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HHV Selected Store, via Supercity

So ganz taufrisch ist die News zwar nicht mehr, aber sie gibt mir die Gelegenheit auf mehrere Dinge hinzuweisen. Zunächst einmal darauf, dass ich, sollte es bei mir mit dem BarCamp Berlin 3 klappen, unbedingt versuchen will, dem Selected Store von HHV einen Besuch abzustatten. Der "alte" Laden von denen ist vielleicht authentischer, aber der neue Store sieht auf den Fotos echt äußerst lecker aus. Ganz besonders freue ich mich darüber, dass die Webseite des Selected Stores ein Blog auf Basis von Serendipity ist und daher nicht nur technisch ganz weit oben mitspielt, sondern auch ein wirklich freshes Erscheinungsbild hat. Viel Whitespace, wie der richtige Laden, und ein funky Blau. Gut gemacht!

Darauf gestoßen hat mich nebenbei bemerkt ein anderes Blog, nämlich das des Wiener Plattenlabels Supercity, gegründet von den Waxolutionists und Manvua als eine Familie, eine Homebase, eine Plattform, ein Kanal, den alle Beteiligten für sich nutzen, ohne dabei ihre künstlerische Selbstständigkeit aufzugeben. Eifrig befüllt wird das Blog von fünf Autoren, darunter auch Manuva selbst, dessen ehemaliges "Blog" noch bei mir in der Blogroll auf der rechten Seite rumhängt (und mittlerweile zu Supercity umleitet). Das erinnert mich dran, dass ich die Blogroll dringend mal wieder aktualisieren muss - verwaiste Einträge rauswerfen, dafür jede Menge spannende neue Blogs rein da.

eMusic-Abo gecancelt

Im Herbst 2006 hatte ich mich bei eMusic angemeldet und konnte seither für monatlich knapp 17 Euro 65 Tracks in guter MP3-Qualität herunterladen. Neben dem beinahe unschlagbar günstigen Angebot - die meisten anderen Shops verlang(t)en das Vierfache - überzeugte mich damals die Auswahl interessanter Labels, die sonst so gut wie nirgends auf einer einzigen Plattform versammelt waren. Damit ist nun (vorerst) Schluss.

Im Bereich des Online-Musikshoppings hat sich seitdem nämlich einiges getan. Das neue Napster ist definitv eine Überlegung wert, last.fm bietet ganze Alben der Majors mehr oder weniger kostenlos an, und die kleinen, feinen unabhängigen Labels konzentrieren sich zunehmend auf andere, spezialisiertere Vertriebskanäle von ithinkmusic über Beatport und Bleep bis zu Dancetracks Digital und Clickgroove. Das macht sich bei eMusic insofern bemerkbar, als dass viele Labels zwar immer noch dann und wann einen Release einstellen, aber bei weitem nicht alles und oft erst Wochen oder Monate nach dem eigentlichen Release-Date. Da war die Versuchung häufig zu groß, woanders shoppen zu gehen.

Was eMusic nach wie vor interessant macht, ist zum einen der sehr umfangreiche Backkatalog in Sachen Jazz. Außerdem werden seit einiger Zeit englischsprachige Audiobooks angeboten, was vermutlich auf Kosten der Musik ging, aber für die eine oder den anderen sicher ganz praktisch ist (auch wenn die Preise dort nicht so günstig sind wie bei der Musik). Zusätzlich gibt es noch viele redaktionelle Zusatzinformationen, aber die brauche ich eigentlich überhaupt nicht. Von daher ist die Kündigung für mich der einzig logische Schritt. Jetzt gilt es erstmal, die anderen Angebote zu sondieren. Wo kauft ihr denn momentan ein bzw. mit welchem Dienst habt ihr gute Erfahrungen gemacht?

Juno goes Germany

Juno LogoUnd es ist weiter Bewegung im deutschen Markt der Online-Plattenläden, also solcher Shops, die (hauptsächlich) Vinyl verkaufen. JunoRecords, einer der führenden britischen Verkäufer, hat beim Blick in seine Kundendatenbank festgestellt, dass ein großer Teil seiner Kunden aus Deutschland kommt. Was also lag näher, als eine deutsche Version des Online-Shops aufzusetzen? Eine spanische Ausgabe gibt's ja auch schon. Sieht so aus, als würde weiterhin noch alles von London aus verschickt und daher erst nach drei bis fünf Tagen eintreffen, aber jetzt aufgepasst: für einen Monat ist der Versand nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz kostenlos. Wann dieses Angebot genau ausläuft, konnte ich leider nicht rausfindenDas Angebot läuft noch bis Ende September, so die prompte (englische) Antwort auf meine (deutsche) Anfrage bei Juno ;-) [via Filter27]

Im Bereich der Download-Shops für Musik, in dem JunoRecords ebenfalls mitmischt, tut sich offenbar seit einiger Zeit nicht mehr viel. Nischen werden zwar noch gefüllt, aber was große Shops angeht, scheint der Markt erstmal voll zu sein. Vielleicht stehen wir auch nur vor einer Konsolidierungsphase ... und nein, ich bekomme nichts für dieses Posting.

