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Chiptune Radiohead

Albumcover

Die Idee ist so verrückt, dass sie schon wieder fast zu genial ist. Der YouTuber QuintonSung hat zwei der besten Alben überhaupt, Radioheads "OK Computer" (1997) und "Kid A" (2000), komplett als 8-bit-Versionen aufgenommen und veröffentlicht. Er bleibt dabei, wenn man das überhaupt sagen kann, ziemlich nah am Original, was meistens gut ist, aber auch etwas auf Kosten der Originalität geht und auf Dauer anstrengend ist. Aber gut, Radiohead als Chiptunes war das Ziel, und das hat er lässig erreicht.

Ronny sieht das ähnlich und schreibt:

wer beide Alben hier am Stück durchzuhören schafft ohne danach gegen Wände zu laufen, kann sich beim nächsten Potsdam-Besuch eine Flasche Wodka bei mir abholen.

Die beiden Bearbeitungen gibt's hier bzw. hier auch direkt bei YT zum Anhören und zum Download.

Cylob macht den Radiokopf

Cover von Late In The DayImmer mehr Künstler fühlen sich von Radiohead ermutigt, ihre Musik nach dem Modell "Zahlt, was ihr wollt" im Internet anzubieten. Jüngstes Mitglied in dieser illustren Runde ist Cylob, der seine EP Late In The Day zum Download freigegeben hat. Wenn ihr also auf seinen anspruchsvollen Braindance-Sound steht, solltet ihr zuschlagen und den Paypal-Button nicht vergessen. [via Andreas]

Freie Musik, aufmerksame Blogger und die UK-Charts

Heute geht es wild durcheinander, denn ich bin gleich auf mehrere Kuriositäten und Absonderlichkeiten gestoßen, die ich keinem vorenthalten möchte. Los ohne Umschweife:

Bob Ostertag würden viele als verrückten Professor bezeichnen, schließlich lehrt er an einer kalifornischen Universität. Hauptsächlich ist er aber als experimenteller Audiokünstler bekannt geworden, der wild durcheinander samplete und sich allerlei elektronische Instrumente bastelte, und das schon in den späten Siebzigern des letzten Jahrhunderts. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er alle seine Aufnahmen, an denen er die Rechte besitzt, unter einer Creative Commons-Lizenz. Jetzt ist sein jüngstes Werk w00t erschienen (und hat ein wunderbares Katamari-Cover). Nichts für sensible Gemüter ;-)

Das nächste Fundstück hat mich heute früh zum Schmunzeln gebracht: In Ten ways to get music bloggers to notice your email verspricht das Blog Puddlegum die ultimativen Tipps, wie Labels es anstellen, dass Blogger über ihre Musik bloggen. Eigentlich ist dem nichts hinzuzufügen, außer dass ich (noch?) nicht wirklich in tausenden E-Mails von Plattenlabels ertrinke. Sollte jemand das ändern wollen, bitte das Kontaktformular benutzen und unbedingt die Tipps beherzigen ;-)

Das dritte und letzte Fundstück ist eigentlich schon zwei Tage alt, hat aber heute erst die Runde gemacht, so dass ihr es vielleicht schon kennt. Es dreht sich um die britischen Download-Charts, die im Blog von Last.fm mit deren Wochencharts verglichen werden. Findet ihr den Unterschied? ;-)

So, drei Smilies in einem Posting müssen genug sein, sonst wird es wirklich albern.

Radiohead - In Rainbows

So, nachdem der Rummel um die Veröffentlichung von Radioheads neuem Album In Rainbows etwas abgeebbt ist, können wir ja mal einen kurzen Blick zurück riskieren. Kurz als Zusammenfassung für alle, die es tatsächlich nicht mitbekommen haben: Radioheads Vertrag mit ihrer Plattenfirma EMI war nach sechs gemeinsamen Alben ausgelaufen, einen neuen Vertrag haben die Engländer nicht abgeschlossen. Stattdessen entschieden sie sich, ihr siebtes Album ab dem 10. Oktober 2007 per Download zu veröffentlichen und Anfang Dezember eine aufwändig gestaltete Box mit CDs, 12″s und Booklet nachzuschieben. Den Preis für den Download sollten die Kunden selbst festlegen können. Damit schlägt die "Firma" Radiohead neue Wege ein, steht damit allerdings nicht allein da. Auch Trent Reznors Nine Inch Nails, Prince, Jamiroquai und aktuell Madonna (das Geld wird mit fetten Auftritten gemacht) und Oasis wollen ähnliche Modelle ausprobieren, nichts mehr mit Plattenfirmen zu tun haben (beim Musikdieb gibt's eine längere Liste samt ausführlicher Diskussion).

