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Die Neuseeländische Amsel

Alle reden nur von Drosseln, dabei pfeifen es die Amseln, pardon, Spatzen bereits von den Dächern: Meine Lieblingsband aus Neuseeland, Fat Freddy's Drop, hat endlich wieder ein neues Album aufgenommen. "Blackbird" wird am 21. Juni erscheinen, aber kann bereits jetzt im Stream angehört werden!

Außerdem startet am 22. Juni die Europa-Tour von Fat Freddy's Drop mit einigen Terminen auch in Deutschland: Neben Berlin, Hamburg, Köln und München (im Oktober) stehen schon im Juli das TFF Rudolstadt und das Summerjam auf dem Programm. Wer die Dub-Soul-Reggae-Funk-Helden aus Down Under live erleben möchte - was unbedingt zu empfehlen ist -, sollte sich mindestens einen dieser Termine vormerken! Alle anderen können das Londoner Konzert am 26. Juni ab 21 Uhr MESZ live auf YouTube verfolgen1! [via bklyn]

1Falls die GEMA nichts dagegen hat.

Funkommunity - Chequered Thoughts

Albumcover von Chequered Thoughts

Etwas Kiwi-Soul und -Funk gefällig? Bitte sehr: Funkommunity ist das Bandprojekt von Producer Isaac Aesili (Karlmarx) und Sängerin Rachel Fraser, die ihre Stimme auch schon Recloose (z.B. "Catch A Leaf") geliehen hat. Heute ist das Funkommunity-Album "Chequered Thoughts" bei Melting Pot Music erschienen.

Rachel und Isaac haben sich als Mitglieder von Reclooses Liveband kennengelernt. Funkommunity ist eine 5-köpfige Band, auf dem Album sind daneben auch Taay Ninh von Electric Wire Hustle oder Drummer Julien Dyne (Fat Freddy's Drop) mit von der Partie. Damit wäre auch schon der musikalische Claim abgesteckt, den Funkommunity beackern: Kiwi-Soul, Future Beats und 80s Boogie, unterfüttert von einer guten Portion 70er-Jahre-Funk.

Zurzeit haben die Kiwis ihr Headquarter nach Berlin verlegt und touren fleißig durch Deutschland und Europa. Unter anderem sind 5 (in Worten: fünf!) Termine in Frankfurt eingeplant, davon drei Tage in Folge auf dem Museumsuferfest (24.-26. August 2012) am Schaumainkai. Nur heute gibt's das Album übrigens bei Amazon für schlappe fünf Euro!

Fat Freddy's Drop in Offenbach

Schnappschuss vom Konzert
Fat Freddy's Drop in Offenbach - kurz vor der Zugabe "Wandering Eye"

Am Montag Abend lieferten Fat Freddy's Drop im Capitol in Offenbach einen über zweieinhalbstündigen Powergig ab, und das bei hochsommerlichen Temperaturen draußen und vor allem in der brodelnden Zuschauermenge. Die Neuseeländer erwiesen sich - wie schon vor sechs Jahren - als brillante Musiker und Entertainer. Und das Publikum war so euphorisch, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe.

Konzerte der Kiwis sind hierzulande ja rar, daher dürften viele Fans auch eine weitere Anreise auf sich genommen haben. Die Textsicherheit, mit der fast jedes Stück mitgesungen wurde, lässt mich auf viele Hardcore-Anhänger schließen. Leider begann das Konzert dermaßen pünktlich, dass ich die erste Viertelstunde verpasste; der Rest entschädigte aber voll und ganz. Eingerahmt vom FFD-typischen Dub-Reggae-Sound spielte sich auf der Bühne zeitweilig purer Funk ab, abgerundet von der genialen Stimme Joe Dukies.

Ich hatte so einige Gänsehautmomente, vor allem bei einigen Stücken von "Based On A True Story", die aber sowas von fett rüberkamen. Und mein Blog-Untertitel ist ja nicht von ungefähr dem Song "Roady" entnommen:

Even if you don't like us you'll just do it for the love of music!

