Home | Impressum | Kontakt | Twitter | Facebook | Spielwiese RSS-Feed

Hooked On Dub: From Dub Till Dubstep Part 2

Geschrieben von Matthias GutjahrMittwoch, 3. August 2011

Mixtape-Artwork

Dacor aka Martone hat es wieder getan. Ein knappes Dreivierteljahr nach seinem From Dub Till Dubstep-Mix hat er nachgelegt und mit Hooked On Dub einen mehr als würdigen Nachfolger rausgehauen und in die Wolke hochgeladen. Über 50 Minuten Tunes zwischen Reggae, Dub und Dubstep verspricht Dacor uns, und die erste Hälfte habe ich bereits durchgehört. Nichts für empfindliche Gemüter, aber umso mehr für Bass-Liebhaber und Menschen mit dicken Lautsprechern. Die gilt es natürlich ordentlich aufzureißen.

Bin schon sehr gespannt auf die Playlist - weil 100 Plays, die schaffen wir ja auf einer Arschbacke!! ;-)

Tags für diesen Artikel: , , ,
0 Kommentare

May We Like To Funk - CC Mixtape

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 10. Mai 2011

Mixtape-Cover

Johannes aka cptpudding, der sich drüben im Progolog die Finger für euch wund tippt, haut nicht nur jeden Tag eine Unmenge aktueller Posts raus, sondern findet zwischendurch auch noch Zeit für den einen oder anderen Mix. Das Ergebnis seines jüngsten Kreativitätsschubs hat er May We Like To Funk getauft. Sein Mixtape umfasst 15 knusprige Tracks, die allesamt unter einer Creative Commons-Lizenz stehen - genau wie der Mix selbst (by-nc-nd). Er darf und soll also höchstoffiziell heruntergeladen, weiterkopiert, scharf angebraten und mit einer gut gewürzten Chili-Salsa verzehrt werden!

Hier noch die Tracklist. Wem ein Titel besonders gefällt, der kann sich ja einfach mal das Original googlen. Wo es das gibt, findet sich bestimmt auch noch mehr gutes Zoich ;-)

  • Cloudfactory Soundsy - Ray's Swing
  • Dub One! - Soundbwoys Shot (Right In The Face)
  • Spinnaface - Spinna 4 a Face
  • Pierlo - Barbarian
  • Juanitos - Soul Walking
  • Funky Ferret - I Gotta Funky Thing
  • Juanitos - Black Samba
  • Simon Stalenhag - Ripple Boogie
  • Peter Sharp - Runtime Error
  • Juanitos - Do The Kangaroo
  • Faroff - House Of Klezmer
  • Giggs - Caminata (Original Mix)
  • Sleepy Town Manufacture - Komnata
  • Pierlo - Xor
  • Juanitos - Brasilian Reggae
Tags für diesen Artikel: , , ,
0 Kommentare

Open Music Night in Koblenz

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 15. März 2011

Flyer zur VeranstaltungUnd wo ich schon auf Events hinweise: Am Freitag, dem 25. März, veranstalten die Piraten RLP in Koblenz die 2. Open Music Night, diesmal im Fox Rock Café in Koblenz. Zu hören gibt es dann Musik aller Stile, aber samt und sonders unter einer CC-Lizenz stehend: Gut. Legal. Gemafrei. Zwei Tage später ist übrigens Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, und ich will hier keine Wahlwerbung machen, aber keine der anderen Parteien setzt sich IMHO gleichermaßen für freie Musik ein wie die Piraten. Aber das nur nebenbei. Zu Einstimmung hier noch ein wirklich sensationeller Creative Commons Down-/Broken Beat-Mix von Karel Craft: Spring's Coming! [via kfmw]

Fashawn - Higher Learning 2 Mixtape

Geschrieben von Matthias GutjahrMittwoch, 16. Februar 2011
Cover vom Fashawns Mixtape

Fashawn ist ein junger kalifornischer Rapper, dessen Video zu "Samsonite Man" ich schonmal bloggte. Jetzt hat Fashawn hat neues Mixtape namens "Higher Learning 2" gedroppt. Darauf zu finden sind 21 Tracks, Remixes und Skits. Viele davon sind in Zusammenarbeit mit J. Cole entstanden. 

Kommt ja nicht so häufig vor, dass ich hier Mixtapes verblogge, aber bei diesem Cover konnte ich einfach nicht wiederstehen. Und guten Hip Hop gibt's auch noch auf die Ohren. Hier geht's direkt zum Download. (Tracklist)

Tags für diesen Artikel: , , ,
0 Kommentare

BadBadHavac - Skankfurt City Mix

Geschrieben von Matthias GutjahrSonntag, 13. Februar 2011
Mix-Cover

Jetzt stehe ich ja ganz schön blöd da. Nachdem ich vorgestern noch gebloggt habe, wie problematisch es sein kann, Mixtapes bei Soundcloud zu sharen, sollte ich den Skankfurt City-Mix von BadBadHavac eigentlich gar nicht posten. Ich tu's aber trotzdem, weil heute einer dieser chilligen Dub- und Rocksteady-Sonntage ist. Lee Perry, Dudley Sibley und die Heptones - wer kann dazu schon nein sagen?! Eben.

