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90 unveröffentlichte Domu-Tracks aufgetaucht

CD mit Schriftzug DOMU

Vor gut zwei Jahren hat Domu aufgehört, Musik zu machen. Sein musikalischer Output war massiv, er hat unter diversen Namen und mit den unterschiedlichsten Projekten Platten herausgebracht. Wie überbordend seine Kreativität wirklich war - der größte Teil seiner Produktionen kam schließlich nie auf den Markt - wird im Nachhinein immer deutlicher.

Jetzt sind sage und schreibe 90 Unreleased, Alternate Versions and Demos auf Soundcloud hochgeladen worden. Domus ehemaliger musikalischer Weggefährte Shifty hat jede Menge Musik aus Domus Archiv zu Tage gefördert.

Featuring latin, house, broken beat, downtempo and dnb this collection should have something for any electronic music enthusiast.

Insgesamt sechseinhalb Stunden Material für den Liebhaber.

via nutriot

Goodbye Domu!

Domu. Nur einer von vielen Namen, unter denen Dominic Stanton großartige Musik machte. Domu war ein Urgestein der Broken Beat-/Urban Dance-Szene, eine wichtige treibende Kraft weit über das Genre hinaus. Und nun hat Domu keine Lust mehr, keine Energie mehr für den täglichen, harten Kampf im Musikbusiness. Das Business, das seine Liebe zur Musik vielleicht nicht zerstört, es ihm aber offenbar unmöglich gemacht hat, weiter Musik zu produzieren, zu remixen, Platten aufzulegen. Sein Einfluss ist unbestritten, man muss sich bloß einmal seine Diskographie ansehen, um zu erkennen, was der Musik verloren geht.

So tragisch dieser Moment auch sein mag, so unterschiedlich die Reaktionen im Blog seines Labels TrebleO, auf Twitter und in zahlreichen Blogs ausfallen mögen, eins finde ich bemerkenswert: Domu hat den Mut bewiesen, sich zurückzuziehen, auf einen Neuanfang zu setzen und seine Gründe dafür öffentlich darzulegen. Es ist seine freie Entscheidung, und ich bin der festen Überzeugung, die richtige Entscheidung. Wer von uns hat denn den Mumm, nach zehn Jahren harter Arbeit den immergleichen Trott zu durchbrechen und etwas völlig Neues zu wagen? Ich möchte hier keine Parallelen zum unendlich viel tragischeren Fall Enke ziehen, denn Mr. Stanton sucht sich einfach nur einen neuen Job. Aber der Vergleich drängt sich mir in den Hinterkopf. Deswegen sollte man Domus Entscheidung respektieren und im alles Gute für die Zukunft wünschen; aber man sollte nicht versuchen, ihn mit aller Macht dazu zu überreden zu wollen, um jeden Preis weiterzumachen. Die Liebe zur Musik stirbt nicht so leicht, und wenn es an der Zeit ist, wird Domu sie auch wieder spüren - auf diesen Moment freue ich mich schon jetzt! Darum schleicht sich in die graue Tristesse auch langsam ein bisschen Optimismus ein, und in dieser eigenartigen Stimmung möchte ich noch einen wunderbaren Domu-Mix von 2006 mit dem passenden Titel "When I'm feeling down" verlinken: Domu%20:%20When%20I%27m%20Feeling%20Down.mp3 . Thanks for it all, Domu!

Pre Christmas Goodies

Download Teasergrafik

Weihnachten steht vor der Tür, die Weihnachtsfeier der Firma heute Abend an, da ist es doch passed, wenn ich noch ein paar musikalische Schmankerln verlinke, oder? Ein 140-minütiges Set von Broken Beat-Altmeister Domu steht hier bereit domu_ooft.mp3 . Aufgenommen wurde im Glasgower OOFT!, wie bei Here Comes Treble zu lesen ist. Morgen ist Domu dann im Mainzer Red Cat zu Gast und wird ein ähnlich gutes Set abliefern, denke ich.

