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Video-Livestream vom 41. Deutschen Jazzfestival Frankfurt

Live im Internet zu sehen sind die Konzerte des 41. Deutschen Jazzfestivals, das heute in Frankfurt beginnt. Unter dem Motto "Jazz im globalen Dorf" spielen Courtney Pine, Tony Lakatos, Jake Shimabukuro, Kangaba, Bill Evans und einige mehr in Frankfurt - und eben live im Stream bei ARTE Live Web oder bei hr-online.Getränkedose als Logo des Festivals

Heute Abend um 19:05 Uhr geht es los mit Stephan Schmolck Harm-o-troniX, danach folgen Steffen Schorn und die hr-Bigband mit Mongolia, die beim Jazzblogger kurz vorgestellt werden. Ich persönlich empfehle allerwärmstens den japanisch-hawaiianischen Ukulele-Wizard Jake Shimabukuro am Samstag Abend: Seht euch bitte unbedingt seine Videos auf YouTube an, und ihr wisst, warum er ein umwerfender Musiker ist und die Ukulele zu Unrecht unterschätzt wird. Aber auch die anderen Konzerte sind interessant und bieten Exotisches: Roma-Musik, afrikanisches Balaphon-Spiel, indische Jazz-Klänge und mehr. 

Die bessere Alternative zum langweiligen Fernsehprogramm stellt in den kommenden Tagen also das Internet (im Radio werden die Konzerte aber auch übertragen.) Solltet ihr eins der Konzerte verpassen, kein Problem: Natürlich werden die Mitschnitte im Anschluss noch für sieben Tage als Video-on-Demand online bleiben. Es gibt also keine Ausreden ;-)

Trombone Shorty beim Enjoy Jazz in Heidelberg

Trombone Shorty und seine Orleans Avenue Band brachten gestern Abend im Rahmen des Enjoy Jazz-Festivals den ausverkauften Heidelberger Karlstorbahnhof nah an den Siedepunkt.

Trombone ShortySeinen Namen Trombone Shorty bekam Troy Andrews schon als kleines Kind, das kaum die Posaune halten konnte. Mittlerweile 24 Jahre alt, ist er Star einer neuen Generation von Musikern aus New Orleans, die nach der Flutkatastrophe vor fünf Jahren mit frischer Energie und ohne Berührungsängste zeigen, dass Soul, Funk und Rhyhtm & Blues eine Zukunft haben. Mit seinen eigenständigen Interpretationen von schweißtreibendem Soul à la James Brown, bluesrockig bratzenden Gitarrenriffs und einer tighten Orleans Avenue Band hinter sich begeisterte er gestern Abend in Heidelberg das Publikum restlos.

Der Hype um Trombone Shorty ist momentan offenbar größer als ich und auch als die Veranstalter erwartet hatten. Parkplätze waren rar, und die Zuhörer drängten sich wie selten zuvor in die zum Konzertsaal umgebaute ehemalige Bahnhofshalle. Mit entsprechender Verspätung legten die Musiker los, vergeudeten jedoch keine Minute mit Aufwärmübungen. Trombone Shorty hat den Entertainer im Blut, wechselte fliegend zwischen Posaune und Trompete - und während der Zugabe sogar ans Schlagzeug - und trieb seine Band zu sportlichen wie musikalischen Höchstleistungen an.

Höhepunkte der dynamischen Show waren (überraschenderweise) das Stück Something Beautiful, das er auf seiner aktuellen Platte Backatown mit Lenny Kravitz eingespielt hat, der Funkrock-Kracher Suburbia, und die Vorführung seiner Zirkularatmungs-Künste: Weit über eine Minute lang lässt "T-Bone Shawty" durchgehend einen einzelnen brillanten Ton im Raum schweben, bis die Band wieder einsetzt, dass die Wände wackeln. Zwischendurch scheut er sich auch nicht, Shakira zu interpretieren oder sich wagemutig ins Publikum zu stürzen.

Vergleiche oder Wortspiele mit Katrina verbieten sich eigentlich, drängen sich aber auf: Trombone Shorty kam über Heidelberg wie ein Hurricane. Das Enjoy Jazz hat wieder einmal Geschick bei der Auswahl der Künstler bewiesen (und ich freue mich schon auf KRS-One am Samstag!). Wer kann, sollte heute Abend die Möglichkeit nutzen, das Konzert im Münchener Ampere zu besuchen. Am Samstag ist Trombone Shorty nämlich schon wieder daheim in Louisiana und tourt anschließend durch die Staaten und Japan. Fazit: Das Album Backatown ist schon sehr gut, aber live ist Trombone Shorty einfach grandios.

Update: Auf Facebook gibt's ein paar tolle Fotos vom Konzert, die der kanadische Fotograf Gary Crallé gemacht hat. 

