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Goodbye Domu!

Domu. Nur einer von vielen Namen, unter denen Dominic Stanton großartige Musik machte. Domu war ein Urgestein der Broken Beat-/Urban Dance-Szene, eine wichtige treibende Kraft weit über das Genre hinaus. Und nun hat Domu keine Lust mehr, keine Energie mehr für den täglichen, harten Kampf im Musikbusiness. Das Business, das seine Liebe zur Musik vielleicht nicht zerstört, es ihm aber offenbar unmöglich gemacht hat, weiter Musik zu produzieren, zu remixen, Platten aufzulegen. Sein Einfluss ist unbestritten, man muss sich bloß einmal seine Diskographie ansehen, um zu erkennen, was der Musik verloren geht.

So tragisch dieser Moment auch sein mag, so unterschiedlich die Reaktionen im Blog seines Labels TrebleO, auf Twitter und in zahlreichen Blogs ausfallen mögen, eins finde ich bemerkenswert: Domu hat den Mut bewiesen, sich zurückzuziehen, auf einen Neuanfang zu setzen und seine Gründe dafür öffentlich darzulegen. Es ist seine freie Entscheidung, und ich bin der festen Überzeugung, die richtige Entscheidung. Wer von uns hat denn den Mumm, nach zehn Jahren harter Arbeit den immergleichen Trott zu durchbrechen und etwas völlig Neues zu wagen? Ich möchte hier keine Parallelen zum unendlich viel tragischeren Fall Enke ziehen, denn Mr. Stanton sucht sich einfach nur einen neuen Job. Aber der Vergleich drängt sich mir in den Hinterkopf. Deswegen sollte man Domus Entscheidung respektieren und im alles Gute für die Zukunft wünschen; aber man sollte nicht versuchen, ihn mit aller Macht dazu zu überreden zu wollen, um jeden Preis weiterzumachen. Die Liebe zur Musik stirbt nicht so leicht, und wenn es an der Zeit ist, wird Domu sie auch wieder spüren - auf diesen Moment freue ich mich schon jetzt! Darum schleicht sich in die graue Tristesse auch langsam ein bisschen Optimismus ein, und in dieser eigenartigen Stimmung möchte ich noch einen wunderbaren Domu-Mix von 2006 mit dem passenden Titel "When I'm feeling down" verlinken: Domu%20:%20When%20I%27m%20Feeling%20Down.mp3 . Thanks for it all, Domu!

Soulparlor goes TrebleO

Dieses Posting muss ich nun wohl endlich mal schreiben: Heute Nacht kam eine etwas seltsame E-Mail bei mir rein, Absender war Frank von den Soulparlor-Jungs, Inhalt nur ein Link: zu herecomestreble.com. "Kenne ich doch schon", dachte ich mir, und: "Seltsam, da will ich doch schon seit Wochen drüber bloggen." Zur Erklärung: Here Comes Treble ist der Titel nicht nur eines Blogs, sondern auch der Titel einer ersten Compilation des Labels TrebleO von Domu, Shift, Soza und Marin. Bis zum Erscheinen der Compi werden auf der zugehörigen Minisite die darauf vertretenen Künstler vorgestellt, Einblicke in die Produktion gewährt oder das Artwork gezeigt. Soweit die bemerkenswerte Strategie des Labels, das als reines Online-Labels gestartet war, nun aber auch Vinyl in limitierter Auflage anbietet.

Die zweite bemerkenswerte Tatsache ist, dass auf Here Comes Treble auch Soulparlor mit dem Track "Future Funk" vertreten sein werden (anzuhören hier). Für alle, die nicht aus dem Rhein-Main-Gebiet kommen und daher Soulparlor vielleicht noch nicht kennen, gibt's einen Minicast-Mix zum Kennenlernen. Aber damit noch nicht genug: Auf der artist page wird für 2008 ein komplettes Album der Red Cat-Residents angekündigt! Der Beginn einer steilen Karriere?!

Wer möchte, kann sich den Mix auch hier anhören: volume_03.mp3 , die Tracklist steht hier in den Kommentaren. Viel Spaß, und ich werde natürlich versuchen, euch auf dem Laufenden zu halten.

Futureboogie-Mix von Eddy Ramich

Eddy Ramich ist DJ und eine Hälfte von Eddy meets Yannah. Das Duo aus Zagreb hat auf Compost gerade seine erste eigene Platte Once In A While veröffentlicht, mit so illustren Gästen wie Earl Zinger und Capitol A. Bei Futureboogie gibt's jetzt passend ein feines Mixtape von Eddy Ramich zum Download. Leider steht dort nicht, welche Songs Eddy da zusammengemischt hat, deshalb hier:

die Tracklist:
  1. Sygaire – Boogie Sketch
  2. Right Direction – Midnite Rhythm (Simbad Edit)1
  3. Kutiman – Fallin (DJ Day Mix)2
  4. Part Time Heroes - ?
  5. Amadeo Tomassi – Brasilia (Yosaku Edit)
  6. Anthony Nicholson – Ahh Sabu
  7. Blackjoy – Metal Bossa (Restless Soul Mix)
  8. Clarisse Muvemba – Roses (Bangana Mix)3
  9. ISoul8 – How I Feel (Just One Mix)
  10. Eddy Meets Yannah feat. Capitol A – Losing Wings (Koolade Mix)
  11. Nicola Kramer – All These Times4

Feine Auswahl, die sich sehr gut in einem Rutsch durchhören lässt. Zu einigen der Titel habe ich Fußnoten angehängt … kurze Infos, die für einen eigenen Blogeintrag nicht genug hergeben; wollte das einfach mal ausprobieren.

  1. Watch out for Simbad album "Supersonic Revelation" on Raw Fusion (kommt im November)
  2. Kutiman-Album kommt am 26. Oktober auf Meltin Pot Music, auch das wird bestimmt gut
  3. Auf dem kleinen schwedischen Label Heya Hifi erschienen. Mal im Auge behalten.
  4. Digital only-Release auf Domus Label TrebleO. Mehr dazu hoffentlich demnächst.

Domu kommt nach Mainz

Broken Beat-Großmeister, DJ, Labelboss, Remixer, Producer, und seit kurzem auch Ehemann: Produktiv tätig unter den durchaus klangvollen Pseudonymen Bakura, Rima, Sonar Circle, Umod und Yotoko hat das Multitalent Dominic Stanton seit seinem ersten Release auf 2000 Black im Jahre 1999 vor allem unter dem Namen Domu für Furore gesorgt. Vor gut einem Jahr erschien sein Album Return of the Rogue, aber Domus kreativer Output ist kaum zu bremsen. Beste Voraussetzungen also für ein massives Set von Domu morgen Abend im Red Cat. Ich werde dort sein, falls mich meine Erkältung nicht in die Knie zwingt. * schnief *

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