Steve Jobs will die Musik befreien

Hier über die aktuellen Vorschläge von Apple-CEP Steve Jobs zur Abschaffung des Digital Restriction Management (DRM) von digitaler Musik zu bloggen heißt vermutlich offene Türen einzurennen. Nach Jobs' Ansicht ist ein Großteil aller Musikdateien sowieso nicht durch DRM verkrüppelt, also sei der Aufwand, den Apple zur Wahrung seiner Verträge mit den Musikkonzernen treibt, eigentlich umsonst. Zumal die Musikindustrie angeblich immer noch 90 Prozent ihrer Musik ohne DRM verkauft, d.h. hauptsächlich auf CD. Nun mag Jobs zwar ein guter Mensch sein, vor allem aber dürfte ihn das Wohl seiner Firma interessieren. Und aus dieser Perspektive wird klar, was Jobs vermutlich wirklich stört: Apple muss große Summen in sein DRM-System investieren; die meiste Musik wird aber illegal aus den Netz geladen, anstatt im iTMS gekauft - denn dann lässt sie sich überall ohne Einschränkung abspielen. Also wäre es doch viel besser, Apple könnte sich die Entwicklungsarbeit und damit bares Geld sparen, die Leute würden trotzdem und noch viel öfter im iTMS einkaufen, und die Konkurrenz in Form von Microsoft und Sony gerät ins Hintertreffen. Aber kann Apple nicht das gleich passieren? Immerhin hat Wal-Mart bei den Video-Downloads schon schneller reagiert (allerdings ein offensichtlicher Schnellschuss: Öffnet mal diese Seite im Firefox). Und DRM-freie Downloadshops verkaufen zwar nicht die Musik der Big Four, aber die DRM-freie Musik der Indies, die gerade dabei sind, als "virtueller fünfter Major" ihre Position zu stärken. Andere, wie etwa Amazon und Limewire, ziehen demnächst nach. Daher mag der Wunsch von Steve Jobs bald Notwendigkeit werden, radikal ist er indes nicht. Fest steht jedenfalls: Es tut sich was auf dem digitalen Musikmarkt.

Update 08.02.07: Die Debatte nimmt Fahrt auf.

Neues von Simfy und Juno

In Sachen Kauf von Musikdateien übers Internet bin ich auf zwei Weiterentwicklungen gestoßen. Simfy.de, einen Preisvergleich für Online-Musikshops, hatte ich vor einem Vierteljahr schon einmal angesehen. Jetzt berichtet Filter27 über Simfydj.com, eine für DJs und den Bereich der elektronischen Tanzmusik maßgeschneiderte Variante des Dienstes. Das Logobunny trägt nun coole Sunglasses, Preise werden auf Wunsch in € umgerechnet, und die Auswahl der Shops wurde genregerecht zugeschnitten und umfasst auf den ersten Blick alle wichtigen Optionen, sprich Shops. Wer regelmäßig MP3s über Netz kauft, sollte sich Simfy DJ unbedingt bookmarken.

Schon vor fast genau einem Jahr habe ich hier im NUMBlog gemeldet, dass der bekannte britische Plattenversand Juno Records einen Downloadbereicht plant. In der Zwischenzeit ging Juno Download online und ist einer der am professionellsten gemachten Onlineshops in diesem Bereich: MP3s gibt es in zwei Qualitäten (192 und 320kBit/s), wahlweise benachrichtigen ein RSS-Feed oder ein E-Mail-Newsletter über Neuerscheinungen, die Suchfunktion funktioniert bestens und sehr interessant sind auch immer die Verkaufscharts und die Übersicht über die New Releases der letzten acht Wochen (die letzten drei Links beschränken sich hier auf die Kategorie Broken Beat). Einziger Wermutstropfen: das britische Pfund ...

Beatmatcher: Welche Musik wo downloaden?

Sowas ist doch schön. Da wird im Forum von dnbszene.de auf einen meiner Beiträge verlinkt, und im weiteren Verlauf des zugehörigen Threads finde ich den Link zu Beatmatcher. Beatmatcher ist eine Datenbank, die man auf Verknüpfungen von Labels und Online-Downloadshop hin durchsuchen kann. Suche ich also nach Musikfiles von einem bestimmten Label, etwa Sonar Kollektiv, spuckt mir die Suchmaschine von Beatmatcher sechs Shops aus, bei denen ich Releases der Berliner erwerben kann. Andersrum funktioniert es zwar auch, aber es ergibt so weniger Sinn: Wähle ich einen der momentan 31 ausgewerteten Shops aus, erhalte ich eine Liste aller dort erhältlichen Labels. Sinnvollerweise scheint die Auswahl der MP3-Shops auf solche beschränkt zu sein, die ihre Dateien DRM-frei vertreiben. Auch Flatrate-Angebote wie Napster oder Emusic sind außen vor.

So simpel und spartanisch die Suche noch daherkommt, so praktisch ist sie bereits jetzt für Fans elektronischer Musik, die auf kleinen, schwer erhältlichen Labels erscheint. Wird die Datenbank aktuell gehalten und der Umfang der durchsuchbaren Shops noch größer, dann könnte sich Beatmatcher durchaus etablieren. Was dann allerdings immer noch fehlt, ist ein aktueller Preisvergleich. Aber der erste Schritt dahin ist getan.

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