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Libre Music Production: Musikproduktion mit freier Software

Logo von Libre Music Production

Am Sonntag ist das Community-Projekt Libre Music Production zur Förderung der Musikproduktion mit freier Software (FLOSS) online gegangen. Die von den Schweden Gabriel Nordeborn, Staffan Melin und dem Iren Conor McCormack gegründete Seite möchte das Musizieren, Komponieren und die Musikproduktion mit FLOSS voranbringen und zugänglicher machen.

The idea of Libre Music Production (LMP) was born out of a perceived lack of integrated resources, and in particular a lack of information aimed at new and non-technical users.

Ich selbst nutze seit Jahren fast ausschließlich Linux und FLOSS und habe hin und wieder mit verschiedenen Audio-Programmen gearbeitet, etwa um damals meine Radioshow zu produzieren. Das war nicht immer einfach, mal war die Hardware-Unterstützung nicht so gut, mal fehlte das Verständnis für bestimmte Software-Funktionen, Tutorials und Dokumentationen waren kaum vorhanden. Vieles hat sich im Laufe der Zeit verbessert, und auch wenn Linux bei weitem nicht mit dem Mac-Umfeld konkurrieren kann, gibt es für die allermeisten Aufgaben kostenlose und freie Alternativen.

LMP möchte diese Alternativen aufzeigen und deren Benutzung in Text- und Video-Tutorials detailliert erklären. Ein grundlegender Workflow zur Musikproduktion, beginnend mit der Auswahl der richtigen Hard- und (Betriebssystem-)Software, über ein tieferes Verständnis für JACK, dem zentralen Linux Audio-Server, bis hin zu den Programmen, mit denen schließlich praktisch gearbeitet werden kann, soll abgedeckt werden.

Bereits jetzt stehen diverse, ziemlich ausführliche Artikel zu verschiedenen Aspekten der Musikproduktion online, dazu auch einige Video-Tutorials; außerdem gibt es eine Wunschliste für weitere Themen.

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Mixxx 1.8.0

Deer-Skin von Mixxx

Ist zwar schon beinahe zwei Wochen her, und leider konnte ich noch nicht richtig viel damit spielen, aber egal: Mixxx 1.8.0 ist draußen und besser als je zuvor. Mixxx ist eine Open Source Software fürs Live-DJing und läuft unter Linux (in Ubuntu 10.10 enthalten), Mac und Windows. Seit der letzten Version sind eine Menge neue Features dazugekommen: Loops und Hot Cues, eine überarbeitete Song-Library, ein, ähem, Auto-DJ, bessere MIDI-Mappings für externe Controller usw., bessere Audio-Plugins und viele Bugfixes. Vor allem aber ein paar neue stylische Skins, die richtig gut aussehen. Ich kann's kaum erwarten, die neuen Features auszuprobieren - aber ich denke, dafür muss man sich etwas Zeit nehmen.

Update 19.10.2010: Ich wusste doch, dass ich zu spät dran bin. Gerade wurde mit Mixxx 1.8.1 eine weiter verbesserte Version veröffentlicht. 

Tool Time für MP3s

Vergangene Woche habe ich mir mal wieder Gedanken über meine dank eMusic & Co. stetig wachsende MP3-Sammlung gemacht. Sortieren und wiederfinden klappt ganz gut, aber mindestens zwei Features fehlten mir noch: Zum einen würde ich gerne in den ID3-Tags speichern, auf welchem Label ein Titel erschienen ist; zum anderen würde ich bei manchen Tracks gerne die BPM automatisch bestimmen lassen und ebenfalls speichern. ID3-Tags unterstützen seit der Version 2.4 so genannte Frames, das sind in UTF-8 kodierte Felder für jede Menge Zusatzinformationen. Leider werden diese bisher nur von wenigen Programmen unterstützt. Am Wochenende habe ich nun eine halbwegs befriedigende Lösung gefunden.

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Musik machen am Linux-Rechner

Ich habe hier noch einige Computerbauteile herumliegen, die ich bei Gelegenheit zu einem funktionierenden Rechner zusammenbauen möchte. Auf diesem wird dann Linux installiert, und er bekommt eine gute Audiokarte spendiert. Mein Ziel ist es, daraus ein einfaches Soundstudio aufzubauen, das - abgesehen von den Kosten für die Hardware - kostenlos ist und auf freier Software basiert. Denn entsprechende, qualitativ hochwertige Anwendungen sind schon zahlreich vorhanden. Ich befürchte allerdings, dass die Integration der Hardware dann problematisch wird, wenn ich aktuellere (MIDI)-Gerätschaften anschließen möchte - die ich jedoch noch gar nicht besitze. Also werde ich derweil die Weblogs Linux Rock Star und Create Digital Music im Auge behalten. Und zunächst meinen Media-Center-PC auf Linux-Basis fertig aufsetzen. Seit gerade eben bekomme ich alle verfügbaren DVB-T-Kanäle auf meinen Monitor - trotz der noch relativ neuen Hauppauge WinTV-Nova-T-500 :o) Stay tuned!

Freibier für alle

Es waren einmal ein paar trinkfeste Dänen, die erfanden mit Vores Øl das erste Open Source-Bier der Welt. Dabei war eigentlich nur das Rezept Open Source, das Bier haben die Brauer natürlich selbst getrunken. Warum sie ihr Getränk allerdings mit Guaraná verunreinigen mussten, wissen nur sie selbst. Nun ist die Version 3.0 des freien Biers erschienen und wird deutlich aussagekräftiger als "Free Beer" beworben. Leider wird immer noch Guraná beigemischt, aber da das Rezept unter einer Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen - Lizenz veröffentlicht wurde, kann ja jeder das Bier nachbrauen und auf dieser Basis eigene Derivate herstellen. Dann möglicherweise auch unter Einhaltung des Deutschen Reinheitsgebots. Brew more Free Beer!

MusicBrainz Picard

Picard Programmfenster

In Version 0.6 steht jetzt das Tagger-Utility MusicBrainz Picard zum Download. Mit seiner Hilfe lassen sich Musik-Dateien noch komfortabler bzw. korrekter mit ID-Tags versehen als es z.B. schon mit Tools wie MP3Tag möglich war. Das Besondere an Picard ist die Möglichkeit, die eingelesenen Dateien online mit den in der Datenbank von MusicBrainz gespeicherten Daten abgleichen zu können. Auf dieser Basis können dann die ID-Tags geschrieben werden. Natürlich gibt es ein solches Feature in vielen Anwendungen schon lange, zumindest wenn online Zugriff auf eine freedb hergestellt wurde. Die MusicBrainz-Datenbank scheint mir aber umfangreichere Datensätze zu enthalten, stellt Album-Infos auf der Webseite auch übersichtlich dar und vereinfacht die Interaktion mit Picard durch eine kleine "Tagger"-Grafik. Ein sehr nettes Detail ist übrigens, dass der "OK"-Button in den Picard-Einstellungen "Energie!" heißt ;O)

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