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Das Fat Freddy's Drop-Wochenende

Satte neun Jahre ist es her, dass ich hier zum ersten Mal über Fat Freddy's Drop gebloggt habe. Damals spielten die Neuseeländer einen legendären kleinen Gig auf dem Frankfurter Museumsuferfest. 2011 kamen sie fulminant zurück ins Offenbacher Capitol. Und nun spielt das Septett aus Wellington zum ersten Mal in Wiesbaden.

Doch damit längst noch nicht genug: In der Nacht zuvor treten DJ Fitchie, Chopper Reedz & Co. zusammen mit Michael Rütten für einen DJ-Gig im Offenbacher Hafen 2 hinter die Plattenteller (leider kann man da nicht direkt aufs Programm verlinken). Idealerweise verbindet man das mit einem vorherigen Besuch des Hafenkinos unter freiem Himmel (es läuft Woody Allens "Blue Jasmine").

Zur Afterhour am Sonntag sollte schließlich das Club Deck VI in der Planke Nord in Mainz auf dem Programm stehen: Rainer Trüby, Soulparlor und Souldamnfresh sorgen bei hoffentlich geilem Wetter ab 12 Uhr für den optimal Ausklang des Wochenendes.

Mehr Bassgefühl mit SubPac

Vor einer Woche war ich in Offenbach auf der Make Rhein-Main, einer Messe für "Bastler, 3D-Drucker, Guerillia(sic!) Gärtner, Crowdfunder, Spielemacher, Hacker, FabLabs, Circuit Bender, Schmuck- und Modemacher, vegane Köche und ihre Fans". Neben viel Nerd-Kram wie 3D-Druckern, LEDs in allen erdenklichen Farben, Bitcoin-Automaten, Modell-Raketen und Vintage-Spielautomaten gab es auch einen Stand von SubPac.

SUBPAC - The Future of Bass from SubPac on Vimeo.

Der SubPac ist eine Art Kreuzung aus Kissen und Subwoofer. Der Frequenzbereich zwischen 5 und 130 Hz (aka B.A.S.S.) wird herausgefiltert und an den SubPac weitergegeben, während der Rest der Musik wie gewohnt auf dem Kopfhörer landet. Der SubPac macht die tiefen Frequenzbereich physisch fühlbar und sorgt für ein angenehmes Vibrieren im Körper. Ich konnte das mit einem Boards of Canada-Track ausprobieren und war schon ziemlich begeistert. Leider ist mir das Teil mit 379 US-Dollar etwas zu teuer.

Aber wenn ihr die Gelegenheit hat, den SubPac zu testen, dann nehmt eine Hyperdub-CD mit ins Gepäck und testet das Ding aus. Ist eine intensive Erfahrung ;-)

Bonobo im Boilerroom

Black Sands Remixed

Letzte Woche war Bonobo im Boiler Room, und wer da nicht live zugehört und -gesehen hat, der kann sein gut dreiviertelstündiges Set jetzt auch im Nachhinein genießen. Anlass des Auftritts war übrigens das Release seiner Black Sands Remixed auf Ninja Tune. Unten gibt es auch noch einen kleinen Minimix dazu, das Video zum Machinedrum Remix von Eyesdown ist leider geofucked. [via testspiel.de]

Ach, und wo ich es gerade von Ninja Tune habe: Am 10. März kommt FaltyDL ins Robert Johnson nach Offenbach. Kann man sich ja schon mal vormerken.

Fat Freddy's Drop in Offenbach

Schnappschuss vom Konzert
Fat Freddy's Drop in Offenbach - kurz vor der Zugabe "Wandering Eye"

Am Montag Abend lieferten Fat Freddy's Drop im Capitol in Offenbach einen über zweieinhalbstündigen Powergig ab, und das bei hochsommerlichen Temperaturen draußen und vor allem in der brodelnden Zuschauermenge. Die Neuseeländer erwiesen sich - wie schon vor sechs Jahren - als brillante Musiker und Entertainer. Und das Publikum war so euphorisch, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe.

Konzerte der Kiwis sind hierzulande ja rar, daher dürften viele Fans auch eine weitere Anreise auf sich genommen haben. Die Textsicherheit, mit der fast jedes Stück mitgesungen wurde, lässt mich auf viele Hardcore-Anhänger schließen. Leider begann das Konzert dermaßen pünktlich, dass ich die erste Viertelstunde verpasste; der Rest entschädigte aber voll und ganz. Eingerahmt vom FFD-typischen Dub-Reggae-Sound spielte sich auf der Bühne zeitweilig purer Funk ab, abgerundet von der genialen Stimme Joe Dukies.

Ich hatte so einige Gänsehautmomente, vor allem bei einigen Stücken von "Based On A True Story", die aber sowas von fett rüberkamen. Und mein Blog-Untertitel ist ja nicht von ungefähr dem Song "Roady" entnommen:

Even if you don't like us you'll just do it for the love of music!

Für alle, die nicht dabei waren: Fat Freddy's Drop haben ihr komplettes letztjähriges Konzert in der Kölner Live Music Hall auf Soundcloud hochgeladen. Auch hier über zwei Stunden Musik wie ein warmer Schokoladenkuchen:

RBMA Session in Offenbach

Flyer zur Veranstaltung

Im Offenbacher Robert Johnson findet am Freitag Abend eine Red Bull Music Academy Session mit Martyn und Appleblim statt! Der Rotterdamer und mittlerweile Wahl-Amerikaner Martyn wird ab 21 Uhr vermutlich über Dubstep, Drum'n'Bass, House und Techno referieren, ab 24 Uhr gibt's dann DJ-Action. Der Eintritt zur Lecture ist frei, die Party kostet einen Zehner. Auf Facebook findet ihr auch eine Event-Seite. Wird bestimmt ein lohnender Abend, vor allem für diejenigen, die sich für die Lecture interessieren.

Hier gibt's schonmal das Video von Martyns Lecture bei der letztjährigen Red Bull Music Academy in London:

Termine, Termine

Recloose vs. Antibalas

Wenn's schlecht läuft, klappt es mit keinem von beiden Gigs. Ansonsten muss ich mich am Freitag entscheiden zwischen Antibalas im Wiesbadender Schlachthof und Recloose im Hafen 2 in Offenbach. Wiesbaden liegt natürlich näher und ist schnell mit der S-Bahn zu erreichen - und es gibt Web 2.0-Bonus für eine Antibalas-Flickr-Group. Aber Recloose wäre natürlich selbst dann ein Traum, wenn er nur halb so gut ist wie auf Platte. Möchte mir zufällig jemand einen Rat geben und mir die Entscheidung erleichtern?

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