Skip to content

Summer In The City 2014 im Palmengarten

Im Frankfurter Palmengarten finden ab heute Abend und an den folgenden Dienstagen fünf Konzerte im Rahmen des Summer In The City-Festivals statt. Veranstaltet vom Mousonturm, aber in der einzigartigen Umgebung einer grünen Oase in der Bankenstadt.

Den Anfang macht heute Abend Hipster-Bart William Fitzsimmons mit seiner Band. Das Highlight für meinen Geschmack ist kommenden Dienstag Neneh Cherry & Rocketnumbernine. Don Cherrys Tochter hat letztes Jahr mit ihrem Album "Blank Project" ein ziemlich sensationelles Comeback hingelegt und wird mit Rocketnumbernine von einem Duo aus dem Dunstkreis von Four Tet, Floating Points und Radiohead unterstützt. Das dürfte groß werden.

Außerdem treten auf: Poliça aus Minneapolis, Blixa Bargeld mit dem Balanescu Streichquartett und dem italienischen Filmkomponisten Teho Teardo, und Rocko Schamoni mit einem 17-köpfigen Orchester Der Festivalpass kostet 77 €, die einzelnen Konzerte 23 €.

Lüften Festival Frankfurt

Lüften Mouson Arts & Music Festival 2012

Weil der Frankfuter Mousonturm umgebaut wird, haben sich die Programmverantwortlichen die Jahrhunderthalle in Höchst geschnappt und veranstalten dort am Wochenende ein "kleines Festival" - das Lüften Mouson Arts & Music Festival 2012. In den vier Sparten Musik, Kunst, Performance und Club wird an drei Tagen, vom 22. bis zum 24. Juni 2012, eine handverlesene Auswahl an Künstlern präsentiert.

Der Freitag wird musikalisch bestimmt von The Notwist, The Shins, When Saints Go Machine, The Whitest Boy Alive und Die Vögel sowie diversen DJs aus dem Robert Johnson-Umfeld. Alles Bands, die auch im Mousonturm hätten spielen können, wäre dieser nicht momentan eine Baustelle.

Am Samstag geht es weiter mit Jan Delay & Disko No. 1, James Blake, Hudson Mohawke, Jacques Palminger, Erobique und vielen anderen. Außerdem ist das Kunstprogramm am Samstag am umfangreichsten.

Auch der Sonntag lohnt sich noch einmal richtig: Maximo Park, Sharon Jones & The Dap-Kings, Totally Enormous Extinct Dinosaurs, Alex Clare und Palais Schaumburg sorgen für einen gelungenen Abschlusstag.

Ich denke, auch das Kunstprogramm dürfte sehr unterhaltsam werden. Über Lucas Abela habe ich ja bereits gebloggt. Und wenn sich selbst der legendäre Wreckless Eric die Ehre gibt, kann soviel schon gar nicht mehr schiefgehen.

Pro-Tipp: Schaut mal auf der Facebook-Seite vom Lüften vorbei, da werden eventuell noch ein paar Tickets verlost.

Who's going?

The Vinyl Rally

Ferngesteuerter Rennwagen fährt über Vinyl-Schallplatten

Wir alle lieben Vinyl, spielen es auch hin und wieder gern ab, pflegen unsere Sammlung und halten die Vinylscheiben frei von Staub und Kratzern. Ganz anders Lucas Abela: Für seine Installation The Vinyl Rally verbiegt, zerkratzt und bearbeitet der Australier seine Vinyls mit Messern, Nägeln und Schwertern und fügt sie schließlich zu einer Rennbahn zusammen, über die funkferngesteuerte Rennwagen rasen. Diese Boliden werden wie in einem Videospiel mit einem Lenkrad auf einem großen Screen gesteuert und sind mit Tonabnehmern versehen.

