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Shook me all night long

Heute kam per Newsletter die Info rein, dass die dritte Ausgabe des Shook-Magazins veröffentlicht wurde. Das wäre an sich schon einen Blogeintrag wert, würde aber spätestens bei der fünften oder sechsten Nummer langweilig. Diesmal ist das Erscheinen aber deshalb besonders erwähnenswert, weil Shook nun eine richtige Homepage mit diversen Funktionen hat (auf Basis von Wordpress; offenbar werden Blogsysteme immer häufiger für kleine CMSe verwendet); und weil Shook nun nicht mehr nur auf postalischem Wege bestellt werden, sondern einfach direkt als PDF heruntergeladen werden kann. Das gilt im Übrigen auch für die ersten beiden Hefte. Vielleicht kann man mittlerweile auf die Einnahmen über den Heftverkauf verzichten, weil die Werbung genug einbringt. Vielleicht kaufen aber dennoch ausreichend Leute das Heft, das ja sehr wertig daherkommt, so dass die Download-Strategie nicht weiter schadet.

Wie auch immer, mir kam die PDF-Version äußerst gelegen, um mir eine stundenlange, langweilige Zugfahrt angenehmer zu machen. Und ich muss sagen, dass auch der Themenmix der dritten Ausgabe wieder gelungen ist. Sehr amüsant etwa ist der ausführliche Bericht über die '88er Acid-Welle in London. Interessant auch die Features über die Begleiterscheinungen der Olympischen Spiele in Mexico 1968, über August Darnell, das Interview mit Shawn Jackson, die Plattenreviews, und und und … Die neue Shook ist also auf jeden Fall, wenn nicht die unkomplizierte Bestellung - vorausgesetzt, man hat einen PayPal-Account - dann doch zumindest den Download wert.

PDF-Magazine

Logo pdf-mags.comEs sind ja nicht nur die Blogs, die den "klassischen" Printmagazinen das Leben (angeblich) schwer machen. Zwischen dem reinen Internetformat und dem Papier hat sich eine Hybridform entwickelt: das PDF-Magazin. Optisch an Aufmachung und Layout der Zeitschriften angelehnt, nutzen die kostenlosen PDF-Mags die Vorteile und technischen Möglichkeiten des Portable Document Formats, um ihre Inhalte interaktiv zu präsentieren und neue Herangehensweisen auszutesten. Was dabei herauskommt, ist meistens gestalterisch innovativ, inhaltlich interessant, und nur in wenigen Fällen die 1:1-Kopie eines Printheftes. Thematisch geht es häufig um Design, Illustration, Kunst und eben auch Musik. Unter pdf-mags.com findet man eine riesige, ständig aktualisierte Liste deutscher und internationaler Publikationen; eine Kategoriensuche soll die Sammlung demnächst noch übersichtlicher machen. Interessant sind z.B. goon, mittlerweile schon die 23. Ausgabe mit einem wirklich gelungenen Themenmix aus Mode, Lifestyle, Musik und Kunst, oder DEAD mit vielen Interviews und Plattenreviews, Schwerpunkt Hip Hop. Es lohnt sich jedenfalls, ab und an dort vorbeizuschauen.

Cuemix Magazin

Kostenlose Musikmagazine im PDF-Format sind im Internet zwar nicht gerade eine Rarität, durchaus aber mal lieblos gemacht oder mit Werbung zugekleistert. Anders das Cuemix Magazin, in dem Form und Inhalt gleichermaßen tiefgründig sind und nicht nur auf Hochglanz polierte Oberfläche. Auch die Themenauswahl, sprich: Interviewpartner, sind sorgfältig ausgewählt, in der aktuellen, fünften Ausgabe Jamie Lidell, Underground Resistance, Trentemøller und viele mehr. Der Mix aus deutschen und englischen Texten fällt einem Internet-Vielsurfer wie mir kaum mehr auf. Ob einem das Lesen dieser Formate am Bildschirm gefällt, muss jeder mit sich selbst ausmachen. Ich komme damit schon einigermaßen zurecht. Also einfach mal runterladen und reinlesen. [Danke, DJ TRICK]

The Fader ZineCast

Josh Spear hat in seinem Blogpost den Begriff des "Zinecast" wenn nicht erfunden, so doch in diesem Zusammenhang eingeführt. Worum geht es? Das US-amerikanische Musik-/Kultur-/Fashion-Magazin "The Fader" bietet seit einiger Zeit die komplette Printausgabe auch als PDF-Download an, und zwar eingebettet in Podcast-XML, so dass das jeweils neueste Heft automatisch vom Podcatcher der Wahl gesaugt werden kann. Coole Idee eigentlich, und weil "The Fader" sich vermutlich hauptsächlich über Werbeeinnahmen finanziert (das PDF-Heft beginnt auf Seite 22 von 100, zuvor nur Werbung, und es wird auch kaum weniger), tut es dem Verlag bestimmt auch nicht weh, eher dürfte das Gegenteil der Fall sein. Neben Werbung enthält "The Fader" immerhin auch ein paar ganz interessante Artikel, vor allem aber wirklich gute Fotoserien. Für lau ist da wirklich nichts dran auszusetzen. Übrigens gibt's die Musik, über die im Magazin die Rede ist, ebenfalls als Podcast (hier findet ihr eine Übersicht zum Podcatchen oder Downloaden). [via]

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