Tags für diesen Artikel: , , , , ,
1 Kommentare

Die Renaissance des Mixtapes

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 11. Januar 2010
USB Mixtape

Damals, in den Achtzigern, als ich noch ein Teenager, das Taschengeld knapp und Musik noch nicht im Internet verfügbar war, gab es neben dem Radio nur ein Medium für die angesagtesten Songs: die Kompaktkassette. Leistete sich einer meiner Freunde eine neue Schallplatte oder CD, wurde sie alsbald – für private Zwecke natürlich – auf Kassette überspielt. Fast jeder trug einen Walkman in der Tasche, und wir Musikenthusiasten staubten unsere Tapedecks täglich ab.

Sonntags wurde dann aus den besten Songs für Freunde und Freundinnen – oder solche, die es werden sollten – eine ganz besondere Kassette aufgenommen. Diese Aufgabe erforderte Leidenschaft und Durchhaltevermögen, wie Nick Hornby in seinem Kultroman "High Fidelity" detailreich beschreibt. Schließlich verfolgt ein Mixtape immer eine ganz spezielle Absicht: sei es den eigenen Musikgeschmack hervorzuheben oder eben das Herz eines besonderen Mädchens zu gewinnen. Was selbstverständlich mittels einer profanen Kassette eher selten gelang.

Home Taping Is Killing Music!

Die Revolution aber, dass wir keine teuren technischen Geräte, sondern nur einen simplen Kassettenrecorder zum Aufnehmen einer Kassette benötigten, machte das Mixtape bald zu einem zentralen Bestandteil der Jugendkultur. Das hatten die Pioniere des Mixtaping, allen voran US-amerikanische Hip Hop-DJs, früh erkannt und boten technisch ausgefeilte Mitschnitte ihrer Auftritte zum Verkauf an. Dass dabei ihr Name mindestens das gleiche Gewicht wie die enthaltenen Songs hatte, nahmen sie als große Chance zur Selbstvermarktung wahr.

Bekanntere DJs bewarben neue Alben über vorab verteilte Mixtapes. Unbekanntere Künstler versuchten, mit den günstig herzustellenden Bändern Plattenfirmen aufzufallen. Gerade im Bereich des Hip Hop wurde das Mixtape populär, aber es war nie auf eine musikalische Stilrichtung beschränkt. Sogar Thurston Moore, Gitarrist und Sänger der New Yorker Noise-Rock-Band Sonic Youth, gab vor einigen Jahren ein Buch über Mixtapes heraus.

Weil ein DJ jedoch nicht nur seine eigenen Stücke spielte, sondern ausgerechnet mit fremder Musik einen Referenzrahmen schaffen wollte, traten schnell die Anwälte der Musikindustrie auf den Plan. Privatkopien galten die meiste Zeit noch als legal oder zumindest toleriert, aber die kommerzielle Nutzung urheberrechtlich geschützter Tracks sollte verhindert werden. Als Mitte der Neunziger Jahre CD-Brenner erschwinglich wurden und MP3-Dateien die Modems zum Glühen brachten, lösten die digitalen Medien die Kassette als Tonträger ab. Nun konnten zum Missfallen der Plattenfirmen ganze Alben noch einfacher und verlustfrei kopiert werden. Mixtapes waren da auf einmal nicht mehr so wichtig.

Musik verbindet

Heute kann jeder mithilfe kostenloser Software ein Lieder zu einem Mix kombinieren und im Internet verbreiten. Spezielle Online-Dienste, die genau dafür geschaffen wurden, machten auf Druck der Plattenindustrie zwar schnell wieder dicht, aber soziale Musik-Netzwerke nahmen schnell deren Platz ein. Wenn Musiker zunehmend ihre Vermarktung in die eigenen Hände nehmen und die Chancen des Internet positiv beurteilen, haben sie meist auch nichts gegen Online-Mixtapes. Überhaupt waren es auch früher in den seltensten Fällen die Musiker selbst, die gegen die Verbreitung ihrer Musik vorgingen.

Über musikalischen Online-Netzwerke können wir heute Mixtapes einer weltweiten Öffentlichkeit präsentieren. Dabei bedienen wir uns durchaus der Regeln des 30 Jahre alte Mediums Kassette: Die Länge der Mixes schwankt wie früher zwischen 60 und 120 Minuten, und es gehört zum guten Ton, eine Liste der sorgfältig ausgewählten und arrangierten Songs mitzuliefern. Die Faszination des Mixtapes ist offenbar ungebrochen. Aber mal ehrlich: In die Herzen der Mädchen wird uns auch das digitale Online-Mixtape nicht spielen.

Tags für diesen Artikel:
3 Kommentare
tweetbackcheck