Rasen sie über die Vinyl-Schallplatten, entsteht ohrenbetäubender Lärm. Und Abela steht auf Noise, auf Lärm, auf Kakophonie:

The vinyl rally is an large-scale installation combining sound art, video art and kinetic sculpture into every kid and kidult’s dream-hybrid; an immersive participatory play-set playing off vinyl fetishism, video arcade mystique and the machismo of motor sports in a video game played within a real world setting!

So sieht die Vinyl Rally in Aktion aus:

Arte hat Abela vor einigen Monaten in der Sendung Tracks gefeatured, der Typ ist schon ziemlich durchgeknallt. Und was er da mit den schwarzen Scheiben macht, kann nur mit sehr hoher Toleranzschwelle noch Soundtrack genannt werden. Aber sei's drum. In drei Wochen könnt ihr euch die Installation übrigens live auf dem Lüften Festival in Frankfurt ansehen - aber den Ohrschutz nicht vergessen ;-)

Caribou live in Frankfurt

Caribou live im Mousonturm Frankfurt

Gestern Abend spielte Caribou im Frankfurter Mousonturm. Der kanadische Mathematiker und vor allem Musiker trat mit Band vor ausverkauften Haus auf, nachdem zuvor Barbara Panther eingeheizt hatte. Mount Kimbie haben ihre Tour leider abgebrochen und waren deshalb nicht am Start.

Das Fehlen von Mount Kimbie als "zweitem Headliner" war natürlich eine erste Enttäuschung, ein Zettel am Einlass wies lapidar darauf hin. Im Netz hatte ich zuvor nur Gerüchte gelesen, ein kurzer Hinweis auf Twitter oder Facebook wäre doch aber kein Problem gewesen, oder? Da man aber das beste aus solchen Situationen machen sollte, haben wir uns erstmal in den Mousonturm reingezwängt und kurz Barbara Panther angesehen, wie sie da so allein mit ihrem Laptop auf der Bühne stand und sang. Ihre von Matthew Herbert produzierte Empire EP finde ich gar nicht mal schlecht, aber live fehlte mir der Zugang zu ihrer Musik. Vielleicht auch, weil sie auf der großen Bühne doch recht verloren wirkte.

Ziemlich zügig ging es dann aber weiter mit Caribou. Daniel V. Snaith hatte Ryan Smith, Brad Weber und John Schmersal Mitmusiker dabei. Insbesondere Drummer Weber erwies sich von Beginn an als kongenialer Sparringspartner für Snaith und sorgte durchgängig für druckvolle Grooves. Caribou spielten so ziemlich alle Hits der Alben Andorra und Swim, interpretierten manche Passagen elektronisch experimentell, andere extrem noisegitarrenlastig, wobei ich gerade die zwei, drei Stücke in der Mitte des Konzerts, als Snaith seine Gibson SG umschnallte, am schwächsten fand.

David SnaithDer Sound war nämlich die meiste Zeit ziemlich gut, das sphärische der Musik und des Gesangs verband sich wunderbar mit dem Beat, so wie man es von den Platten kennt. Aber mit zwei Gitarren wurde der Sound irgendwie dumpfer, und plötzlich nervte auch das ständige, Mousonturm-typische Gequassel des Publikums ganz schön. Glücklicherweise bekamen Caribou aber wieder die Kurve und feuerten mit Sun eine grandiose Zugabe in den Saal. Das qualitativ äußerst bescheidene Foto oben habe ich ganz am Anfang mit der Handykamera geknipst. Rechts ist Herr Snaith zu sehen, wie er Merchandise an den Mann bringt.

Die Heimfahrt wurde mir übrigens von Robert Lug versüßt, der in seiner Sendung Voyager auf hr2 den Abend mit Ambient/Chillout-Sounds des Hamburger Kollektiv Turmstrasse (neues Album: Rebellion der Träumer) ausklingen ließ. Das passte aber sowas von.

