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Chinaza - Home

Cover Chinaza - Home

Chinaza ist hier im Blog keine Unbekannte, denn sie war schon mehrfach Gastsängerin auf den KonFerenz-Alben. Ihr eigenständiger Stil umfasst Spoken Word-Passagen genauso wie klassischen Jazzgesang. Wer sie einmal gehört hat, wird sie immer wiedererkennen. Jetzt hat Chinaza ihr zweites Album, "Home", auf nagel heyer records veröffentlicht.

Die elf Songs auf "Home" sind zum großen Teil Eigenkompositionen, sanfte Jazzstücke mit Einflüssen aus Nigeria, dem Land ihrer Eltern und der Heimat des Afrobeat. Denn nach dem Release ihres Albums "Changes" 2006 hat die Wahl-Berlinerin Chinaza längere Zeit in Westafrika gelebt und dort jede Menge musikalische Inspiration gesammelt. Dieser Einfluss verleiht "Home" noch zusätzliche Originalität.

Exzellent ausgewählt und interpretiert hat Chinaza übrigens auch die Coverversionen von Live ("They Stood Up For Love"), Nik Kershaw ("Wouldn't It Be Good"), Talk Talk ("Life's What You Make It"), und ganz besonders die hervorragende Interpretation von Nina Simones Klassiker "Four Women".

Die souveräne Band um Pianist Sebastian Weiss trägt ihren Teil zur entspannt groovenden Musik bei. "Home" ist ein sehr homogenes Album geworden, das man nicht nur im Hintergrund, sondern durchaus auch bewusst und mit offenen Ohren hören kann. Im Frühjar geht Chinaza auf eine kleine Deutschland-Tournee, alle Daten gibt es hier.

Wer sich beeilt, kann noch bis zum 24. Februar ein Interview mit Chinaza in der Sendung Lokalmatador des rbb anhören.

Nigeria

Fela Kuti

Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt schonmal auf Naija Jams hingewiesen habe, ein immer wieder lesenswertes Weblog über nigerianische Musik:

Naijajams is a group project of like-minded Nigerians that share a common interest in Nigerian music. We have two simple objectives:
  1. Expose Nigerian music, musicians and artists through a location-independent medium (i.e. the web/internet)
  2. Share music that moves us

Nigeria hat, was in Europa vielleicht gar nicht so vielen bekannt ist, eine äußerst aktive Musikszene mit überraschend vielen Musikstilen wie Afrobeat, Hip Hop, Jùjú, Apala oder Sakara. Entscheidend mit dafür verantwortlich, dass Nigerias Musik überhaupt im Rest der Welt wahrgenommen wurde, war sicherlich Fela Anikulapo Kuti, über den Naija Jams gerade gebloggt haben. Zu lesen ist dort auch ein Interview mit Fela Kuti aus dem Jahre 1986, in dem er sich auch über die Zeit seiner Gefangenschaft und die politische Situation in seinem Land äußert. Ein echtes Zeitdokument!

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