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Daptone Records Remixed

Daptone Records Remixed Download

Wird langsam Zeit, dass ich wieder von mir hören lasse. Letzte Woche habe ich einen neuen Job angetreten, der viele frische Eindrücke mit sich bringt, die erstmal verarbeitet sein wollen. Außerdem gab es am Wochenende viel zu feiern, und der extra dafür angereiste Besuch wollte auch unterhalten werden. So sieht wohl ein erfülltes Leben aus ;-)

Wir bleiben beim Thema Unterhaltung: Eines der Labels, die uns in diesem Jahr (keine Angst, dies wird kein Jahresrückblick) am besten unterhalten und mit heißen Funkscheiben versorgt haben, war sicherlich Daptone. Allein die neue Platte von Sharon Jones & The Dap-Kings, 100 Days, 100 Nights, beweist, dass Soul und Funk zu Recht eine fast schon unheimliche Renaissance erleben. Fast auf Augenhöhe kommt mit Budos Band II der zweite Streich der gleichnamigen Funkcombo. Zwei Scheiben, die eigentlich in keiner Plattenkiste fehlen sollten.

Um jetzt noch einen draufzusetzen, hat Daptone sich mit dem Autobauer Scion (kannte ich bisher gar nicht, unter dieser Submarke verkauft Toyota einige Modelle in den USA) zusammengetan, um zu beiderseitigen Promozecken einen Remix-Sampler mit Daptone-Tracks herauszubringen - und zum freien Download anzubieten. Neben den beiden bereits genannten wurden auch The Daktaris und The Sugarman Three & Co geremixt. Dabei ließen Kenny Dope, Mark Ronson, Mad Professor, DJ Spinna oder Ticklah ihre Skills auf die Originale los. Entsprechend bunt gemischt sind die Ergebnisse, nicht durchgängig hochklassig, zumal wenn man das sowieso schon gute Ausgangsmaterial zugrunde legt, aber durchaus hörenswert. Download des gezippten Albums per Klick auf das Cover oben. [via]

The Black Seeds live in Frankfurt

Wie bringe ich acht Musiker aus Neuseeland mitsamt ihren Instrumenten auf einer Bühne von etwa zehn Quadratmetern unter? Und wie schaffe ich es dann, dass der Sound in einem Keller mit niedriger Decke die Zuhörer in die Weite des Südpazifik trägt? Im Frankfurter Unity hat gestern Abend beides funktioniert, was nicht nur an den schweißtreibenden Temperaturen lag, sondern vor allem an der Musik der Black Seeds, jenes achtköpfigen DubReggaeFunk-Monsters aus Wellington, dessen viertes Album Into The Dojo gerade in erst Europa veröffentlicht wurde. In Neuseeland schon eine erfolgreiche Größe, dürften sich die Kiwis auch hierzulande eine vielleicht gar nicht mehr so kleine, aber feine Fangemeinde erspielt haben.

Sly Stone is back

Sly Stone auf dem NSJF (Foto von mir, cc-by-nc-sa)

Sylvester Stewart, besser bekannt als Sly Stone und Ikone des psychedelischen Siebziger-Jahre-Funk, war quasi jahrzehntelang von der Bildfläche verschwunden. Kaum jemand wusste, ob er überhaupt noch lebt. 1992 machten sich die beiden Filmstudenten Jeroen Berkvens und Walter Stokman auf die Suche nach Sly Stone und hielten diese in dem äußerst sehenswerten Hi8-Dokumentarfilm "Let Me Have It All" fest. Aber auch sie konnten nicht bis zu ihrem Idol vordringen. Der Film lief auf dem North Sea Jazz Festival und war die ideale Einstimmung für das Comeback des Jahres, denn ein paar Stunden später ließ sich der Mann selbst auf der Bühne feiern. Zugegeben, eine imposante Erscheinung gab er nicht gerade ab, aber seine Klamotten hatten Style, und den soulful Funk hat er immer noch drauf. Mittlerweile sind Videoschnipsel dieses denkwürdigen Konzertes am 15. Juli 2007 im Netz aufgetaucht [via], so dass ihr die Atmosphäre vielleicht etwas nachfühlen könnt. Und falls ihr den o.g. Film in die Finger bekommt, auch unbedingt ansehen!

Benin Voodoo Funk

Von einem der auszog, den Voodoo Funk zu finden: Conakry ist die Haupstadt des westafrikanischen Staates Guinea und seit knapp zwei Jahren die Wahlheimat von Frank (aka DJ Soulpusher) of Soul Explosion-Fame. Ausgehend von seinem Wohnsitz unternimmt er regelmäßig Exkursionen in den musikalischen Untergrund Westafrikas und fördert obskure und rohe Afro-Funk-Diamanten zutage. In seinem Blog Voodoo Funk berichtet er über seine Abenteuer. Sein africamix4.mp3 (Download bei Soul Strut) präsentiert seine Funde aus dem beninischen Cotonou: Die gut einstündige musikalische Reise führt von reinstem Afro Beat über latin-angehauchte Tracks und rohem Funk bis hin zu psychedelischen Seventies-Soulfunk-Sounds. Absolut jede Sekunde dieses Trips ist hörenswert und eröffnet Verbindungen zwischen Welten. Ein Muss für jeden Liebhaber afrikanischer und von Westafrika inspirierter Klänge. Weitere Mixes sind hier bei Keith verlinkt, ebenfalls empfehlenswert ist die Freefunkin' Radioshow vom Oktober 2006. Respect!

Funky Remixes

Heute nur  ganz kurz: Unter funkyremixes.com entsteht gerade eine Plattform für, ja, Funky Remixes von Musik, die unter CC-Lizenz veröffentlicht wurde. Als Grundlage dienen momentan die Tracks der fast schon legendären WIRED CD. Einige Remixe können bereits angehört werden, gar nicht mal schlecht. Sollte man im Auge behalten. [via]

The Female Preacher: Lyn Collins

Vor drei Wochen ist Lyn Collins, nach ihrer Hitsingle The Female Preacher mit ebendiesem Spitznamen versehen, überraschend im Alter von 56 Jahren verstorben. In den 1970er Jahren war Collins von niemand geringerem als James Brown entdeckt und produziert worden. Aus diesem Anlass geht sie nun als Erste Künstlerin in unsere Rubrik NUMBlegends ein.

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