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Steffen Wick - Piano Particles

Geschrieben von Matthias GutjahrMittwoch, 21. Juli 2010

Steffen Wick

Neulich auf der CnB10 habe ich nicht nur viele Eindrücke über den Stand der Dinge in der Musikindustrie gesammelt, sondern auch jede Menge nette Menschen getroffen. Einer von ihnen ist Simon Detel, eine Hälfte der Ideenwerkstatt Widemusic aus Stuttgart und dort kreativer Partner des Komponisten und Pianisten Steffen Wick. Gemeinsam haben sie das Album "Piano Particles" geschaffen. Simon hat mir sofort eine Kopie in die Hand gedrückt.

Piano Particles kombiniert, worauf der Titel schon anspielt, zarte Klavierpassagen mit sachten Einwürfen von diversem Schlagwerk wie der Marimba, Holzbläsern, Cello oder Gesang. Das Piano steht allerdings ganz klar im Vordergrund, und das ist auch richtig so. Wick lässt sein Instrument mit wenigen Anschlägen den Raum füllen und schichtet Lage um Lage übereinander. Die sehnsuchtsvollen Melodien perlen aus den Lautsprechern und erzeugen einen einen meist überzeugenden Spannungsbogen.

Man ist geneigt, in jedem der 14 Stücke eine kleine Geschichte zu suchen, sich einen kurzen Film auszumalen, der fast immer rein instrumental begleitet wird. Wie das klingen (und aussehen) kann, visualisiert mit Formen und Farben zeigt das folgende Video:

Wer sich das ganze live anhören und ansehen möchte: Am 28.09.2010 findet im Theaterhaus Stuttgart ein Konzert zum Album statt, das von einer eigens dafür kreierten Bühneninstallation begleitet wird.

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Latin-tinted, gleeful Breakbeats

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 1. Juli 2008

Es gilt, ein junges Label aus einem kleinen pfälzischen Dorf ins Scheinwerferlicht zu zerren: Galopp-Records aus Kaiserslautern nämlich haben ihre zweite Single herausgebracht. Unter dem Titel Circus bringen uns die beiden Frohlocker, die mir schon häufiger durch ihre exzellenten Mixe den Tag versüßt haben, eine funky Breakbeat-Nummer mit hörbar lateinamerikanischem Einschlag, überraschenden Samples und einer hartnäckigen Hookline.

Die Originalversion ist für sich allein ein schon ein fetter Sommerhit, und auch die beiden Remixe vom Münchner Dusty und vor allem von den Stuttgartern Dublex Inc. (war bei euch nicht mal von einer neuen Platte die Rede?) haben den Groove mit Silberlöffeln gefressen.

Mehr über die Frohlocker und das (Schweins-)Galopp-Label könnt ihr in deren Blog erfahren. Circus gibt es als 12″ im gut sortierten Scheibenhandel oder in digitaler Form bei den einschlägigen Online-Dealern. Ich selbst bin auch erst über den Newsletter von juno.co.uk darauf aufmerksam geworden, dabei liegt das Gute hier mal wieder so nah. Damn!

Die Kunst der Inspiration

Geschrieben von Matthias GutjahrSonntag, 11. Februar 2007

Das Kunstwochenende war sehr inspirierend. Die Vernissage hat sich in jedem Fall gelohnt, mit soviel Andrang hätte ich gar nicht gerechnet. Mir haben die ausgestellten Bilder sehr gut gefallen, und ich hatte den Eindruck, dass ich damit nicht alleine war. Die Galerie Deck selbst ist ebenfalls ein sehr sympathischer Ort (Danke übrigens an Mario für den Tipp mit dem leckeren Italiener). Nebenbei hat sich der Besuch in Stuttgart auch insofern gelohnt, als dass meine Schreibtischplatte jetzt auf deutlich stabileren Füßen steht :-)

Gestern hängten wir noch einen Besuch im Baden-Badener Museum Frieder Burda dran, das gerade eine Sigmar Polke-Retrospektive zeigt. Polke hat bereits in den Sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zitiert, ge-remixt und ge-mash-upt, was das Zeug hergab, etwa Vorlagen von Dürer und Breughel oder Zeitungsartikel und -fotos. Alles Techniken, die im Hip Hop und der elektronischen Musik ihre Fortsetzung fanden und finden, und deren Beschränkung eben doch auch die künstlerische Kreativität einengt. Ich glaube nicht, dass Polke jedes Sample in seinen Bildern vorher abklären musste. Aber gut, dieses Thema ist zu komplex und zu kontrovers, um auf einigen Zeilen abgehandelt werden zu können. Nur waren das so Gedanken, die mir in der Ausstellungen durch den Kopf gingen. Wie gesagt, ein sehr inspirierendes Wochenende.

Sparziergang am Strand No. 4

Geschrieben von Matthias GutjahrFreitag, 9. Februar 2007

Heute Abend weile ich - wie aufmerksame Betrachter meines Blogs mit Blick auf die Sidebar sicher schon vermutet haben - in Stuttgart auf einer Vernissage in der Galerie Deck. Dort stellt Johannes Einfalt vom 13. Februar bis zum 18. März seine Bilder aus, und heute gibt's eine kleine Einführung (und hier auch eine zum Lesen). Stuttgartern bzw. Besuchern der schwäbischen "Metropole" sei diese Ausstellung schon jetzt wärmstens ans Herz gelegt.

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