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Mangel an Dynamik

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 17. Mai 2007

Nein, die Überschrift bezieht sich nicht auf meine Blogfrequenz in letzter Zeit (es gibt einfach zu viel anderes zu tun), sondern auf ein Phänomen, das in der Popmusik in den vergangenen 10-20 Jahren immer mehr Veröffentlichungen zu einem matschigen Brei zermalmt. Man kennt das bereits aus den Best-of-80s-90s-und-von-heute-Radiosendern, die jeden Musiktitel so brutal laut ausstrahlen, dass alle sich völlig gleich anhören. Abgesehen davon laufen da rund um die Uhr sowieso nur die gleichen Stücke, und die herkömmliche Radioübertragung unterliegt gewissen technischen Beschränkungen. Aber warum Veröffentlichungen auf CD, vor allem die von Rock-Bands, immer "gleicher" klingen? Kommt das nur mir so vor, oder ist das objektiv so und gar ein Auslöser der Krise der Popkritik?

Diese Fragen lassen sich vielleicht mit einem Blick auf den ausufernden Einsatz von Dynamikkompression klären. Die Einebnung des Dynamikverlaufs macht hörbare Unterschiede zwischen Instrumenten weitgehend zunichte. Die Musik klingt zwar lauter, bisweilen brachialer, aber die "Seele" geht verloren. Bei elektronischer Musik mag das weniger ins Gewicht fallen, sind die Klänge selbst ja schon elektronisch bzw. digital erzeugt und daher "künstlich", so dass die Kompression hier sogar als Stilmittel eingesetzt werden kann. Aber dass ein cleaner Sound bei vielen Aufnahmen der bessere Weg wäre, zeigt dieses kurze Video (thx, CDM):

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