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Wheels Of Steel - Zwei 1210er im Browser

Screenshot der Wheels of Steel

Die Reihe der neuen, coolen und vor allem browserbasierten Musiktools reißt nicht ab. Neuester Vertreter: Wheels of Steel. Zwei 1210er Turntables, ein DJ-Mixer mit Crossfader - also ein klassisches DJ-Setup. Allerdings befindet sich dieses DJ-Pult in eurem Browser (sofern er modern genug ist, vermute ich; also FF4, Chrome, Safari). Nachdem Technics die Produktion der legendären Plattenspieler leider eingestellt hat, war ein digitaler, virtueller Nachbau eigentlich überfällig.

Was soll ich sagen: Die Sache funktioniert. Unten auf der Seite könnt ihr aus einer Liste von Tracks die Turntables befüllen - linke Maustaste für den linken, rechte Maustaste bzw. Shift-Klick für den rechten. Über ein Eingabefeld unterhalb der Plattenspieler könnt ihr sogar eigene URLs zu MP3-Stücken eingeben, die dann als virtuelles Vinyl auf dem Plattenteller landen. Wer sich für die Technik hinter der Seite interessiert, sollte sich den ausführlichen Blogbeitrag von Scott Schiller in Ruhe durchlesen. Dort beschreibt er seine Motivation und zeigt detailliert, wie er die Seite mit HTML5, CSS3 und Javascript umgesetzt hat.

Das Projekt ist Work in Progress und vielleicht mehr eine Spielerei, die beweisen soll, was mit aktuellen Mitteln im Browser alles geht. Aber die Liebe zum Detail, die Scott da hineingesteckt hat, ist beeindruckend! Die Start/Stop-Taste funktioniert ebenso wie die Umschaltung zwischen 33 und 45 RPM, das Ein- und Ausschalten, Scratchen und das Bewegen des Tonarms. Das Gleiche gilt für Crossfader und Gain-Regler, und wenn die Nadel in der Auslaufrille angekommen ist, knistert es! OMG!! [Danke, Gerrit]

Numark TTX USB

Danke, ich habe mittlerweile sämtliche Feeds gelesen, Mails abgearbeitet, Foren durgeackert und Mailinglisten abgehakt. Aber das so genannte RealLife lässt mir nicht eben viel Zeit zu bloggen. Also verweise ich bloß kurz auf DJ Trick und den 12inchgod, die sich beide des neuen Turntables TTX USB von Numark angenommen haben. Zwei Highlights dieses Plattenspielers sind der USB-Ausgang zum Digitalisieren von Vinyl und das digitale Display für den "Bordcomputer". Ziemlich viel digital, aber ich finde das eigentlich gut so. Und laut Preisvergleich ist man schon mit knapp 400 € dabei. Der Numark würde sich neben meinem 1210er auch ganz gut machen, glaube ich.

Welcome to the Machines

Da wir gerade die Bildenden Künste zum Thema hatten, hier noch ein Nachtrag. Einen Plattenspieler mit drei Tonabnehmern hat der US-amerikanische Künstler Sean Duffy gebaut. Ob die Maschine funktioniert bzw. wie sich das dann anhört, habe ich nicht herausfinden können. Dafür kann man hören und sehen, wie ein japanischer Roboter John Coltranes Solo in "Giant Steps" nachspielt - naja, es zumindest versucht. Dass hier eine Maschine am Werk ist, fällt schon bei den ersten Tönen auf. [via Nerdcore, Positive Ape Index]

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