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Collective Improvisation #2

  • Gewohnt ausführlich und detailliert stellt thelastbeat die besten Alben und Singles aus 2013 vor. Obendrein werden auch noch Compilations, Mixes und die "Aktion des Jahres" gekürt. Unbedingt lesenswert. Der Umfang des Jahresrückblicks macht mich fast schon neidisch, und ich habe da jede Menge Musik entdeckt, die ich im zu Ende gehenden Jahr wohl übersehen habe.
  • Auch die Machtdose-Autoren haben ihre jeweilige Jahres-Top 10 umfänglich beschrieben: Die Plätze 10-7, 6-4, 3, 2 und schließlich 1 inklusive der Top 10-Tracks.
  • Die Paris DJs haben zu Weihnachten die Reggae Reworks Vol. 1: Masters Of Soul zum Pay-what-you-like Download online gestellt. Und überhaupt haben die auf ihrer Bandcamp-Seite einige Schmankerl im Angebot, die bislang völlig an mir vorbeigegangen sind.
  • Auf Tokyo Dawn Records erscheint der vermutliche letzte Release des Jahres: Pugs Atomz - Bama Pi. Als Features mit dabei sind u.a.: DJ Vadim, Simbad, Moodyman, Mr. Dibiase uvm. Gewohnt hohe Qualität!
  • Und dann war da noch die Story, dass Iron Maiden die Daten der Torrent-Downloads ihrer Musik geographisch ausgewertet und in den Städten mit den meisten Downloads ausverkaufte Gigs gespielt hätten. Hat sich leider als Fake herausgestellt. Warum das für viele eine Enttäuschung war, steht bei Torrentfreak.

Sammel-Alben 51/12

Zum Jahresende hin wird es schwierig, neue, hörenswerte Alben herauszusuchen. Alle sind mit Jahresrückblicken, Best-Of-Listen oder Weltuntergängen beschäftigt. Dazu noch Weihnachtseinkäufe und meine jüngste Ingress-Sucht ;-) Nicht einfach, wie gesagt, aber trotz allem möchte ich euch zwei Alben ans Herz legen.

Hiatus Kaiyote - Tawk Tomahawk

Wenn Erykah Badu das twittert, dann muss an Hiatus Kaiyote irgendwas dran sein. Die Band aus Melbourne, gegründet Mitte 2011, hat im April ihr Debütalbum "Tawk Tomahawk" auf Bandcamp veröffentlicht. Die siebenköpfige Band schüttelt spielerisch leicht Future Beats und Neo-Soul aus dem Ärmel, die Stimme von Leadsängerin Nai Palm nimmt einen sofort gefangen. Mittlerweile hat die Band vor allem in den USA, aber auch in UK und dem Rest der Welt zahlreiche Anhänger. Der Titel "Nakamarra" dürfte daher in diversen Jahresendcharts auftauchen.

Hier das komplette Album im Bandcamp Player:

Bereits vor zwei Monaten hat Wax Poetics ein Remix-Album mit dem Titel "Tawk Takeout: Tawk Tomahawk Remixed" initiiert. Das nenne ich mal eine steile Karriere.

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Sammel-Alben 46/12

Ich möchte mein Glück mit einer Art "Serie" versuchen, die ich einer spontanen Eingebung folgend "Sammel-Alben" genannt und mit der aktuellen Kalenderwoche versehen habe. Dabei möchte ich - nicht zwingend im wöchentlichen Rhythmus, anders als die Kalenderwoche suggerieren mag - in einem Blogpost mehrere gute, neue oder sonstwie erwähnenswerte Alben kurz vorstellen: je nachdem mit Cover, Player und kurzem Text, oder wenn es schnell gehen muss, auch einfach per Link auf andere Blogs (es wird sowieso nur noch viel zu selten verlinkt heutzutage). Ich gestehe, ich bin eher der Alben-Hörer; einzelne Tracks, Mixtapes usw. findet ihr woanders reichlich, schaut einfach mal in die Blogroll rechts.

