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Collective Improvisation #2

  • Gewohnt ausführlich und detailliert stellt thelastbeat die besten Alben und Singles aus 2013 vor. Obendrein werden auch noch Compilations, Mixes und die "Aktion des Jahres" gekürt. Unbedingt lesenswert. Der Umfang des Jahresrückblicks macht mich fast schon neidisch, und ich habe da jede Menge Musik entdeckt, die ich im zu Ende gehenden Jahr wohl übersehen habe.
  • Auch die Machtdose-Autoren haben ihre jeweilige Jahres-Top 10 umfänglich beschrieben: Die Plätze 10-7, 6-4, 3, 2 und schließlich 1 inklusive der Top 10-Tracks.
  • Die Paris DJs haben zu Weihnachten die Reggae Reworks Vol. 1: Masters Of Soul zum Pay-what-you-like Download online gestellt. Und überhaupt haben die auf ihrer Bandcamp-Seite einige Schmankerl im Angebot, die bislang völlig an mir vorbeigegangen sind.
  • Auf Tokyo Dawn Records erscheint der vermutliche letzte Release des Jahres: Pugs Atomz - Bama Pi. Als Features mit dabei sind u.a.: DJ Vadim, Simbad, Moodyman, Mr. Dibiase uvm. Gewohnt hohe Qualität!
  • Und dann war da noch die Story, dass Iron Maiden die Daten der Torrent-Downloads ihrer Musik geographisch ausgewertet und in den Städten mit den meisten Downloads ausverkaufte Gigs gespielt hätten. Hat sich leider als Fake herausgestellt. Warum das für viele eine Enttäuschung war, steht bei Torrentfreak.

Bloggenswertes der letzten Tage

Da ich in den letzten Tagen meine Feeds nur sporadisch gecheckt habe, ist jetzt einiges zusammengekommen, das ich in aller Kürze bloggen möchte. Da wäre zunächst 2nd rec, das kleine, feine Label aus Hamburg, das sich Radiohead zum Vorbild nimmt und seinen Backkatalog auf CD verschenkt … bzw. den Kunden nach eigenem Ermessen bezahlen lässt. Nicht nur Eikman hegt leise Zweifel, ob das im Sinne des Labels funktionieren wird. Aber gut, vielleicht und hoffentlich wird das Risiko ja belohnt.

Apropos Eikman: Der Gründer von #thelastbeat.com wird für einige Zeit in der hochherrschaftlichen Redaktion der de:bug arbeiten, Glückwunsch dazu! Glückwünsche auch an die freie Hörbuchsammlung Librivox, die jetzt das Tausendste von Usern für User gelesene Buch bereitstellen kann. Um große Dateien, etwa komplette CD-Abbilder im Netz bereitzustellen bietet sich nach wie vor das BitTorrent-Verfahren an. Laut einem Interview mit Peter Suende von Europas größtem BitTorrent-Tracker thepiratebay.org ist mittlerweile ein neues Protokoll in Arbeit, dessen Dateiformat die Endung .p2p haben soll.

Und dann gibt's da noch eine Blog-Neuentdeckung: Bei information aesthetics dreht sich alles um die Visualisierung von Daten und um visuelle Kommunikation. Ein dort vorgestelltes Beispiel ist die Gracenote Music Map. Wenn irgendjemand auf der Welt eine CD in sein CD-ROM-Laufwerk einlegt und sie mit einem der gängigen Mediaplayer abspielt, ist die Chance groß, dass die Titel der CD per CDDB bei Gracenote abgefragt werden. Dort wird nun eine Top 10 pro Land berechnet und auf einer Weltkarte angezeigt. Das kann sehr aufschlussreich sein, wenn im Irak beispielsweise Linkin Park ganz weit oben steht. Vermutlich putschen sich die Blackwater-Söldner vor ihren Einsätzen so auf und surfen mit irakischen IPs - oder wie ist das zu erklären? Egal, bleiben wir zum Ende friedlich. Welche Rolle und vor allem Töne klassische Orchestermusiker spielen, wird hier anschaulich gezeigt.

thelastbeat erfindet sich neu!

thelastbeat ist ein Blog, das ich schon eine gefühlte Ewigkeit verfolge und das in der Tat ein paar Wochen älter ist als das NUMBlog. Wobei, so ganz stimmt der erste Satz nicht mehr, denn thelastbeat hat sich relauncht und dabei neu erfunden. thelastbeat will nicht mehr nur einfach ein Weblog sein, sondern magaziniger werden. Sprich: Mehr Reviews, Interviews, Künstler- und Labelvorstellungen, kurz professionellerer Content. Und das ist auch gut so. Weblogs sind mittlerweile eine etablierte Größe, auch wenn sie hierzulande von der Masse noch immer nicht adäquat wahr- und ernstgenommen werden. Gut möglich, dass das auch an den Blogs selbst liegt, die allzuoft inhaltlich und strukturell nicht stringent genug daherkommen (wollen). Natürlich darf jeder mit seinem Blog machen, was er will, darf sich dann aber auch nicht über (ausbleibende) Reaktionen beschweren.

Welcher Weg der richtige ist, muss zwischen Bloggern, Lesern, und - in diesem Fall - Musikern und Labels erst noch verhandelt und herausgefunden werden. Aber thelastbeat 3.0 mit seinem klaren Design, der übersichtlichen Struktur, der verdoppelten Mannschaft (neben Gründer Eikman bloggt dort nun auch Coicoi), dem Beatcast mit aktueller Musik und neuen, spannenden Inhalten macht definitiv einen Schritt in die richtige Richtung. Ich wünsche thelastbeat jedenfalls weiter zunehmenden Erfolg, wachsende Berühmtheit und überhaupt mindestens die Weltherrschaft. Oh, und die Tagline "sympathy for disruption" ist ja wohl genial!

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