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Neues vom Voodoo Funk-Film

Vor gut einem Jahr habe ich den Trailer des Films "Take Me Away Fast" hier gepostet. In diesem Dokumentarfilm wird der Vinyl-Digger Frank auf einer seiner Reisen durch Westafrika begleitet, auf denen er sein schwarzes Gold sucht und findet, den Voodoo Funk. Ich fragte Frank damals, wie es denn um den von Leigh Iacobucci gedrehten Film stehe. Seiner Aussage nach sei völlig unklar, ob der Film überhaupt je fertiggestellt werden könne.

An dieser Situation hat sich bisher nicht viel geändert, doch bald könnte es soweit sein. Leigh benötigt dringend 10.000 Dollar für die Postproduktion und hat nun angefangen, auf der Plattform Kickstarter dieses Geld zu sammeln. Fast die Hälfte hat sie bereits beisammen, aber es bleiben ihr nur noch elf Tage zum Erreichen seines ehrgeizigen Ziels. Sie schreibt:

Within 6 weeks of discovering his website, I bought a plane ticket to Ghana and suddenly, I was in Accra, with all of my video equipment on my back. It felt a bit nuts to fly there to meet a DJ that I didn't know, that I would follow around for 5 weeks looking for old records, but it worked. Together, we traveled throughout Ghana, across Togo and all over Benin. The result is this film, which has been funded entirely by my credit card over the last year and a half.

Schon 90 Menschen haben dem Projekt ihre Unterstützung zugesichert, und ich bin jetzt der 91. Abhängig von der  Höhe der Unterstützung verspricht Leigh eine Belohnung für jeden Spender, bezahlt wird nach der Registrierung bei Kickstarter über Amazon Payments. Wer einen Amazon-Account hat, ist mit wenigen Klicks durch.

"Voodoo-Frank" präsentiert passenderweise die jüngsten seiner Entdeckungen aus Westafrika in seinem Mix "Dancing Shadows":  Dancing_Shadows.mp3

Bouncing Cats - B-Boys in Uganda

Nicht erst seit der Fußball-WM blogge ich gern über afrikanische Musik und musikalische Unternehmungen in unserem südlichen Nachbarkontinent. Uganda feiert, wenn ich das richtig sehe, jetzt Premiere in meinem Blog. Dafür ist das Projekt umso erstaunlicher: In diesem vom Bürgerkrieg und anderen brutalen Konflikten gebeutelten Land, genauer in der Hauptstadt Kampala, wurde 2006 das Breakdance Project Uganda gegründet. Ziel dieses Projekts war und ist es, Jugendlichen die Kultur der B-Boys nahezubringen und ihnen auf diese Weise eine Perspektive für ein besseres Leben aufzuzeigen (Videos und mehr Material hier). Der Film Bouncing Cats, dessen Trailer hier zu sehen ist, dokumentiert dieses Vorhaben und featured unter anderem Common, Mos Def, K'Naan und Crazy Legs von der legendären Rock Steady Crew. Bleibt wie immer zu hoffen, dass dieser Film auch hierzulande gezeigt werden wird.

[via @ladymasiki]

Mobys kostenlose Filmmusik

Moby bietet unter dem Titel mobygratis Filmmusik zum kostenlosen Download an. Zielgruppe sind unabhängige Regisseure oder sonstige Filmschaffende, die sich die nicht ganz geringen Kosten für kommerzielle Soundtracks nicht leisten können: the music is free as long as it's being used in a non-commercial or non-profit film, video, or short. Nach der Registrierung stehen momentan knapp siebzig Stücke zur freien Verwendung bereit. Da ich gerade keinen Film in der Pipeline habe, habe ich mich auch nicht angemeldet und auch keine Ahnung, in welchem Format die Tracks vorliegen. Aber scheinbar sind sie ganz brauchbar, denn es gibt schon fertige Videoclips bei Vimeo und noch mehr bei YouTube, die Mobys Musik offenbar benutzen. Aber lassen wir den Meister selbst zu Wort kommen:

Re:Jazz Live at Motion Blue Yokohama

Heute im Rhein-Main-Teil der FAS gelesen, dass am Mittwoch ein Dokumentarfilm über eine Japan-Tournee von [re:jazz] im Frankfurter Orfeo's Erben seine Premiere feiert. Der Regisseur Markus Bader hat die Musiker des Infracom!-Labels nach Japan begleitet und dort Aufnahmen von den Konzerten, dem Publikum und dem Drumherum gemacht. Der Film soll später auf DVD zu kaufen sein, bei YouTube gibt's jetzt schon einen kurzen Trailer:

Kourtrajmé

Wow, ich bin geplättet. Nicht nur von den krassen Clips und kreativen Kurzfilmen des französischen Künstlerkollektivs Kourtrajmé, sondern auch von dem umfassenden Artikel im Hip Hop Culture-Blog, der keinerlei Fragen mehr offen lässt darüber, wer oder was sich hinter dem Slangwort Kourtrajmé verbirgt. Außerdem sind dort massenhaft Videos verlinkt, die durchweg sehr unterhaltsam sind.

Kourtrajmé haben sich bereits Mitte der 1990er zusammengetan und werden von Schauspielern wie Mathieu Kassovitz und Teki Latex von TTC supportet. Weiß jemand, ob es einen der Kourtrajmé-Filme schon auf Deutsch gibt (oder mit Untertiteln)? Mein Französisch ist leider definitv nicht gut genug.

Good Cop(y) Bad Cop(y)

Videostill by Henrik Moltke

Fußballspielen bei dieser Hitze heute auf einem staubigen Ascheplatz schlaucht ganz schön, dementsprechend kaputt bin ich jetzt. Deswegen nur ein kurzer Hinweis auf den frei verfügbaren Dokumentarfilm Good Copy, Bad Copy, der sich mit der Situation von geistigem Eigentum und dem Spannungsfeld von Urheberrecht und Kreativität vor allem im Bereich Musik beschäftigt. U.a. kommen DJ Danger Mouse und Lawrence Lessig zu Wort. Dürfte ganz interessant sein, ich werde versuchen, jetzt wenigstens noch die erste Hälfte des Films anzusehen. Downloaden könnt ihr das Teil am besten als BitTorrent. [via u.a. AudioLemon]

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