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John Peels Plattensammlung digital

Screenshot des digitalen Plattenschranks

Ihr habt wahrscheinlich bereits gelesen, dass der britischen Radio-Moderatoren-Legende John Peel gerade ein digitales Museum gebaut wird. Das John Peel Centre for Creative Arts stellt in den kommenden sechs Monaten Infos zur von Peel gehegten und gepflegten Vinylsammlung online. Über 2.600 Alben werden, akribisch mit Karteikarten und Zusatzinformationen versehen, ins Internet gestellt.

John Peel's Record Shelf listet die Vinyls nach Anfangsbuchstaben und alphabetisch sortiert auf. Neben Fotos der Original-Plattencover werdne auch Links zu iTunes und Spotify angezeigt, sofern die jeweilige Platte dort zu finden ist. Die Idee, mit der Maus wie mit dem Finger über den Plattenschrank zu fahren, ist reizvoll. Leider hat sie den Nachteil, sich sehr fummelig anzufühlen - ein ruhiges Händchen ist hilfreich. Außerdem fehlt mir die Möglichkeit, nach Titeln suchen zu können.

Aber sei's drum, wahre John Peel-Fans können solche Petitessen nicht irritieren. Vielmehr werden sie Spaß daran haben, selbst als schwere Hausstauballergiker asthmafrei durch die teilweise ultra-raren Aufnahmen zu blättern. Inspiration, sich durch wichtige Platten der Musikgeschichte zu wühlen, findet sich hier genug.

Kunsthalle Mainz

Eigentlich wollte ich längst über die Eröffnung der Kunsthalle Mainz am vergangenen Wochenende gebloggt haben, aber es hat ja auch lange genug gedauert, bis Mainz endlich ein Museum für zeitgenössische Kunst bekommen hat, da darf ich mir auch etwas Zeit lassen. Dazu kommt, dass ich meine Kamera nicht dabei hatte, denn ich hätte sicher einige schöne Bilder schießen können. So müsst ihr euch mit einem Foto begnügen, dass ich zwei Wochen vor der Eröffnung gemacht habe (mehr Fotos hier).

Kunsthalle Mainz

Die Eröffnungsausstellung war gar nicht schlecht, auch wenn es ein paar Exponate mehr hätten sein dürfen. Unter dem Thema Alle Zeit der Welt waren die Arbeiten von Jens Risch, Jürgen Krause und Christian Borchert für mich persönlich am interessantesten. Noch spannender war allerdings die Architektur der Kunsthalle, die in das ehemalige Kessel- und Maschinenhaus des Zollhafens eingezogen ist. Zusätzlich wurde ein um 7° geneigter Turm hinzugefügt, dessen Inneres ebenfalls durchgängig schräg steht. Nicht nur die Wände, sondern auch der Fahrstuhl widersetzen sich der Vertikalen — ein starkes, gelungenes Experiment.

Ich hoffe sehr, dass die Kunsthalle in Mainz ein Erfolg wird, dass sich die zukünftigen Ausstellungen mit der starken Konkurrenz im Rhein-Main-Gebiet mithalten können, und dass Mainz in künstlerischer Hinsicht etwas belebt wird. Nur mit historischen Museen ist es nämlich doch ziemlich langweilig. Außerdem sieht das angeschlossene 7° Café so aus, als könne man da gut ab und zu einen Kaffee trinken gehen.

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