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Journey 2 The Light

Mark de Clive-Lowe ist eine verlässliche Inspirationsquelle für meine Blogbeiträge. Nicht nur, dass sein Ausstoß an Musik außerordentlich hoch ist, der produktive Kosmopolit und Allrounder ist als Musiker, Produzent und Labelboss im Netz äußerst aktiv. Keine neue, vielversprechende Plattform oder Community für Künstler, die er nicht sofort ausprobieren würde. So wird dann der Player für sein neues, nur in Japan erscheinendes Album "Journey 2 The Light" auf imeem erstellt, bei Coopr8 mit anderen News und Feeds aggregiert und gemischt, und schließlich ganz im Sinne viraler Vermarktung zum Einbinden auf anderen Seiten angeboten. Und genau das werde ich jetzt tun, nämlich den Player hier einfügen, auf dass ihr das Album vorhören könnt und mir bestätigt, dass es definitv sein bisher bestes sein wird. Gleichzeitig experimentierfreudiger und dichter im Sound bleibt der Wiedererkennungswert dennoch hoch, wozu auch der ebenso wandlungsfähige Gesang von Bembe Segue beiträgt. Ich will hoffen, dass man das Album auch in Europa irgendwie in die Finger bekommen kann.

Direktlink auf den Player

Der Wikinger der 6th Avenue

Unser aller Lieblingsblog BoingBoing weist uns auf zwei neue Bücher über zwei legendäre Musiker hin. Einmal auf "Eye Mind: The Saga of Roky Erickson and the 13th Floor Elevators, The Pioneers of Psychedelic Sound", und einmal auf "Moondog: The Viking of 6th Avenue". Ich muss gestehen, von Roky Erickson höre ich heute zum ersten Mal. Moondog hingegen fasziniert mich schon eine ganze Weile. Nicht nur seine strikte Anwendung der Kontrapunktregeln, sondern seine komplett außergewöhnliche Lebensgeschichte inklusive Wikingertum und Leben in Oer-Erkenschwick machen ihn für mich zu einem der interessantesten Musiker überhaupt.

PS: Von Moondog stammt übrigens mein Handy-Klingelton, es ist der Anfang des Titels Bird's Lament.

PPS: Hatte ich nicht vor kurzem schon einmal über Weihnachtsgeschenke gebloggt?

Das ist das Ende von ...

So fangen ansonsten nur freitägliche Forumsbeiträge bei heise.de an. Diesmal ist es aber ein Kommentar von Eliot Van Buskirk bei Wired Online, der das Ende ausruft, in diesem Fall das Ende der Compact Disc. Den Todesstoß gibt ihr seiner Meinung nach: das Vinyl. Die gute, alte Langspielplatte, die beinahe schon vom Markt verschwunden war, wurde lange Zeit nur von audiophilen Liebhabern und engagierten DJs am Leben gehalten. Ich kann mich noch gut erinnern, wie hierzulande in größeren Städten erst die Plattenläden auf CD umstellten oder ganz zumachten, dann aber in schattigen Hinterhöfen auf engstem Raum Vinyl Only-Shops eröffnet wurden, die erst Geheimtipp unter Musikfreunden waren, mit den Jahren aber immer erfolgreicher wurden.

Mittlerweile wird die CD nur noch mit Geizgeil-Märkten voller Ramsch in Verbindung gebracht oder über den Online-Versand bezogen. Online sind MP3s aber klar im Vorteil, so dass die CD von zwei Seiten in die Zange genommen wird. Keiner mehr läuft heutzutage mit einem tragbaren CD-Player durch die Straßen. Musikdateien sind das Medium der Wahl. Und wer etwas auf sich hält, kauft Vinyl. Eine spannende Entwicklung, wie ich finde, und ein tiefer Einblick in die Käuferseele, wenn man so will.

Brownswood Loves Jazz

Aus Berlin erreichen mich in letzter Zeit so viele Hinweise auf gute Konzerte, dass ich endlich mal auf einen Termin hinweisen muss. Ganz besonders die Agentur Best Works tut sich immer wieder mit hervorragend zusammengestellten Line-Ups hervor. So auch diesmal, denn morgen Abend stehen unter dem Titel Brownswood Loves Jazz ausgewählte Künstler von Gilles Petersons Brownswood-Label im Bohannon auf der Bühne: Soil & "Pimp" Sessions, José James, Elan Mehler und natürlich der Meister selbst als DJ. Manchmal wünsche ich mir wirklich, in Berlin zu leben. Aber nur manchmal.

Die unterschätzte Tina Turner

Der Hammer ist ja, dass auf Herbie Hancocks noch relativ neuem Joni Mitchell-Tributealbum "River - The Joni Letters " niemand anders als Tina Turner den Song Edith and the Kingpin singt. Und zwar auf eine Art und Weise, die ich ihr nicht zugetraut hätte. Tina Turner wird unterschätzt, glaube ich, aber irgendwann wird sie wiederentdeckt werden, wie so viele Soul- und Funk-Musiker vor ihr. Allerdings unterschätze ich möglicherweise auch Joni Mitchell, mit deren Musik ich noch nie etwas anfangen konnte, oder aber Herbie Hancock hat's einfach drauf. Ihr könnt den Song Tina Turner - Edith and the Kingpin bei der Hype Machine hören.

Interview mit Chris Hülsbeck bei gulli

Um Chris Hülsbeck und seinen Sound noch kennen zu können, muss man entweder in der Demoscene aktiv sein oder in den 1980er einen C64 bzw. in den 1990ern einen Amiga sein Eigen genannt haben. Der Soundchip des C64 ist ja legendär, und Chris Hülsbeck gilt mit als derjenige, der am talentiersten mit diesen Mitteln Game-Soundtracks produziert hat und war damals ein regelrechter Star in PowerPlay und ASM. Seit fast zwanzig Jahren veröffentlicht er aber auch eigene Alben. Jetzt ist sein neuestes Werk "Number Nine" erschienen und über die üblichen Shops zu erwerben. Bei emusic finden sich aber auch schon ältere Albem wie z.B. der legendäre Turrican-Soundtrack von 1993. Boah, fand ich das Game damals schwer ;-)

Chris sagte in einem auf gulli veröffentlichten Interview, dass voraussichtlich noch mehr seiner alten Produktionen per Download angeboten werden sollen. Liegt ja auch nahe. Daneben äußerte er sich zur diesjährigen Games Convention, wo einige seiner Werke von einem ausgewachsenen Orchester aufgeführt wurden, zum Skandal um Timbaland und zur Verwendung von 8-Bit-Sounds in aktuellen Musikproduktionen sowie zu seinem persönlichen Blick auf die Spieleszene. Ein Lesebefehl geht an alle Fans und Nostalgiker. Vorher bitte noch den Preview-Mix zum neuen Album herunterladen.

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