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Ein paar Netaudio-Leckerbissen

Lange keine neue Netlabel-Musik mehr vorgestellt, aber das Album "Debut" von Lavajaz, erschienen bei spontanMusik, muss sein, auch weil es sich etwas wegbewegt vom bisherigen minimalen Microfunk des Labels. Tatsächlich sind auf Debut analoge Instrumente zu hören, und ab und an klingen deutlich jazzige Passagen durch. Lavajaz ist ein Projekt von spontanMusik-Mastermind Tobias Lorsbach aka keinzweiter. Releasedate ist eigentlich erst morgen, aber auf Bandcamp ist das Album schon jetzt für schlappe 3 Euro zu haben. Und reinhören könnt ihr natürlich hier:

Auch schön: Die 4-Track-EP von Orlando15 mit dem grammatikalisch seltsamen Namen "AlbumcoverI'm Build A Bicycle". Angejazzter instrumentaler Hip Hop aus Russland, leider ein bisschen kurz geraten. Google Translate übersetzt die Intention von Orlando15 folgendermaßen aus dem Russischen:

Das Album ist in meiner Vorstellung, wie ein Tag im Leben eines Jungen aus den Vorstädten, die den Tag auf dem Fahrrad gerollt wird, und der Abend nach Hause kommt und hört alten Jazz

Alles klar? Alles klar!

Und schließlich gibt uns das Rae Davis-Album "Positive Thinking!" die dringend benötigte Durchhalteparole in diesen JMStV-verseuchten Zeiten. Und das jugendfrei und zum absoluten Nulltarif. Die Platte ist zwar von 2008, aber klingt fresh und passt musikalisch irgendwo ins Spektrum zwischen den beiden oben genannten Releases. Erschienen auf dem hispano-texanischen Label Exponential Records. Ja, sowas gibt es.

Gefunden hier, hier und hier.

Netlabel-Interview: spontanMusik

spontanMusikHeute ist für mich ein ausgesprochener Netlabel-Tag, ich höre seit Stunden neue Releases durch und klicke mich durch die einschlägigen Seiten. Auf netlabels.de hat mo. eine neue Serie mit kurzen Interviews gestartet, in denen Netlabel-Macher ein bisschen über sich erzählen. Den Anfang macht ausgerechnet spontanMusik aus Mainz, das Netlabel von Keinzweiter und ed.arcade, und muss deshalb auch an dieser Stelle gewürdigt werden. Wie wohl für die meisten Netlabels gilt auch für die Macher hinter spontanMusik:

Jedes Release, jedes Event, jede Performance [ist] ein Ereignis und ein Gewinn für sich, für das sich das alles gelohnt hat.

Die Netlabel-Szene wird immer größer, deshalb ist es sicher richtig, einzelne, herausragende Labels zu featuren. Die knappe Form des Interviews ist schon ok so, mehr Text liest ja sowieso keiner, und außerdem gibt's dazu ja noch eine feine Playlist, die ihr hier in einem neuen Player-Fenster starten könnt. Die läuft jetzt schon eine ganze Weile bei mir im Hintergrund, kommt sehr entspannt - nicht im Sinne von chillig, sondern im Sinne von gekonnt microfunkig!

Bald gibt es an dieser Stelle noch mehr Netlabel-Content, z.B. über den Free! Music! Contest und die Party dazu. Ich glaube, ich muss auch bald mal wieder eine Netaudio-Selection bei Mixcloud hochladen, die letzte ist fast ein halbes Jahr alt. Genug Material habe ich heute jedenfalls gefunden.

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