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Funkommunity - Chequered Thoughts

Albumcover von Chequered Thoughts

Etwas Kiwi-Soul und -Funk gefällig? Bitte sehr: Funkommunity ist das Bandprojekt von Producer Isaac Aesili (Karlmarx) und Sängerin Rachel Fraser, die ihre Stimme auch schon Recloose (z.B. "Catch A Leaf") geliehen hat. Heute ist das Funkommunity-Album "Chequered Thoughts" bei Melting Pot Music erschienen.

Rachel und Isaac haben sich als Mitglieder von Reclooses Liveband kennengelernt. Funkommunity ist eine 5-köpfige Band, auf dem Album sind daneben auch Taay Ninh von Electric Wire Hustle oder Drummer Julien Dyne (Fat Freddy's Drop) mit von der Partie. Damit wäre auch schon der musikalische Claim abgesteckt, den Funkommunity beackern: Kiwi-Soul, Future Beats und 80s Boogie, unterfüttert von einer guten Portion 70er-Jahre-Funk.

Zurzeit haben die Kiwis ihr Headquarter nach Berlin verlegt und touren fleißig durch Deutschland und Europa. Unter anderem sind 5 (in Worten: fünf!) Termine in Frankfurt eingeplant, davon drei Tage in Folge auf dem Museumsuferfest (24.-26. August 2012) am Schaumainkai. Nur heute gibt's das Album übrigens bei Amazon für schlappe fünf Euro!

Hi-Hat Club Boxset

Fotos der Produzenten

Die erfreulichste Quelle frischer Hip Hop-Beats sprudelt, zumindest was Europa angeht, wahrscheinlich in - wait for it - Köln. Von dort aus versorgt Melting Pot Music (MPM) uns seit einiger Zeit mit der Hi-Hat Club-Serie von einigen der freshesten Hip Hop-Producern aus Berlin, Köln, Amsterdam und Wien. Die Rede ist von Suff Daddy, Dexter, Hulk Hodn, Twit One, Brenk, Fid Mella, Full Crate und FS Green. Sie alle sind auf einem der bisher fünf Releases zu hören.

Jetzt packt MPM die 5 LPs zusammen mit 2 Bonus-CDs und einem 52-seitigen Booklet mit tollen Fotografien von Robert Winter in ein schniekes Boxset, das am Freitag erscheint. Die Wartezeit verkürzt folgender Mix auf Soundcloud, der bei entsprechender Lautstärke die Boxen ordentlich vibrieren lässt:

Futureboogie-Mix von Eddy Ramich

Eddy Ramich ist DJ und eine Hälfte von Eddy meets Yannah. Das Duo aus Zagreb hat auf Compost gerade seine erste eigene Platte Once In A While veröffentlicht, mit so illustren Gästen wie Earl Zinger und Capitol A. Bei Futureboogie gibt's jetzt passend ein feines Mixtape von Eddy Ramich zum Download. Leider steht dort nicht, welche Songs Eddy da zusammengemischt hat, deshalb hier:

die Tracklist:
  1. Sygaire – Boogie Sketch
  2. Right Direction – Midnite Rhythm (Simbad Edit)1
  3. Kutiman – Fallin (DJ Day Mix)2
  4. Part Time Heroes - ?
  5. Amadeo Tomassi – Brasilia (Yosaku Edit)
  6. Anthony Nicholson – Ahh Sabu
  7. Blackjoy – Metal Bossa (Restless Soul Mix)
  8. Clarisse Muvemba – Roses (Bangana Mix)3
  9. ISoul8 – How I Feel (Just One Mix)
  10. Eddy Meets Yannah feat. Capitol A – Losing Wings (Koolade Mix)
  11. Nicola Kramer – All These Times4

Feine Auswahl, die sich sehr gut in einem Rutsch durchhören lässt. Zu einigen der Titel habe ich Fußnoten angehängt … kurze Infos, die für einen eigenen Blogeintrag nicht genug hergeben; wollte das einfach mal ausprobieren.

  1. Watch out for Simbad album "Supersonic Revelation" on Raw Fusion (kommt im November)
  2. Kutiman-Album kommt am 26. Oktober auf Meltin Pot Music, auch das wird bestimmt gut
  3. Auf dem kleinen schwedischen Label Heya Hifi erschienen. Mal im Auge behalten.
  4. Digital only-Release auf Domus Label TrebleO. Mehr dazu hoffentlich demnächst.

Nahöstliche Beats

Wegen Kyrill und ProblemStoiBär ist der Konflikt bzw. Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern in der öffentlichen Wahrnehmung etwas in den Hintergrund gerückt. Kommt aber garantiert wieder. Bis dahin lohnt es sich vielleicht, die Region mit einem kulturellen Blick zu betrachten. Diesen Blick lenken wir zunächst auf den Film SlingShot Hip Hop - The Palestinian Lyrical Front [via]. Der Titel kommt ziemlich martialisch rüber, aber der Film will eigentlich bloß das alltägliche Leben junger palästinensischer Rapper dokumentieren. Ein Trailer ist schon online, obwohl der Film noch gar nicht fertig ist; und ob er jemals nach Deutschland kommt, ist natürlich auch fraglich. Vielleicht läuft er irgendwann auf Arte. Immerhin finden sich auf der zugehörigen Site jede Menge Links zum Thema. Womit wir nach Israel hinüberwechseln zu Kutiman, dessen vom Afrobeat beeinflusster Sound in der letzten SNC-Ausgabe vorgestellt wurde. Sein Track "No Groove Where I Come From" kokettiert frech mit seiner Herkunft und ist auf der empfehlenswerten Compilation More MPM Music von Melting Pot Music vertreten. Definiert das Genre nicht gerade neu, geht aber gut ab, wie sich auch der Rest der Compi lohnen dürfte.

Lefties Soul Connection

Lefties Soul Connection

Beim täglichen Rezipieren diverser Blogs, Foren, Tracklistings und Radioshows wird man von Input geradezu überrollt. Manche dieser Informationen beginnen jedoch mit der Zeit, sich im Gehirn anzusammeln und festzusetzen, weil sie immer wieder an unterschiedlichsten Orten aus dem Meer der Informationen auftauchen. So ging mir das mit Lefties Soul Connection aus Amsterdam. Wo ich zum ersten Mal von ihnen gehört oder gelesen habe, weiß ich nicht mehr. Aber mittlerweile ist aus dieser Raw-Funk-Band beinahe und ganz unterschwellig ein alter Bekannter geworden. Hier mal ein Track auf einer Compilation, dort einer in einer Radioshow, und jetzt ein DJ Shadow-Cover zum Download und zum Mitgrooven: "Organ Donor". Die Kurve zeigt für die LSC steil nach oben, wie mir scheint. Und was sagt der geneigte Blogleser?

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