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Music Hack Day Berlin

Music Hack Day Logo

Während ich das Wochenende in Mannheim auf dem Future Music Camp 2011 verbringen werde, treffen sich eine Menge Entwickler, Designer und Musiker in Berlin zum Music Hack Day. In den Räumen von MTV Networks haben sie in kleinen Teams 24 Stunden Zeit, um coole, neuartige Musik-Apps oder -Webseiten zu programmieren.

Das Phänomen Music Hack Day ist ein globales, in San Francisco und Barcelona fanden bzw. finden ähnliche Veranstaltungen statt. Allein in San Francisco entstanden in kürzester Zeit 55 so genannten Hacks. Viele davon sind öffentlich im Netz zugänglich, einige sind dabei, sich weiterzuentwickeln. Vielleicht werden coole Open Source-Projekte draus oder kleine Startups. Manche sind Spielereien, aber fast alle sind verdammt cool.

Die Idee dahinter, die auch viele Sponsoren anzieht, ist, dass diese Anwendungen die Schnittstellen (APIs) vieler verschiedener Dienste anzapfen und etwas Neues aus den Daten entwickeln, die sie zurückbekommen. Beispiele? Ein Beatport-Plugin für Ableton Live, Soundrain: Ein Monetarisierungs-Widget für Soundcloud, eine last.fm-basierte Radio-App für Android. Ich bin äußerst gespannt, was die Hacker in Berlin entwickeln werden, und werde in den nächsten Wochen einige der Ergebnisse vorstellen.

Zur re:publica 11: Eine #tassebier Deluxe

Tassebier-Banner

Die #tassebier ist eine Kreuzberger Erfolgsgeschichte. Am Anfang hatten die Blogrebellen einfach nur Durst und keine Lust, selbigen allein zu stillen. Also luden sie zum gemeinsamen Umtrunk bei einer #tassebier. Schnell fanden sich Gleichgesinnte ein, vor allem aus dem musikalischen Dunstkreis, die Treffen wurden größer, lustiger, es wurde getwittert, Musik aufgelegt und diese live gestreamt - oder die Musik strömte gleich in Ton und Bild aus Hamburg oder Mainz herein.

Diese Woche findet in Berlin das große "Klassentreffen" der deutschen Internetgemeinde statt, die re:publica. Und weil die Jungs von der #tassebier die Einserschüler der Klasse sind (wenn auch nur in Musik und Sexualkunde), laden sie am Donnerstag, dem 14. April 2011, ab 19 Uhr zur Deluxe-Edition in Lola's Bar (Karte).

Deluxe ist jedenfalls das Lineup dieser #tassebier. Mit dabei sind neben den (fast schon) Regulars Walter Marinelli, Saetchmo und DJ _Tasmo auch die extra angereisten DJ Dacor und DJMQ und als Liveact(!) der unvergleichliche Comfort Fit.

Mir treibt's jedenfalls schon die Tränen der Vorfreude in die Augen. Ich hoffe, die Damen und Herren Musikblogger sind zahlreich anwesend, denn ich möchte einige Hände schütteln und einige Tassen Bier mit euch trinken. In diesem Sinne - bis Donnerstag!

Hi-Hat Club Boxset

Fotos der Produzenten

Die erfreulichste Quelle frischer Hip Hop-Beats sprudelt, zumindest was Europa angeht, wahrscheinlich in - wait for it - Köln. Von dort aus versorgt Melting Pot Music (MPM) uns seit einiger Zeit mit der Hi-Hat Club-Serie von einigen der freshesten Hip Hop-Producern aus Berlin, Köln, Amsterdam und Wien. Die Rede ist von Suff Daddy, Dexter, Hulk Hodn, Twit One, Brenk, Fid Mella, Full Crate und FS Green. Sie alle sind auf einem der bisher fünf Releases zu hören.

Jetzt packt MPM die 5 LPs zusammen mit 2 Bonus-CDs und einem 52-seitigen Booklet mit tollen Fotografien von Robert Winter in ein schniekes Boxset, das am Freitag erscheint. Die Wartezeit verkürzt folgender Mix auf Soundcloud, der bei entsprechender Lautstärke die Boxen ordentlich vibrieren lässt:

Chinaza - Home

Cover Chinaza - Home

Chinaza ist hier im Blog keine Unbekannte, denn sie war schon mehrfach Gastsängerin auf den KonFerenz-Alben. Ihr eigenständiger Stil umfasst Spoken Word-Passagen genauso wie klassischen Jazzgesang. Wer sie einmal gehört hat, wird sie immer wiedererkennen. Jetzt hat Chinaza ihr zweites Album, "Home", auf nagel heyer records veröffentlicht.