Gottliebs Jazzfotos aus dem Golden Age in der Public Domain

William P. Gottlieb war einer der stilprägenden Fotografen des frühen Jazz, sprich des Swing und Bebop in den 1930er und 1940er Jahren. Die Bildsprache seiner Porträts aus dem Golden Age of Jazz, produziert für die Washington Post und Down Beat, setzte Maßstäbe, die bis heute nachwirken. Der 2006 verstorbene Gottlieb hat die Fotografien in seinem Nachlass der Public Domain bzw. Library Of Congress vermacht, welche seine Collection gerade Bild für Bild auf Flickr veröffentlicht. Bereits jetzt sind über 800 Bilder zu sehen, und ich würde gern jedes zweite verlinken. Weil das aber nicht geht, hier die komplette Sammlung als Slideshow:

Gefunden bei der Kapazität für Jazzfotografie, dem Jazzblogger

Mixxx 1.8.0

Deer-Skin von Mixxx

Ist zwar schon beinahe zwei Wochen her, und leider konnte ich noch nicht richtig viel damit spielen, aber egal: Mixxx 1.8.0 ist draußen und besser als je zuvor. Mixxx ist eine Open Source Software fürs Live-DJing und läuft unter Linux (in Ubuntu 10.10 enthalten), Mac und Windows. Seit der letzten Version sind eine Menge neue Features dazugekommen: Loops und Hot Cues, eine überarbeitete Song-Library, ein, ähem, Auto-DJ, bessere MIDI-Mappings für externe Controller usw., bessere Audio-Plugins und viele Bugfixes. Vor allem aber ein paar neue stylische Skins, die richtig gut aussehen. Ich kann's kaum erwarten, die neuen Features auszuprobieren - aber ich denke, dafür muss man sich etwas Zeit nehmen.

Update 19.10.2010: Ich wusste doch, dass ich zu spät dran bin. Gerade wurde mit Mixxx 1.8.1 eine weiter verbesserte Version veröffentlicht. 

NUM Radioshow #015

New Urban Music Radioshow #015 : 15. Oktober 2010, 19:00 Uhr

  1. Vijay Iyer Trio - Galang (Trio Riot Version) [ACT Music + Vision]
  2. Joo Kraus & Tales In Tones Trio - Blame It On The Boogie [Edel Records]
  3. Abbey Lincoln - Afro Blue [Riverside]
  4. Nick Rosen - Manya [Porter Records]
  5. Seu Jorge & Almaz - Everybody Loves The Sunshine [Now-Again Records]
  6. Stac - More [Wah Wah 45s]
  7. Bilal - Flying [Plug Research]
  8. Monsters Of Folk - Dear God (Sincerely M.O.F.) [Yamo-Obwa]
  9. Ahu - To: Love. (Dimlite Dub) [Bandcamp]
  10. Aeroplane - We Can't Fly (Extended Drums Mix) [Eskimo Recordings]
  11. The Herbaliser Band - Ginger Jumps The Fence [!K7 Records]
  12. Aloe Blacc - Dollar [Stones Throw Records]
  13. James Blake - CMYK [R&S Records]
  14. Robert Babicz - Dark Flower (Fever Mix) [Systematic Recordings]
  15. Die Vögel - Blaue Moschee [Pampa Records]
  16. Ogris Debris - Miezekatze [Estrela]
  17. Pariah - Orpheus [R&S Records]
  18. Maddslinky - Special (feat. Omar) [Tru Thoughts]
  19. Pete Philly - Encore Une Fois
  20. DJ Fresh - Gold Dust [Breakbeat Kaos]
  21. John Legend & The Roots - Compared To What [G.O.O.D. Music]
  22. Dub Colossus - Negus Dub [Real World Records]
  23. James Brown - King Heroin [Polydor]

New Urban Music Radioshow #015

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TGIF! Die New Urban Music Radioshow 15 jetzt am schönsten Tag der Woche für den lässigen Kick-Start ins Wochenende: Am Freitag, dem 15. Oktober 2010, von 19 bis 21 Uhr! Zum Eingrooven legen eisgekühlte Jazzhochprozenter aus Europa, Amerika, Brasilien einen soliden Grundstock, auf den dann ein paar fruchtige Soul- und Funk-Cocktails mit gut geölten Wahnsinnsstimmen folgen und den Pegel dezent hochziehen. Die zweite Hälfte taugt dann so richtig zum Vorglühen, denn es wird Feinstes aus dem aktuellen Jahrgang aufgetischt: Samtiger House, klarer Dubstep, würziger Broken Beat, dazu ein paar poppige Snacks - der Abend kann nur gut werden. Aber hört am Ende auf den Rat von Papa James Brown!

Wie gewohnt läuft während der Sendung wieder ein Chat. Dort könnt ihr euch beschweren, wenn ich mich schwer verschnupft anhöre, oder meine exzellente Musikauswahl loben ;-) Joined außerdem die Facebook-Seite oder tragt euch als Hörer der Sendung dort ein. Ich freue mich schon wie Bolle!

(Foto cc-by henseling)

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