmer zu machen. Und ich muss sagen, dass auch der Themenmix der dritten Ausgabe wieder gelungen ist. Sehr amüsant etwa ist der ausführliche Bericht über die '88er Acid-Welle in London. Interessant auch die Features über die Begleiterscheinungen der Olympischen Spiele in Mexico 1968, über August Darnell, das Interview mit Shawn Jackson, die Plattenreviews, und und und … Die neue Shook ist also auf jeden Fall, wenn nicht die unkomplizierte Bestellung - vorausgesetzt, man hat einen PayPal-Account - dann doch zumindest den Download wert.

Shook, neues Printmag aus London

Magazin-Cover
Cover der Shook No. 1

Mein Briefträger kapiert es einfach nicht: Zeitschriften, die nicht in den Briefkasten passen, knickt er einmal durch und stopft sie dann in den Schlitz. Auch die Erstausgabe des britischen Shook-Mag, die heute endlich ankam, hat er auf diese Weise misshandelt. Bei der Programmzeitschrift der Nachbarn ist mir das ja egal, aber hier handelt es sich um engagierten und hochwertigen Musikjournalismus! Aus den Überresten von Straight No Chaser hat Jez Smadja, selbst ehemaliger Redakteur bei SNC, die wichtigsten Zutaten in das neue Magazin herübergerettet.

Zu diesen Ingredienzen zähle ich mal das frische bis experimentelle Layout mit wilden Headlines und teilweise nur schwer leserlichen Schriften vor bunten Hintergründen. Das strengt zwar teilweise an, sorgt aber einerseits für Abwechslung, andererseits werden die exzellenten Inhalte so deutlich besser transportiert. Das Themenspektrum ist fast noch weiter gefasst als beim "Vorgänger": Hip Hop aus Detroit, Dubstep aus London, DJs aus Japan, Soul aus Südafrika, Funk aus Toronto, Streetart, Tech-News, Bhangra, Garifuna, äthiopische Roots - you name it, they got it. Sehr beeindruckend.

Unter den Autoren der vielfältigen Features finden sich nicht bloß Journalisten, sondern auch Musiker, DJs und Blogger, die besonders nah am Geschehen dran sind. BBC Radio 1xtra-DJ Benji B etwa hat eine eigene Kolumne. Von der Szenenähe zeugen auch die vielen guten Verweise auf Blogs, MySpace-Profile und andere Webseiten, die zu fast jedem Artikel auf weiterführende Informationen verweisen. Sicher nicht die schlechteste Taktik. Die DJ-Top Ten-Rubrik beschränkt sich dankenswerterweise auf zwei Seiten, die Reviews wurden mit Bedacht ausgewählt, nur der SNC-Centerfold fehlt, aber das kann ich verkraften, denn der war ja sowieso immer geknickt (s.o.).

Fazit: Shook hat das Potenzial, zum neuen Haus-Magazin der Szene zu werden. Die vorsichtige Modernisierung und die sorgfältige Themenauswahl halten die Qualität weit oben. Auch der Preis ist mit umgerechnet etwas über 7 Euro nicht zu hoch, und die Lieferung erfolgte erstaunlich zügig. Ob sich ein Printmagazin für eine zwar weltweite, aber dennoch relativ überschaubare Szene auf Dauer festsetzen kann, bleibt abzuwarten. Genügend Beispiele zeigen, dass Print für Nischen immer wieder erfolgreich funktioniert, und diesen Erfolg wünsche ich Shook für die Zukunft auf jeden Fall!

thelastbeat erfindet sich neu!

thelastbeat ist ein Blog, das ich schon eine gefühlte Ewigkeit verfolge und das in der Tat ein paar Wochen älter ist als das NUMBlog. Wobei, so ganz stimmt der erste Satz nicht mehr, denn thelastbeat hat sich relauncht und dabei neu erfunden. thelastbeat will nicht mehr nur einfach ein Weblog sein, sondern magaziniger werden. Sprich: Mehr Reviews, Interviews, Künstler- und Labelvorstellungen, kurz professionellerer Content. Und das ist auch gut so. Weblogs sind mittlerweile eine etablierte Größe, auch wenn sie hierzulande von der Masse noch immer nicht adäquat wahr- und ernstgenommen werden. Gut möglich, dass das auch an den Blogs selbst liegt, die allzuoft inhaltlich und strukturell nicht stringent genug daherkommen (wollen). Natürlich darf jeder mit seinem Blog machen, was er will, darf sich dann aber auch nicht über (ausbleibende) Reaktionen beschweren.

Welcher Weg der richtige ist, muss zwischen Bloggern, Lesern, und - in diesem Fall - Musikern und Labels erst noch verhandelt und herausgefunden werden. Aber thelastbeat 3.0 mit seinem klaren Design, der übersichtlichen Struktur, der verdoppelten Mannschaft (neben Gründer Eikman bloggt dort nun auch Coicoi), dem Beatcast mit aktueller Musik und neuen, spannenden Inhalten macht definitiv einen Schritt in die richtige Richtung. Ich wünsche thelastbeat jedenfalls weiter zunehmenden Erfolg, wachsende Berühmtheit und überhaupt mindestens die Weltherrschaft. Oh, und die Tagline "sympathy for disruption" ist ja wohl genial!

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