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Collective Improvisation #9

Heute Nacht wurde es spät, weil die Worldwide Awards 2014 im Stream liefen. War nach anfänglichen Soundproblemen (nur bei mir?) möglicherweise besser, als vor Ort gewesen zu sein, man hört ja nicht immer das beste über das Londoner Publikum. Die Gewinner hier in aller Kürze:

  • Track of the Year: Lone - Airglow Fires
  • Album of the Year: Jonwayne - Rap Album One
  • Breakthrough Act of the Year: Ady Suleiman
  • Lifetime Achievement Award: Omar
  • Session of the Year: Mount Kimbie & King Krule
  • Label of the Year: Young Turks
  • John Peel Play More Jazz Award: Jimi Tenor

Mo Kolours veröffentlicht im März endlich sein erstes Album (self-titled, auf One-Handed Music), Mike Black heißt die erste Single daraus, und vorbestellen kann man das Album auf Bandcamp.

"Collective Improvisation #9" vollständig lesen

Folklore im Garten 2006

Und wieder einmal steht ab heute Abend das Folklore im Garten-Festival im Wiesbadener Schlosspark Freudenberg auf dem Programm. Das "Folklore" startet mit einem bunten Mix vieler Musikstile, und das Drumherum der vielen Infostände und Leckereien, Aktionen und Performances macht einen großen Teil der besonderen Atmosphäre dieses mittlerweile 30jährigen Festivals aus. Musikalisch wartet aus meiner Sicht vor allem der Samstag mit diversen Highlights auf, als da wären:

The Sweet Vandals aus Madrid, die großartig erdigen Funk spielen, machen morgen den Anfang, traten im Mai bereits in Berlin auf und ließen das damalige Konzert mitschneiden. Florian "Party-" Keller präsentiert das fast 90-minütige Liveset in seiner Radioshow auf samurai.fm. Ich denke, das vermittelt einen guten Eindruck darüber, was uns am Samstag erwartet. Sweat, sweat, sweat!

Weiter geht es dann mit Nicole Willis & The Soul Investigators, über die ich ja bereits gebloggt habe. Bei MySpace gibt's ein paar Songs zur Einstimmung.

Und schließlich werden Mouse On Mars, die ich im März bereits live gesehen und gehört habe, den Schlosspark rocken. Bin gespannt, wie das außerhalb eines Clubs funktioniert. Wobei, ich hab sie auch schon einmal auf einem großen Festival gesehen, da ging es auch gut ab!

Einzig das Wetter bereitet mir jetzt noch Sorge, es sollte sich bis morgen Abend doch ein wenig bessern ...

Wir Mainzer haben es schwer

Zumindest im Sommer, wenn die auf unserer Rheinseite viel zu kleinen Rheinwiesen überfüllt sind; wenn wir beim Ausgehen das Schick & Schön selig vermissen, weil sonst mal wieder nichts los ist; wenn wir ein größeres Fußballstadion bauen wollen, wo kein Platz ist; wenn überall spannende Konzerte und Festivals stattfinden, aber nicht in Mainz - und wir nach Wiesbaden ausweichen müssen. Zum Glück haben wir es nicht weit, wenn drüben in der Reduit ein kostenloses Ska-Open Air das nächste jagt; wenn auf den Schiersteiner Rheinwiesen zwei Tage lang diverse Soundsystems mit Reggae- und Dub-Klängen die Nacht versüßen; wenn im Schlosspark Freudenberg zum 30. Mal Folklore im Garten gefeiert wird, diesmal u.a. mit Nicole Wilis & The Soul Investigators, Mouse On Mars, Dr. Ring-Ding & Soulfood International, der Mediengruppe Telekommander oder The Sweet Vandals aus Spanien; oder wenn auch sonst die guten Konzerte dort stattfinden. Also was soll's, springen wir mal schnell über den Rhein und freuen uns, dass sich da so viel bewegt ... Ja, ich habe vor kurzem den Flyer 1. Hochsommer in Wiesbaden eingesteckt, weil da so viele wunderbare Dinge drinstehen :-)

Mouse On Mars live in Mainz

Anders als hier in Montreal kamen MoM in Mainz ohne Gitarre und Drums (pic by m-c)

Gestern Abend fand eins der letzten Konzerte im Mainzer Schick & Schön statt, das nach vier Jahren und zahlreichen Schließungsgerüchten nun wohl endgültig dichtmachen muss: Mouse On Mars rockten den einzig wahren Mainzer Club noch einmal richtig schön durch. Allerdings für 13 € viel zu kurz. Nach einem relativ housigen Einstieg verloren sich Jan St. Werner und Andi Toma zunächst etwas in Richtung Basement Jaxx, um dann aber über "Doit" von der Idiology und eine kleine Live-Reparatureinlage wieder den Weg zurück zu elektronischen Gefilden zu finden. Am deutlich zu frühen Ende schlich sich sogar etwas Drum'n'Bass ein, was mir persönlich zu diesem Zeitpunkt ziemlich gut reinging. Nur leider war's das dann schon - womit wir eine Parallele hätten zur Geschichte des Schick & Schön. Viel zu schön und viel zu kurz war die Zeit mit dem einzigen Laden in town, wo man praktisch immer hingehen konnte, wenn sonst nichts los war, ohne vorher aufs Programm schauen zu müssen. Wird die Mainzer Clubszene gerade plattsaniert und durchkommerzialisiert? Hoffen wir, dass sich wieder Alternativen finden ...

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