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Esbjörn Svensson

Esbjörn Svensson
(cc by-nc-sa) Matthias Gutjahr

Viel zu früh, im Alter von 44 Jahren, ist der schwedische Jazzpianist und -komponist Esbjörn Svensson bei einem Tauchunfall ums Leben gekommen. Bekannt wurde er mit dem bereits 1990 gegründeten Trio, das seinen Namen trug. Weit über den klassischen Trio-Kontext hinaus versuchte das Esbjörn Svensson Trio immer wieder, auch elektronische Klangelemente und Effekte in seinen Sound zu integrieren. Dass der Band dabei desöfteren ein Abdriften ins Poplager vorgeworfen wurde, störte sie nicht im Geringsten. So entwickelte E.S.T über die Jahre einen eigenen, groovenden Sound und ein frisches Auftreten und schaffte es auf diese Weise, auch ein junges Publikum für seine Musik zu gewinnen. Nun ist Svensson, der "Sportler" unter den Jazz-Musikern, ausgerechnet beim Tauchen verunglückt.

Das etwas verwackelte Bild habe ich letztes Jahr im Sommer auf dem North Sea Jazz Festival geschossen, wo ich das Vergnügen und die Ehre hatte, einem großartigen Auftritt des Esbjörn Svensson Trios beizuwohnen. Ich kenne zwar die älteren Platten nicht wirklich, aber gerade das letzte Werk, Tuesday Wonderland, ist sehr zu empfehlen. Mehr zum Tode Svenssons u.a. hier, hier und hier.

Das Schwedische Modell

Sieben schwedische Labels proben den Aufstand. Sie wollen gemeinsam nach neuen Geschäftsmodellen für ihre Musik suchen und dabei Filesharing explizit nicht verteufeln. Filesharing sei nunmal da, und man müsse es einfach akzeptieren. Bisher sind aber noch keine weiteren Details über Ziele und konkrete Ausrichtung Initiative bekannt. [via]

Logo. The Swedish Model

The Swedish Model is a newly created cooperation and discussion platform consisting of 7 Swedish independent record labels. We have a common agenda. We want to restore focus on the music. We believe in the future. We are doing this because we want to bring forward good music and will do this as long as there are creative people. The creative will not stand and fall with an economic model or a physical product.

Mit von der Partie sind folgende Labels: Adrian Recordings, A TenderVersion Recording, Flora & Fauna, Hybris, I Made This, Nomethod Records und Songs I Wish I Had Written

SoundCloud

Irgendwann Ende letzten Jahres flatterte eine weitere Einladung zu einem weiteren Social Network in meine Inbox und ging dort erstmal unter. Beim Aufräumen vor ein paar Tagen ist sie dann wieder aufgetaucht, und so habe ich mich bei SoundCloud mal zur Closed Beta angemeldet, ohne wirklich zu wissen, was sich eigentlich dahinter verbirgt. Um es gleich vorweg festzustellen: SoundCloud ist nicht der x-te MySpace-Klon, funktioniert anders als VIRB° und hat auch andere Ziele als IMEEM - um nur einige wenige aufzuzählen.

Bei Soundcloud geht es vor allem darum, einen neuen Track hochzuladen und diesen dann intensiv zu kommentieren und diskutieren. Das ist sehr elegant und ästhetisch gelöst. Jedes Musikstück wird als Waveform dargestellt, und schon während des Hörens kann jederzeit ein kurzer Kommentar der Marke "Hey, cooler Übergang, und überhaupt die geilen Pads im Background" hinzugefügt werden, der dann gleich an der richtigen Position im Track angezeigt wird. Damit ihr euch das besser vorstellen könnt, hier ein Bild von einem Track:

Ein Track von Markus Enochson mit einigen Kommentaren

Anhören und kommentieren funktionieren schon sehr gut, und "Freunde" finden ist erwartungsgemäß kein Problem. Neben öffentlichen Tracks gibt es nämlich auch solche, die man nur über Freundschaften freigeschaltet bekommt. In einer persönlichen Timeline werden alle neuen Tracks, Kontakte und Kommentare übersichtlich aufgelistet, es gibt sogar so eine Art Charts-Funktion. In der Testphase tut sich naturgemäß noch nicht richtig viel, aber was die schwedischen Gründer, die das Startup in Berlin hochgezogen haben, bisher auf die Beine gestellt haben, beeindruckt mich bisher schon. Was bestimmt auch an den hippen Musikern bzw. angesagten Producern liegt, die bereits angemeldet sind. Ich meine, von vielen hab ich sowieso schon Musik zuhause.

Bei zweinull.cc wird SoundCloud noch etwas genauer beschrieben, und auch neunetz.com hat gerade darüber gebloggt. Oh, und selbstverständlich gibt es ein offizielles Corporate Blog von SoundCloud selbst, und auch die zwei Schweden Eric Wahlforss und Alexander Ljung, die hinter SoundCloud stehen, bloggen ab und zu.

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