Doch zurück zu In Rainbows. Viele Fans dürften sich dafür entschieden haben, das Album kostenlos herunterzuladen, denn selbst bei einem geringen Betrag wären noch eine Transaktionsgebühr und der zusätzliche Aufwand für den Bezahlvorgang hinzugekommen. Manche zahlten aber auch deutlich mehr und bekommen dafür jetzt was anderes kostenlos - Werbung. Der massive Ansturm machte die Radiohead-Seite zur meistbesuchten Bandseite in Großbritannien und setzte den Radiohead-Server zeitweise außer Gefecht, teilweise kam es wohl auch zu Verzögerungen bei der Zustellung des Freischaltcodes, aber mittlerweile dürften die meisten das Album haben. In Rainbows ist vielleicht nicht das beste Radiohead-Album bisher, dafür hat die Band die Messlatte einfach schon zu hoch gelegt. Aber es ist auf jeden Fall eines der besseren Alben dieses Jahres überhaupt, so viel kann ich nach ein paarmal Hören schon sagen. Die MP3s sind leider nur mit 160 kbit/s komprimiert, was definitiv unter Standard ist. 192 kbit/s wären angebracht gewesen, viele DJs spielen in Clubs nichts unterhalb von 320 kbit/s. Für diese Qualität zahle ich auch nicht mehr als nichts. Und ob ich mir die - zugegeben sehr ansprechende - Discbox für knapp 60 Euro holen werde? Mal sehen. Aber eins steht fest: Die großen, sprich: finanzstarken Künstler setzen Zeichen, manche sprechen von Revolution, und die Plattenfirmen müssen echt aufpassen (schon wieder!), dass sie die Entwicklung nicht verschlafen.

Radiodread

Langsam aber umso sicherer wird aus Radiohead die meistgecoverte Band aller Gewichtsklassen. Nach dem tollen Exit Music-Album, das uns jazzige Interpretationen von Radiohead-Songs ans Herz legte, eröffnen uns die Easy Star All-Stars jetzt die Offbeat-Seite der Oxforder Superband. Radiodread verschifft alle Songs von Radioheads 1997er Meisterwerk OK Computer auf direktem Wege nach Jamaika. Auf der Passagierliste des All-Star-Dampfers finden sich illustre Gäste wie Horace Andy, Toots & The Maytals, Sugar Minott oder Israel Vibration. Beim Blog For Music Lovers könnt ihr euch "Airbag (feat. Horace Andy)" anhören, im Online-Player könnt ihr Radiodread komplett durchhören. Und solltet ihr dann vor lauter Begeisterung nicht mehr einschlafen können, empfehle ich die Spieldosen-Schlaflied-Version von "No Surprises": Baby Rock Records transforms timeless rock songs into beautiful instrumental lullabies, sending your little one to a slumberland of sweet dreams. Putzig! [via Blog For Music Lovers und infochord]

Video: Mark Ronson feat. Alex Greenwald - Just

Videostill

Meine Vorfreude auf das lange angekündigte Radiohead-Coveralbum auf BBE steigt weiter. Denn zu dem ersten Track, den ich schon vor mind. einem halben Jahr bei Gilles Peterson gehört habe, nämlich "Just" von Mark Ronson feat. Alex Greenwald, ist jetzt ein Video im Netz aufgetaucht, das auf wunderbar amüsante Weise Londoner Graffiti zum Leben erweckt. [via BoingBoing mal wieder]

Update: Ich hätte es wissen müssen; das Video wurde schon zu YouTube hochgeladen. Voilá:

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