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Sammel-Alben 47/12

Weiter geht's mit drei kurzen Albumvorstellungen für diese Woche. Broken Beat, Afro-Jazz und eine Band aus Weimar, von der noch zu hören sein wird.

Tatham,Mensah,Lord & Ranks - Tatham,Mensah,Lord & Ranks

Die Herren Kaidi Tatham, Akwasi Mensah, Matt Lord und Dego Ranks kennt man ja aus den unterschiedlichsten Zusammenhängen (4 Hero, 2000 Black uvm.). Jetzt haben sich die vier zusammengetan und ein gemeinsames Album produziert. Broken Beat-Fans der alten Schule geht das Herz auf:

Revolving seats at keyboard stations, drum kits, programming and more, created a stream of music connected only by the sense of joy. With a history that stretches from the structured worlds of sound systems and national orchestra’s to the chaos of night clubs and blues dances, TMLR have always drawn from a wide range of influences.

Tatham,Mensah,Lord & Ranks in the studio from 2000black on Vimeo.

Lionel Loueke - Heritage

Vor zweieinhalb Jahren stand der Gitarrist aus Benin mit Herbie Hancock auf der Bühne. Sein neues Album, das wieder unverkennbar Loueke-esk afrikanische Traditionen und amerikanischen Jazz verschmilzt, wurde von Robert Glasper produziert, dessen Rhodes-Sound auch auf diversen Tracks zu hören ist. Außerdem mit dabei: Gretchen Parlato, Derrick Hodge und Mark Guiliana an den Drums. Eins der spannenderen Jazz-Alben in letzter Zeit.

Mr. Bugslow - Backyard Cinema

Ein Albumtitel, der das Wort "Cinema" enthält - da weiß man schon, wohin die Reise geht. Im Quartett Mr. Bugslow aus Weimar spielen Musiker, die u.a. auch schon in der Clueso Band und mit Apparat gespielt haben. In der Besetzung Christian Kohlhaas (tb), David Schwarz (key), Philipp Martin (b) und Jörg Wähner (dr) erzeugen Mr. Bugslow ein besonderes Kopfkino. Hier die Tracks des Albums in der Einzelkritik. Danke an Marc von der KonFerenz für die Empfehlung!

Robert Glasper Experiment Live Bootlegs

Der US-amerikanische Jazzpianist Robert Glasper ist bekannt für seine Genre-übergreifenden Live-Shows, Kompositionen, Interpretationen und Kollaborationen. Häufig wird sein Klavierspiel von einem Hip Hop-Beat angetrieben, und Glasper scheut sich auch nicht, mit Rappern wie Mos DefYasiin Bey, Bilal, Phonte, Pete Rock, Q-Tip, Lupe Fiasco, Shafiq Husayn oder gar Kanye West zusammen aufzutreten. Der Fusion von Jazz und Hip Hop hat er in den letzten Jahren neues Leben eingehaucht.

Auf seinem in Kürze erscheinenden Album Black Radio beweist Glasper einmal mehr seine Vielseitigkeit, indem er u.a. Erykah Badu oder Meshell Ndegeocello mit dabei hat und "Smells Like Teen Spirit" neu interpretiert. Na gut, letzteres hätte er sich vielleicht sparen können, aber sei's drum. Vermeintliche musikalische Grenzen sprengt momentan niemand besser als Glasper. Das beweist auch dieses Mixtape auf Soundcloud, das 13 Songs von verschiedenen Auftritten Glaspers (in allerdings höchst unterschiedlicher Soundqualität) zusammenbringt.

Was freue ich mich schon auf Robert Glasper live im Théâtre de la Mer im Juli auf dem Worldwide Festival!

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