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Quantic Soul Orchestra und Alice Russell

QSO "Pushin' On"

Ganz frisch auf dem Tisch liegt das neue Album vom Quantic Soul Orchestra, Pushin' On. Und läuft bei mir seit dem ersten Anhören auf Heavy Rotation. Das '03er Debut von QSO, Stampede (ebenfalls auf Tru Thoughts), machte damals seinem Namen alle Ehre und preschte mit seinem groovigen Funk-Soul-Gemisch ganz weit nach vorne. Und das alles ohne Samples, nur mit handgemachter Rare-Groove-Musik - wobei eine gewisse Anlehnung an Samples und Breakbeats nicht von der Hand zu weisen war.

Alilce Russell

Bei Pushin' On verhält sich die Sache ähnlich, woran Drummer Russell Knight keinen geringen Anteil hat. Seine Beats kommen tight und heavy funkig daher, darüber legt sich passgenau der Groove der Bläsersektion, und auf immerhin vier Tracks rundet Alice Russells Stimme das Ganze perfekt ab. Insgesamt ist die neue Platte zwar etwas reduzierter und konzentrierter geworden und zielt nicht mehr mit aller Kraft straight auf die Zwölf, aber trotzdem beginnt der Fuß gleich beim ersten Track "Introducin The QSO" mitzuwippen. Alice Russel ist übrigens ganz klar die Frau der Stunde. Auch sie war schon auf Stampede zu hören bei der kongenialen Coverversion von 4Heros "Hold It Down". Bereits letztes Jahr hat Alice Russell ihr großartiges Solodebüt Under The Munka Moon hingelegt, das alle in sie gesetzten Erwartungen noch übertraf. Ihre Karriere hatte sie bei den Projekten Kushti und Bah Samba gestartet. Man darf gespannt sein, was Alice in nächster Zeit noch so alles veröffentlicht.

Doch zurück zum neuen Album von QSO, das diesmal eine absolut tanzbare Version von Mr Scruffs "Get A Move On" enthält sowie eine Überarbeitung von Nina Simones "Feeling Good" (natürlich wieder mit der großartigen Stimme von Alice Russell). Die elf Stücke der Platte erscheinen aus einem Guß, Langeweile kommt nie auf. Das alles ist umso erstaunlicher, da Will Holland erst 25 Jahre alt ist, aber in diesem zarten Alter schon einen Output vorweisen kann, der beeindruckt: drei Alben mit Quantic, zwei mit QSO, dazu kommt noch ein weiteres kleines Sideproject. Er scheint aber besonders dann zur Höchstform aufzulaufen, wenn er die Unterstützung einer vielköpfigen Band hat und sich nicht um jedes Sample- und Beat-Detail selbst kümmern muss. Nicht dass das letzte Quantic-Album Apricot Morning eine Enttäuschung gewesen wäre, ganz im Gegenteil, aber die Releases von QSO toppen das ganz locker.

Schaut bei beyondjazz.net vorbei für einen weiteren Review und Soundsamples.

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