Des Weiteren möchte ich endlich mal hinweisen auf den Netaudio-Adventskalender des Phlow Magazine. Hinter jedem Türchen stellen Netlabel-Betreiber, Musiker, Blogger usw. ihre Top 5-Songs, -Releases und -Netlabels des Jahres 2007 vor. Angeleiert wurde die Aktion von mo. (hier findet ihr seine persönlichen Jahrescharts), der sich mal wieder als eine treibende Kraft in der Netaudio-Szene präsentiert. Der Adventskalender ist eine wahre Fundgrube, öffnet einfach mal ein paar Türchen.

Zu guter Letzt präsentiert Gilles Peterson wie jedes Jahr seine Worldwide Winners, seine Top 25 Alben des Jahres (plus die fünf besten Jazzplatten). Wer den Mann kennt, der dürfte von der Auswahl nicht überrascht sein; nichtsdestotrotz sind keine Ausfälle dabei, die Sendung kann man genüsslich von Anfang bis Ende durchhören: gilles_peterson-worldwide-sat-12-20-2007-newmixes.mp3 .

Soulparlor goes TrebleO

Dieses Posting muss ich nun wohl endlich mal schreiben: Heute Nacht kam eine etwas seltsame E-Mail bei mir rein, Absender war Frank von den Soulparlor-Jungs, Inhalt nur ein Link: zu herecomestreble.com. "Kenne ich doch schon", dachte ich mir, und: "Seltsam, da will ich doch schon seit Wochen drüber bloggen." Zur Erklärung: Here Comes Treble ist der Titel nicht nur eines Blogs, sondern auch der Titel einer ersten Compilation des Labels TrebleO von Domu, Shift, Soza und Marin. Bis zum Erscheinen der Compi werden auf der zugehörigen Minisite die darauf vertretenen Künstler vorgestellt, Einblicke in die Produktion gewährt oder das Artwork gezeigt. Soweit die bemerkenswerte Strategie des Labels, das als reines Online-Labels gestartet war, nun aber auch Vinyl in limitierter Auflage anbietet.

Die zweite bemerkenswerte Tatsache ist, dass auf Here Comes Treble auch Soulparlor mit dem Track "Future Funk" vertreten sein werden (anzuhören hier). Für alle, die nicht aus dem Rhein-Main-Gebiet kommen und daher Soulparlor vielleicht noch nicht kennen, gibt's einen Minicast-Mix zum Kennenlernen. Aber damit noch nicht genug: Auf der artist page wird für 2008 ein komplettes Album der Red Cat-Residents angekündigt! Der Beginn einer steilen Karriere?!

Wer möchte, kann sich den Mix auch hier anhören: volume_03.mp3 , die Tracklist steht hier in den Kommentaren. Viel Spaß, und ich werde natürlich versuchen, euch auf dem Laufenden zu halten.

Arision Interview-Serie

DomuDas Londoner Label Arision veröffentlicht nicht nur hervorragend kompilierte Scheiben, deren Sound zwischen West London und Süditalien oszilliert, sondern stellt auch hin und wieder überraschend frische Videointerviews und -features mit und über Leute wie Domu, Dego von 4Hero oder Taylor McFerrin ins Netz. Sehr amüsant. Zum Ansehen bitte aufs Bild klicken.

Domu kommt nach Mainz

Broken Beat-Großmeister, DJ, Labelboss, Remixer, Producer, und seit kurzem auch Ehemann: Produktiv tätig unter den durchaus klangvollen Pseudonymen Bakura, Rima, Sonar Circle, Umod und Yotoko hat das Multitalent Dominic Stanton seit seinem ersten Release auf 2000 Black im Jahre 1999 vor allem unter dem Namen Domu für Furore gesorgt. Vor gut einem Jahr erschien sein Album Return of the Rogue, aber Domus kreativer Output ist kaum zu bremsen. Beste Voraussetzungen also für ein massives Set von Domu morgen Abend im Red Cat. Ich werde dort sein, falls mich meine Erkältung nicht in die Knie zwingt. * schnief *

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