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Radio-Subbotniks: Backyard Radio und mikro.fm

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 16. Oktober 2007

Beim Live-Mitblogging des gestrigen Berliner Webmontags habe ich gelesen, dass Andreas vom Newthinking Store über das Projekt Berlin Backyard Radio referierte. Worum geht es dabei?

Berlin Backyard Radio ist ein dezentrales Radio, das in den Hinterhöfen der Stadt sendet. Eine große Zahl kleiner, über das gesamte Stadtgebiet verteilte Transmitter senden auf einer Frequenz, auf 107,7 Mhz, und erreichen dabei eine stetig wachsende Abdeckung.

Im Prinzip kann also jeder ein Sender werden. Rechtlich möglich ist das, seitdem Anfang 2006 Minisender auch in Deutschland zugelassen wurden. Technisch soll das Senden so realisiert werden, dass man einen Radiostream übers Internet empfängt und diesen dann mit einem USB FM-Transmitter in den Hinterhof abstrahlt.

Ein ähnliches Projekt scheint mikroFM, das bisher mini.fm hieß, sein. MikroFM bietet allen Interessierten aus Berlin und anderswo die Möglichkeit, Sendungen freier Radioinitiativen mit eigenen, sehr kleinen UKW-Sendern im Wohngebiet zu verbreiten. Dabei soll nur Musik mit freien Lizenzen gespielt werden und alle Arbeit freiwillig und unentgeltlich geleistet werden. Der Stream kann hier angehört werden, und die Radiokampagne könnt ihr auf vielfältige Weise unterstützen - oder einfach mitmachen.

Ich finde die Idee ziemlich genial, weil sie das Prinzip des Freifunks auf das Medium Hörfunk überträgt. Ob es in der Realität gut funktionieren wird, weiß ich nicht. Diese Minisender haben ja keine wirklich große Reichweite, die Qualität schwankt, und ob sich viele Leute so einen Transmitter ans Notebook klemmen werden? Aber es werden sich hierfür sicher Anwendungsfälle finden. Die beiden Projekte haben auf jeden Fall verdient, beobachtet und unterstützt zu werden. Und sei es nur durch einen kleinen Blogbeitrag.

Webmontag Frankfurt Nachlese

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 3. April 2007

Besser spät als nie hier ein kurzer Bericht über meinen ersten Webmontag, nämlich den in Frankfurt in der Brotfabrik. Glücklicherweise kannte ich die Gegend schon ganz gut aus früheren Zeiten, so dass zumindest die Parkplatzsuche kein Problem darstellte. Das Ambiente war passend, die Veranstaltung gut besucht, und die kurzen Vorträge über Firefox-Extensions für Webdeveloper, über den IE 57, über YAML und Y!UI, über fotosoziales Netzwerken und über die ILG des WaSP waren kurzweilig und interessant, auch wenn sie in der gebotenen Kürze viele Dinge nur streifen konnten. Aber allein zu hören und zu sehen (und nicht immer nur zu lesen), dass viele Menschen sich ebenfalls über diese Themen Gedanken machen und sich darüber austauschen, war sehr inspirierend. Das "Kuscheln" danach fiel mir als Neuling nicht ganz so leicht, aber trotzdem habe ich mich mit Christian, Henning und Oliver kurz über ein paar Web 2.0-Themen und Projekte austauschen und auch mit jemandem, dessen Namen ich leider vergessen habe, über Barrierefreiheit sinnieren können. Die vielen Eindrücke in der relativ kurzen Zeit waren ganz allgemein sehr anregend. Der nächste Webmontag wird mich ziemlich sicher wieder zu Gast haben, und aufs BarCamp freue ich mich jetzt umso mehr.

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