Für alle, die nicht dabei waren: Fat Freddy's Drop haben ihr komplettes letztjähriges Konzert in der Kölner Live Music Hall auf Soundcloud hochgeladen. Auch hier über zwei Stunden Musik wie ein warmer Schokoladenkuchen:

News von Recloose

In einer Woche erscheint in Neuseeland das neue Album Perfect Timing von Recloose auf dem einheimischen Loop-Label. Als Gäste hat sich Matt Chicoine unter anderem Joe Dukie von Fat Freddy's Drop, Genevieve Marentette, die auch schon auf dem letzten Longplayer Hiatus On The Horizon zu hören war, und Jonathan Crayford sowie some newer recruits that will blow you out the water eingeladen. Voraussichtlich im Mai soll Perfect Timing auch im Rest der Welt veröffentlicht werden. Bis dahin bleibt uns vorerst nur Reclooses neue Radioshow "Hit It And Quit It" auf dem neuseeländischen George FM, das zwar online gehört werden kann, aber leider nur live. Vielleicht tauchen ja zumindest Mitschnitte der Show im Netz auf, den die Tracklists lesen sich wie ein geschmackssicherer rollercoaster ride durch ausgewählte Musikgenres. [via crmnl]

Jahresabschlussposting

Guten Rutsch ins Jahr 1984 wünschen rund 30.000 Menschen und haben heute Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung eingereicht. Hoffen wir, dass die Beschwerde Erfolg hat und das kommende Jahr 2008 nicht in die Geschichte der Unfreiheit eingeht. Den passenden Sound zur Beschwerde liefert übrigens der Sampler Freiheit statt Angst, den ihr hier kaufen oder hier herunterladen könnt.

Um das neue Jahr nicht ganz so pessimistisch zu begrüßen, gibt's hier einen Link zu zwei kostenlosen Tracks bei Digital Kollektiv, dem digitalen Sublabel des Berliner Sonar Kollektivs: The Black Seeds aus Neuseeland, eine meiner Lieblingsbands des ablaufenden Jahres, hat sie unter dem Titel Good People (Get Together) ausgesucht. Into The Dojo war eine der Scheiben des Sommers, und ein großartiges Konzert im Frankfurter Unity hat mich endgültig zum Fan werden lassen, auch wenn die Musik nichts bahnbrechend Neues ist. Beeilt euch mit dem Runterladen, der freie Download ist auf zwei Wochen beschränkt!

Na gut, dann eben noch eine gute Nachricht: Die Frohlocker sind wieder online und bringen auch gleich einen Mix mit dem schönen Namen "Frohkolores" mit. Wem das für den Silvesterabend noch nicht reicht, der wird in Kreuzberg ganz sicher fündig. Einer gelungenen Party steht somit nichts mehr im Wege.

Bleibt mir noch, allen Lesern, Freunden und Gleichgesinnten ein erfolgreiches Jahr 2008 zu wünschen!

Bloggerfieber

Ich bin wohlbehalten und voller interessanter Ideen und Eindrücke vom Kölner BarCamp zurückgekehrt und versuche, mich langsam wieder an den Alltag zu gewöhnen. Der Austausch mit anderen Bloggern, das Wiedersehen mit fast schon "alten" Bekannten, und das Kennenlernen neuer Menschen in einer Atmosphäre des gegenseitigen Austausch und Verständnisses machen noch mehr Lust auf bloggen. Mehr Lust, als Zeit vorhanden ist (Zeitmanagement für Blogger war auch ein Thema auf dem BarCamp), aber ich versuche mein Möglichstes.

Ganz besonders freut es mich auch, wenn ich anderen Bloggern helfen oder jemanden bei einer Bloggründung unterstützen kann. So geschehen in der vergangenen Woche, als mich David aus Hamburg (der hier schon seit langem mitliest, wie ich zu wissen glaube) anmailte mit ein paar Fragen zum eigenen Blog. Meine Antworten gingen per Mail zurück, darunter auch ein Link auf diese informative Seite (zusätzlich möchte ich auch noch diese Tipps von Roman empfehlen, der auch auf dem BarCamp war). Kurze Zeit später kam die Nachricht, dass das Blog eingerichtet sei, und mittlerweile scheint David ebenfalls vom Bloggerfieber befallen zu sein, denn sein Blog South City Tunes ist schon richtig gut gefüllt.

In South City Tunes stellt er schwerpunktmäßig Musik aus Australien und Neuseeland vor, aber auch aus Japan und anderen Teilen der Welt, die von hierzulande (noch) ziemlich unbekannten Künstlern stammen. Rare Platten aus pazifischen Regionen sozusagen. Ausführlich sind sowohl die Besprechung als auch die Informationen über den jeweiligen Release, Hörbeispiele gibt es dann meist über MySpace. Musikinteressierte sollten also den Feed abonnieren und die Ohren (und Minds) offen halten. Und vielleicht kann jemand David und mir die Frage beantworten, wie man es hierzulande denn mit Hörproben im eigenen Blog halten sollte: Sind 30-Sekunden-Snipptes ok, oder muss man dafür auch dann an die GEMA abdrücken, wenn die Musik auf einem obskuren neuseeländischen Label erscheint? Ich war bei sowas bisher sehr zurückhaltend. Zu Recht?

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