Meine Motivation: Ich höre einfach so viel tolle neue Musik oder entdecke großartige alte Platten wieder, finde aber selten die Zeit, ausführlich drüber zu schreiben. Dabei bin ich fast immer der Meinung, dass die Welt (= meine wenigen Dutzend Leser) von dieser Musik hier im Numblog erfahren sollte. Am liebsten würde ich solche Kurzreviews wieder im Rahmen einer Online-Radiosendung oder eines Podcasts hörbar machen, aber die Gebühren für die Verwertungsgesellschaften kann und will ich mir nicht leisten. Ich bin selbst gespannt, ob dieses Experiment funktioniert. Also los:

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The Boogie Vol. 3

Cover

Neuer Sampler von Tokyo Dawn Records: The Boogie Volume 3. Namedropping: Amalia, DJ Vadim, Stacy Epps, Opolopo, Yam Who, Wagon Cookin, Erik Rico, Colonel Red und viele andere. Hört ich die Preview unten an, der Sound sagt mehr als viele Worte. Beim nächsten Mal werde ich wieder ausführlicher, versprochen :-)

Label Love Vol. 4

Cover Label Love Vol. 4

Label Love is an eclectic yet unified bundle of unique sounds compiled simply for the love of sharing them with the universe - each track plucked and presented by label heads from All City Records, BBE Music, Brownswood Recordings, Daptone Records, Kindred Spirits, Now Again, Record Breakin’, Tokyo Dawn Records, Tru Thoughts Recordings, and Ubiquity Records.

Wenn sich zehn meiner absoluten Lieblings-Plattenlabels zusammentun, um eine gemeinsame Compilation zu veröffentlichen, und diese auch noch kostenlos bei Bandcamp anbieten, dann muss ich keine Sekunde vorhören, sondern klicke nach maximal 1.4s direkt auf "Download". Denn "Label Love Vol. 4" enthält 17 Tracks von altegedienten Helden und vielversprechenden Newcomern einmal quer durch die Labelroster. Der kleinste gemeinsamer Nenner und gleichzeitig die größte musikalische Bandbreite, destilliert auf einen Sampler.

Wer wirklich glaubt, erst noch reinhören zu müssen, bitte, bitte, geht ja auch. Aber dann trotzdem downloaden, versprochen? Kostet nur eine E-Mail-Adresse, ich denke, die ist es wert!

Portformat - Entropy

Albumcover

Das Cover von Portformats neuem Album Entropy zeigt den Umriss eines Kopfes, der von Sternen und Galaxien ausgefüllt ist. Unendliche Weiten, die der menschliche Genius erreichen kann - oder die nur in unseren Köpfen erschaffen werden und existieren können? Oder, um Arrested Development zu zitieren:

Space ain't man's final frontier. Man's final frontier is the soul.

Der Titel, Entropy, wiederum verweist auf den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik. Wer sich damit auseinandersetzen möchte, sollte sich in die Wikipedia einlesen oder sich Thomas Pynchons Kurzgeschichte "Entropy" zu Gemüte führen. Damit aber genug der Theorie ;-)

Entropy ist das zweite Album, das Portformat auf Tokyo Dawn veröffentlicht hat, und wie auch der Vorgänger "The Repeat Factor" exzellent produziert. Tief im Kosmos von Hip Hop verwurzelt, aber durch Wurmlöcher mit elektronischen Welten, Dubstep-Clustern und Planeten der Klasse R&B verbunden, fliegen die 18 Tracks mit Warp-Speed durchs imaginierte All. Dazu kommen Vocals von Alicia Renee, Georgia Anne Muldrow & Dudley Perkins[1], Amalia, Colonel Red, Stan Smith, Miles Bonny, Shuanise und vieler anderer Vokalisten aus dem Tokyo Dawn-Universum.

Das sollen jetzt genug Weltraum-Wortspiele gewesen sein. Entropy klingt nämlich auch sehr down to earth, aber eben immer mit einer verträumten, spacigen Note, und reitet meist auf einem fetten Beat. Im Folgenden könnt ihr in alle Tracks schon mal reinhören:

[1]Georgia Anne Muldrow und Dudley Perkins sind ja auch beim Label SomeOthaShip(!!) sehr aktiv.

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