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Dragontape

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 5. September 2011

Screenshot des Dragontape-Editors

tl;dr

Dragontape is a collaborative online video merging service with which you can drag online videos starting with YouTube onto a 'tape' that can be shared with the world.

Lange Version: Dragontape ist gerade ein Jahr alt und daher noch eine Beta-Plattform, mit deren Hilfe sich relativ schnell, simpel und grafisch nett Mixtapes zusammenbasteln lassen. Das funktioniert sogar und vor allem mit YouTube-Videos, aber auch mit Soundcloud-Tracks. Weitere Anbieter sollen später folgen.

Ein solches Dragontape kann man auch gemeinsam mit Freunden bestücken. Für eine Party oder gar auf einer Party lassen sich einem Tape immer neue Musikstücke hinzufügen, so dass am Ende ein kollaboratives Dragontape entsteht. Cool ist auch die Funktion, ein Tape via Twitter zu befüllen: Dabei pflückt Dragontape automatisch Videos und Soundcloud Links aus den Tweets vorher festgelegter Twitterer und baut daraus einen Mix.

Seit Juni gibt es eine App für iPhone/iPad. DJs und Musiker können sich damit sogar eine Art eigenen Channel generieren und diesen als eigenständige App präsentieren. Lefto dürfte mal wieder einer der ersten mit einer eigenen Dragontape-App sein. Frühestens 2012 soll es die App auch für Android-Geräte geben.

Will man selbst Hand anlegen, öffnet sich ein Editor, der einem gewöhnlichen Video-Bearbeitungsprogramm ähnlich sieht. Tracks können auf einer Zeitleiste hintereinander angeordnet werden, es gibt eine einfache Option zum Überblenden und über ein Suchfeld findet man Titel im Netz. Viel mehr Möglichkeiten hat man (noch) nicht, aber als Basis genügt das allemal. Dann noch Titel und Beschreibung eingeben und das Tape veröffentlichen.

Ich habe das mal ausprobiert und alle Videos, die ich 2011 in mein Posterous-Blog geschoben habe, zu einem chronologisch umgekehrt sortierten, knapp 90-minütigen Dragontape zusammengeklickt:

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Das Kraftfuttermischwerk - Diskontext

Geschrieben von Matthias GutjahrSamstag, 7. Mai 2011

Ein schöner neuer, tiefenentspannt groovender Kraftfuttermischwerk-Track namens "Diskontext", den Ronny für eine Compilation produziert hat, die demnächst zum fünfjährigen Jubiläum von TFE-Records erscheinen wird. Dazu gibt's auch ein Video, das aus Material der Breakdance-Doku Breakdance Gang zusammengeschnitten ist. Mehr gibt's dazu vorerst nicht zu sagen, enjoy the music!

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Maywa Denki

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 3. Mai 2011

Maywa Denki-Poster (Ausschnitt)

Auf Facebook hat vorhin jemand folgendes Video gepostet, in dem eine Art Xylophon gezeigt wird, das zur Klangerzeugung O'Reilly-Bücher (nerdy!) verwendet. Wer macht denn sowas?, habe ich mich gefragt und mich durch YouTube-Profile und Google-Suche gekämpft. Gelandet bin ich schließlich bei Maywa Denki.

Hinter Maywa Denki verbirgt sich ein - natürlich - japanisches Künstler-Geschwisterpaar, das seit knapp zwei Jahrzehnten außergewöhnliche Musikinstrumente und verrückte Kunstobjekte baut. Entstanden ist die Kunstfabrik, nachdem die Staubsaugerrohr-Fabrik ihres Vaters pleitegegangen ist (kein Witz!). Bis Ende der Siebziger wurden also Staubsaugerrohre hergestellt, Anfang der Neunziger machten die beiden Söhne die Fabrik wieder auf, produzierten ab sofort aber genialen Schwachsinn.

Vor allem die Musikinstrumente sind crazy shit. Schaut euch z.B. mal das Otamatone an (nicht zu verwechseln mit dem Otomata, über das ich gestern geschrieben habe). Ist das nicht kawaiiiii!!!? Und das Otamatone gibt es tatsächlich zu kaufen!

Im Maywa Denki-Blog (hier Google-translated-deutsch) erklären sie nicht nur, wie es zum Bücher-Xylophon kam, sondern haben auch Videos von ihren (in Japan angeblich legendären) Live-Performances gepostet, die sich irgendwo zwischen Helge Schneider und Scooter bewegen. Oder das Otamatonjanbo auf die Bühne bringen (siehe unten). Absolut fas-zi-nierend mal wieder die Japaner ;-)

Das Musikinstrument Otamatonjanbo

Soulparlor - Nothing Ever Changes

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 28. April 2011

Die Mainzer Soulparlor-Crew hat ein neues Album in der Pipeline: "Evoluzion" wird im Mai auf Tokyo Dawn erscheinen. Darauf zu finden sind Features von Afronaut, Colonel Red, Daz-I-Kue, Dego, Mark De Clive-Lowe, Oddisee, Opolopo, Replife und einigen mehr. Zum Beispiel Jacob & The Appleblossom, hier zu hören im Video zu "Nothing Ever Changes". Manche Locations in diesem Video kommen mir übrigenes merkwürdig vertraut vor.

In Flagranti

Geschrieben von Matthias GutjahrSonntag, 27. Februar 2011

Auf frischer Tat ertappt: Die KonFerenz feat. Chinaza in ihrem brandneuen Video zum kommenden, gleichnamigen Album. Gedreht wurde es von Hartmut Grawe. Mann, ich kann's kaum erwarten, bis In Flagranti endlich rauskommt!

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Mapping NYC Hip Hop

Geschrieben von Matthias GutjahrFreitag, 26. November 2010

Hip Hop und New York - das ist weit mehr als nur ein Mythos, denn die kulturelle Strahlkraft dieser geschichtsträchtigen Beziehung reicht mittlerweile über drei Jahrzehnte hinaus. Arte.tv widmet diesem Phänomen ein filmisches und interaktives Projekt.

Möglicherweise habt ihr bereits anderswo davon gelesen, trotzdem möchte auch ich ausrücklich auf New York Minute. A Hip Hop Guide to the Fast Life von arte.tv hinweisen. New York Minute ist eine Art Dossier über Hip Hop in New York und besteht aus einer sechsteiligen Video-Miniserie mit Porträts von Rappern aus den fünf Boroughs von NYC. Aus Brooklyn etwa Joell Ortiz oder das Label Ruff Ryders, aus Harlem G. Dep usw.

Eine schöne interaktive Karte des Big Apple veranschaulicht, wo Hip Hop in New York beheimatet ist. Eingeloggte Benutzer können selbst Hip Hop-Stories zur Karte hinzufügen und so eine Wissenssammlung zum Thema aufbauen - ähnlich der schon etwas älteren, aber ebenso großartigen Rap Map. Leider dürfte die Halbwertszeit des Projekts schnell erreicht und die Sammlung nicht nachhaltig erweitert werden. Doch selbst beim aktuellen Umfang macht es Spaß, sich durch die New Yorker Stadtviertel zu klicken und die eine oder andere Anekdote über Jaz-Z oder Paul's Boutique zu lesen.

Die Videos von New York Minute sind alle auch auf Vimeo zu sehen und bleiben uns somit auch erhalten, falls Arte einmal beschließen sollte, das Projekt abzuschalten. Teil eins der Serie könnt ihr hier im Blog ansehen.

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