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Eine Zukunft ohne DRM (und ohne A&R)?

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 2. April 2007

Die Spatzen pfiffen es von den Dächern, und nun ist es soweit: Mit EMI verzichtet der erste Major auf DRM und verkauft seine unverkrüppelten Musikdateien zunächst auf iTunes. Auf heise sind die Ankündigung von EMIs CEO Nicoli und deren mögliche Ursachen und Folgen schön zusammengefasst. Auch die Blogosphäre brummt mächtig. EMI und iTunes sind den anderen Großen jetzt also einen Schritt voraus und folgen damit vielen Indies und kleineren Online-Shops. Jetzt bitte noch eine größere Auswahl an Dateiformaten (sprich: Ogg, FLAC) und bessere Preise. Geht doch.

Neue Töne kommen währenddessen auch von einem anderen Major, nämlich Sony. Dort will man in Zukunft keine Demo-CDs mehr sehen, sondern ermutigt Bands, ein eigenes Blog bei Sony einzurichten und dort Songs und Videos hochzuladen. Die klassische A&R-Jobbeschreibung ändert sich also radikal, bis 2010 will Sony auch die Beziehung zu den gesignten Künstlern auf eine neue Basis stellen. Künstler sollen Partner in einem Joint Venture mit Sony werden, die Erträge werden dann 50:50 aufgeteilt. Offenbar wurde bereits jetzt schon der erste 50-50 on everything-Deal abgeschlossen. Wie netzonfire schreibt, gilt das aber bisher nur für UK. Trotzdem ein bemerkenswerter Strategiewechsel, sofern es sich dabei nicht um einen Aprilscherz gehandelt hat.

For Majic Eyes Only

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 24. Oktober 2006

Majestic 12 habe ich ja schon vorgestellt. Am Freitag kommt endlich das Album For Majic Eyes Only in die Läden, und soeben ist auch die neue Single "With You" erschienen, der kein Geringerer als Xavier Naidoo seine Stimme geliehen hat. Ich bin eigentlich gar kein Freund von Xaviers Musik und insbesondere seiner "Botschaft", aber hier hat er seine Sache gut gemacht. Doch seht und hört selbst:

Das über 50-minütige Album, erschienen auf dem Mannheimer Label Beats Around The Busch, wird jedem gefallen, der auch mit dieser Single etwas anfangen kann. Ein Saxofon im Albumintro gibt die jazzige Marschroute vor, der Sound bleibt abwechslungsreich instrumentiert, warm und organisch. Hier mal ein Cello, dann wieder eine sick trumpet. Bei "Superstar" wird das Quincy Jones-Sample, dem Nightmares On Wax schon zu Berühmtheit verholfen haben, erfolgreich in einen neuen Kontext gebettet. In der Mitte wird die ziemlich perfekte Produktion der Scheibe dann zwar etwas zu glatt und zu offensichtlich. Aber spätestens der 10. Track, das Cover von Gershwins "Nice Work If You Can Get It", lässt wieder aufhorchen. Deeeeper Bass, die tolle Stimme von Madam Majestic, und überhaupt der Sound heben die Platte aus dem Einheitsbrei heraus.

BatB hat mit dem Signing von Majestic 12 ein gutes Gespür bewiesen - und nicht zuletzt auch damit, mir diverse Tonträger zukommen zu lassen ;-) Will sagen, man zeigt sich auf der Höhe der Zeit, indem man Weblogs wie dieses hier in die Promoaktivitäten einbindet. Auf der Platte prangt auch das Label der Mutterfirma SonyBMG, wo man mit den neueren Webentwicklungen doch eher angestrengte Probleme hat:

"For Majic Eyes Only" vollständig lesen

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