JazzNotJazz Festival 2009

Boozoo Bajou

Was vor zwei Jahren zum ersten Mal im Frankfurter Mousonturm über die Bühne ging, wurde am vergangenen Samstag mit Erfolg wiederholt: Das JazzNotJazz-Festival, initiiert von INFRACom!s Jan Hagenkötter und DJ-Hansdampf Michael Rütten. Während sich das Programm bei der Premiere über zwei Tage streckte, standen diesmal an nur einem Abend drei Acts auf der großen Bühne der ehemaligen Seifenfabrik. Aufgelockert wurde das Festival zudem durch die phänomenalen JazzCoTech Dancers aus London und den Ausklang mit DJ-Sets der Veranstalter.

JazzCoTech

Eröffnet wurde der Abend von Boozoo Bajou, dem Nürnberger Downbeat-Produzenten-Duo, das seine Musik nun aber in großer Besetzung als vielköpfige Liveband präsentierte. Das ist gerade Trend (vgl. Jazzanova, Sonar Kollektiv Orchester usw.) und funktionierte nicht nur bei den neuen Songs vom aktuellen Album Grains ganz prächtig, weil die Arrangements auch toll auf den entspannten Sound abgestimmt waren. Der Versuch der Stuttgarter Dublex Inc., ebenfalls mit Band aufzutreten, war hingegen nur zeitweise erfolgreich. Zu rockig, mit weniger Funk als sie verdient gehabt hätten kamen die Songs teilweise rüber; möglicherweise war das genauso gewollt. Mich haben aber besonders die JazzCoTech Dancers fasziniert, vier britische Urban Street Fusion Jazz Dancer, die sich ihre Moves als Autodidakten beigebracht haben. Im Vereinigten Königreich finden regelmäßig sogar Contests statt, aber die Geschichte ist auch eine rein britische. Umso schöner, die Jungs auch mal in Deutschland zu sehen.

Alice Russell

Endlich kam ich am Samstag zudem in den Genuss, einem Konzert von Alice Russell beiwohnen zu dürfen, was mir vor zwei Jahren leider wegen Zeitmangels verwehrt geblieben war. Live ist Alice einfach sensationell gut, daher ließ das Publikum sie auch erst nach zwei Zugaben gehen. Neben vielen Songs ihres neuen Albums Pot Of Gold spielte sie auch viele ihrer älteren Hits wie "Fly In The Hand", "Hurry On Now" sowie ihre Covers von "Seven Nation Army" und "Crazy". Absolut fantastisch. Morgen Abend tritt sie übrigens in Münster auf, am Mittwoch in Berlin, nicht verpassen!

Das JazzNotJazz Festival 2009 war eine rundum gelungene Sache, auch wenn das kurzfristig anberaumte Twitterer- bzw. Last.fm-User-Treffen an der Bar nicht so recht funktioniert hat (beim nächsten Mal klappt es!). Immerhin habe ich mich nett mit dem Kollegen Jazzmadass unterhalten - ein Real Life-Treffen war schon lange überfällig ;-) Ich freue mich jedenfalls schon auf das nächste Festival. Bis dahin werde ich sicher noch das ein oder andere Konzert im Sinkkasten besuchen, bloß Tony Allen am Donnerstag schaffe ich leider nicht ....

jazznotjazz Festival in Frankfurt

jazznotjazz: Bühne im Künstlerhaus Mousonturm

Seit fünfzehn Jahren steht das Label INFRACom! als Markenzeichen für genreübergreifenden, weltoffenen NuJazz aus Frankfurt am Main. Aus diesem Anlass feiert sich das Label rund um Chef Jan Hagenkötter an diesem Wochenende selbst mit einem rauschenden Festival im Mousonturm: jazznotjazz. Neben zahlreichen Konzerten konnte man in der Cocktailbar "Altmeister" Michael Rütten beim Plattenauflegen lauschen oder Filme zum Thema ansehen, darunter die Premiere der Doku "Broken Vibes - Sound Of West London".

"jazznotjazz Festival in Frankfurt" vollständig lesen
tweetbackcheck