Die elf Songs auf "Home" sind zum großen Teil Eigenkompositionen, sanfte Jazzstücke mit Einflüssen aus Nigeria, dem Land ihrer Eltern und der Heimat des Afrobeat. Denn nach dem Release ihres Albums "Changes" 2006 hat die Wahl-Berlinerin Chinaza längere Zeit in Westafrika gelebt und dort jede Menge musikalische Inspiration gesammelt. Dieser Einfluss verleiht "Home" noch zusätzliche Originalität.

Exzellent ausgewählt und interpretiert hat Chinaza übrigens auch die Coverversionen von Live ("They Stood Up For Love"), Nik Kershaw ("Wouldn't It Be Good"), Talk Talk ("Life's What You Make It"), und ganz besonders die hervorragende Interpretation von Nina Simones Klassiker "Four Women".

Die souveräne Band um Pianist Sebastian Weiss trägt ihren Teil zur entspannt groovenden Musik bei. "Home" ist ein sehr homogenes Album geworden, das man nicht nur im Hintergrund, sondern durchaus auch bewusst und mit offenen Ohren hören kann. Im Frühjar geht Chinaza auf eine kleine Deutschland-Tournee, alle Daten gibt es hier.

Wer sich beeilt, kann noch bis zum 24. Februar ein Interview mit Chinaza in der Sendung Lokalmatador des rbb anhören.

Brandt Brauer Frick

Das Trio Daniel Brandt (perc), Jan Brauer (syn) und Paul Frick (p) aus Köln, Wiesbaden und Berlin, erweitert zum Ensemble mit Violine, Cello, Posaune, Tuba, Harfe und diversen Perkussionsinstrumenten, hat schon live im Berghain gespielt und bringt im November das Album "You Make Me Real" auf !K7 heraus. Die Mischung von Klassik, Jazz und elektronischer Clubmusik ist komplex, geht aber erstaunlich gut nach vorne. Seht und hört selbst:

Neue Geschäftsmodelle für Musik

all2gethernow2010-4.jpg

Diese Woche ist Berlin Music Week, die Konferenz all2togethernow (a2n) ist ein Teil davon, und das a2n_camp ist wiederum ein Teil der Konferenz. Dieses Camp hat gestern in der Kulturbrauerei stattgefunden. Ich konnte es nur aus der Ferne verfolgen über Video-Streams und Twitter. Vieles war so naja, aber dann gab es doch wieder einige Highlights, die ich allerdings nicht live sehen konnte. Ich kann ja nicht den ganzen Tag vor der "Glotze" sitzen ;-) Hoffentlich werden die Videos bald zum nachträglichen Ansehen angeboten.

Interessant fand ich vor allem die immer wiederkehrenden Diskussionen zum Thema Geld verdienen mit Musik im Internet. Die Bandbreite reichte von Creative Commons über Twitter-Workshops für Musiker bis zu neuen Geschäftsmodellen. Eins dieser vielleicht gar nicht mehr ganz so neuen Geschäftsmodelle heißt Freemium. Darüber hat Stefan Peter Roos - vermutlich wie immer treffend und präzise - referiert und nun seine Slides zur Verfügung gestellt:

Außerdem hat Marcel Weiß of netzwertig- und neunetz-Fame passend zur all2gethernow ein neues Blog namens neumusik.com gestartet, das sich mit dem "neuen Musikbusiness" befassen will (dort habe ich auch die Slides gefunden). Ich zitiere

Das Internet verändert die Musikbranche. neumusik.com begleitet die Entwicklungen, Trends und neuen Möglichkeiten in der Musikwelt. Wir stellen Webdienste für Musiker und Webdienste für Musikfans vor, beleuchten die sich verändernden Aufgabenfelder für Labels und betrachten die neuen Geschäftsmodelle für Musiker.

Ansatzweise gab es auch hier im Blog schon Artikel dazu, aber eben nur am Rande. Ich bin gespannt, wie es bei neumusik weitergeht und wünsche viel Erfolg!

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