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Cinemascope

Von vielen heiß erwartet wurde Ma Fleur, das neue Album des Cinematic Orchestra. Eine weitere Überplatte, wie sie die ersten drei Werke der Mannen um Jason Swinscoe darstellen, kam zwar nicht heraus, aber das Resultat liegt dennoch weit über dem Durchschnitt. Was mir persönlich bei Ma Fleur fehlt, ist das Kopfkino, das beispielsweise Man With A Movie Camera in Gang setzte. Auch wenn Swinscoe den eigenen cineastischen Anspruch in Interviews nicht aufgeben mag, so richtig kann er nicht durscheinen, was aber vielleicht auch nötig war, um sich nicht immer wieder selbst musikalisch zu zitieren. Nicht zuletzt hat der Entstehungsort New York bestimmt auch seine Rolle bei der Komposition gespielt.

Nach Klängen, die flimmernde Projektionen auslösen, muss man also woanders suchen. Wie so oft zurzeit vielleicht einfach in Berlin. Wo man auf Christian Meyer trifft, der vor immerhin schon sechs Jahren den Soundtrack zum deutschen Film alaska.de mitgeschrieben hat und demnächst mit Within vier sozusagen virtuelle, weil nur vertonte Kurzfilme auf einem Album präsentieren wird. Diese fallen deutlich elektronischer und minimalistischer aus als bei den cinematischen Briten, lassen aber aufgrund ihrer beinahe epischen Länge der Fantasie auch mehr Raum. Wobei da immer irgendwie eine Spannung mitschwingt, die einen gefangen hält und den Film im Kopf weitertreibt. Diese Spannung fehlt auf Ma Fleur ein wenig, dafür gibt es deutlich mehr Harmonie. Daher lassen sich die beiden Alben sowieso nicht recht vergleichen. Am besten ist es wohl, sich die Zeit bis zum Within-Release im Juli mit dem Cinematic Orchestra zu verkürzen ... ich geh jetzt jedenfalls wieder Film hören ;-)

Ninja Obsession

Ninja Tune-Flyer

Seid ihr Fans des Ninja Tune-Labels? Ja? Das habe ich auch mal über mich gedacht, aber seit ein paar Tagen muss ich diese Einschätzung doch stark relativieren. Diese Pariser Jungs hier sind nämlich echte Hardcore-Fans von Ninja Tune. Eigentlich mehr noch, sie sind regelrecht besessen davon, alles zu sammeln und zu dokumentieren, was jemals die Londoner Headquarters des Labels - und auch des Sublabels Bid Dada - verlassen hat, sei es in Form von CDs, LPs, 12″s, 7″s, Promos oder Flyern. Daher ist der Name Ninja Obsession für ihr Projekt auch wirklich angebracht. Der Hammer, oder? Sollte jemand unwahrscheinlicherweise eine der extrem raren Scheiben besitzen, die in der Sammlung noch fehlen, setzt euch bitte mit Jean-Phillipe in Kontakt. Soviel Enthusiasmus muss doch schließlich unterstützt werden.

"Ninja Obsession" vollständig lesen

Remix Coldcut-Track und Podcast

Everything Is Under Control

Sound Mirrors wird das im Frühjahr erscheinende neue Coldcut-Album heißen. Darauf befindet sich dann der Song "Everything Is Under Control", den Coldcut in einer gemeinsamen PR-Aktion mit Ableton zum Remixen anbieten. Falls ihr also Ableton Live euer Eigen nennt, könnte ihr euch über 50 MB an Daten runterladen und mixen, was das Zeug hält. Alle anderen interessiert vielleicht der erste Coldcut-Podcast [RSS] ever, den ihr mithilfe meines neuen Players hier anhören könnt. Da könnt ihr den Track ETUC übrigens schonmal in seiner Urform genießen. [via #thelastbeat.com]

Coldcut Podast #1

Heißer Herbst bei NinjaTune

Skalpel - Konfusion

Nachdem sich NinjaTune in den letzten Monaten merklich zurückgehalten hat und nicht die ganz großen Würfe - mal abgesehen von Dwight Tribles Love Is The Answer, das von vielen als Album des Jahres bezeichnet wird - rausgebracht hat, steht uns jetzt ein heißer Release-Herbst bevor. Mit feuchten Händen erwarte ich jedenfalls die neue Scheibe Konfusion der beiden polnischen Jazzer Skalpel, deren Atmosphäre noch deeper und darker sein und wieder mit der Sorte intelligent cut and paste aufwarten soll, die mich an ihrem letztjährigen Debut auf Ninjatune so völlig in ihren Bann gezogen hat. Auf einer zweiten CD wird es dazu noch jede Menge Remixe von z.B. Quantic und The Amalgamation Of Soundz geben. Und es kommt noch dicker: Ebenfalls für Oktober ist ein Solid Steel-Mix von Simon Green aka Bonobo angekündigt (hey, Bonobo bloggt!), der von den illustren Namen, die darauf vertreten sind, einfach gut werden muss. Außerdem will ich mir mal die All Out Fall Out von Pest anhören. Die ist zwar schon ein Weilchen draußen, aber ich hatte sie noch nicht in den Fingern. Bleibt nur noch zu wünschen, dass mal ein paar Acts vom Ninjatune-Roster bei uns in Deutschland vorbeischauen, damit wir nach der verkorksten Wahl nicht völlig in Depressionen versinken ;O)

Einiges neu macht der Mai

Jaga (Jazzist)

In manchen Fällen ist es aber auch schon der April, der so einiges ändert. Bei mir bringt ein neuer Job mit sich, dass ich momentan weniger Zeit habe zu bloggen. Jetzt soll es aber doch klappen, und da ich mich aufgrund besserer finanzieller Möglichkeiten (ja, ein neuer Job hat eben nicht nur Nachteile!) gerade nach anstehenden Konzertterminen umsehe, möchte ich im folgenden mal einige der interessantesten Gigs und Termine aufschreiben.

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