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Netaudio London 2008

Besser spät als nie: Der Link auf den Netaudio London 2008 Showcase, eine Compilation feiner Netaudio-Musik aus Anlass des gleichnamigen Netaudio-Festivals, das am vergangenen Wochenende über die Bühne ging. Wieviel Spaß das gemacht hat, kann man im Interview von Sim Sullen & Sven Swift mit mo. vom phlow-magazine heraushören. Die Jungs waren natürlich vor Ort und haben es offenbar ordentlich krachen lassen. Oder?

Um all das zu veranschaulichen, hier noch eine Diashow aus dem Flickr-Pool zum Festival. Ist schon genial, wie sich die Netaudio-Szene mittlerweile entwickelt hat, und was sie in den letzten Jahren alles auf die Beine gestellt hat. Guys, you rock!

Automatische Musikempfehlungen

Neulich, auf dem Barcamp Berlin, hat Petar Djekic das Fraunhofer-Spinoff mufin.com vorgestellt. Ziel von mufin ist es, automatische Musikempfehlungen geben zu können, indem Audiodateien analysiert werden und ein eindeutiger "Fingerabdruck" von ihnen erzeugt wird. Anhand der so gewonnen Informationen sollen Ähnlichkeiten zwischen Musikstücken ermittelt werden, und verknüpft mit herkömmlichen Methoden wie Userbewertungen und Kaufverhalten noch genauere Ergebnisse erzielt werden.

Denn die Vorgehensweisen von Amazon oder last.fm bringen auch Nachteile mit sich. So können die Resultate gezielt verfälscht werden, oder Beatles-Fans erhalten den Hinweis, sich doch mal John Lennon anzuhören. Das ist natürlich zutreffend, neue Musik lernt man so aber kaum kennen. Petar hatte noch mehr aufschlussreiche Beispiele dafür, warum der aktuelle Stand der Dinge nicht zufriedenstellend ist.

Ich persönlich frage mich allerdings, wer aus solchen recommendation systems einen Nutzen zieht. Klar, unbekanntere Musiker erhalten dadurch die Chance, einem breiteren Publikum bekannt zu werden. Und ich als Musikliebhaber erhalte potentiell interessante Musikempfehlungen. Aber wenn ich mal genauer hinsehe, nutze ich diese kaum. Die last.fm-Ähnlichkeiten laufen bei mir automatisch in den Audio-Player hinein, und ab und an werfe ich da tatsächlich mal einen Blick drauf. Aber den Großteil der Informationen hole ich mir aus Blogs, (Internet-)Radiosendungen oder von Freunden. Möglich, dass sich das in Zukunft aufgrund höherer Qualität der automatisierten Verfahren einmal ändert, nur momentan sehe ich das für mich noch nicht. Wie sieht es bei euch aus? Schonmal ein Album bei Amazon aufgrund eines Vorschlags gekauft? Oder Fan einer Band geworden, die bei last.fm neben eurer Lieblingsband aufgetaucht ist? Würde mich wirklich mal interessieren, wo ihr eure Inspiration hernehmt ;-)

Das fünfzigste Album auf 12rec.

Über das Dortmunder Netlabel 12rec. habe ich schon einige Male gebloggt, weil das engagierte Label von Sven Swift und Sim Sullen immer wieder mit äußerster Stilsicherheit coole Netaudio-Bomben in die ungeduldige Welt raushaut. Etwa von meinen heimlichen Lieblingen Sichtbeton, die mit zwei wunderbaren Releasen vertreten sind. Lunte und V.räter sind auch auf der jüngsten 12rec.-Publikation mit von der Partie.

Album-CoverDenn mit dem mittlerweile fünfzigsten Release unter dem programmatischen Titel So much achieved. So much left to do. feiert sich 12rec. selbst. Hinter 50 Releases in vier Jahren stecken jede Menge ernsthafte Arbeit und noch mehr Spezialkleber, mehr Details verrät dieses Interview im Phlow-Magazine. Auch diesmal gibt es eine mit viel Liebe verpackte Compact Disc käuflich zu erwerben, wer möchte, kann sich die Compilation selbstverfreilich auch downloaden Es lohnt sich in jedem Fall, soviel steht fest. Neben Sichtbeton solltet ihr zumindest mal in die Tracks von Plaistow und adcBicyle reinhören, um einen Eindruck zu bekommen.

Wenn ich gerade etwas mehr Zeit hätte, würde ich einige Tracks in einen Player stecken und hier einbinden; wenn es die Platte schon bei archive.org gäbe, würde ich deren Player nehmen; so müsst ihr eben auf die offizielle Seite surfen oder könnt bei 12rec. reinhören, was es bei 12rec. noch so alles zu entdecken gibt. Enjoy!

Soundamus: Verpasse keine neue Platte mehr

Soundamus LogoEinmal mehr ein Dienst, bei dem man sich fragt, warum man nicht schon viel früher selbst auf die gleiche, simple Idee gekommen ist wie Bret Ehlert und Millionen gescheffelt hat: Soundamus. Macht nicht mehr, als zu checken, welche Musiker man bei last.fm gescrobbelt hat und wann diese eine neue Platte rausbringen werden. Das Ergebnis kann man als Feed abonnieren und verpasst so garantiert keine Neuerscheinung der Lieblingsbands mehr. Hat heute unter Kollegen schon für deutlich erhöhte Herzfrequenz gesorgt. Einziger Nachteil, der mir aufgefallen ist: Es werden auch Platten aufgeführt, die bereits vor kurzem erschienen sind - und die hab ich fast alle schon ;-)

Build last.fm

Über The Last Ripper, das Tool zum komfortablen Abspeichern von Songs, die über last.fm abgespielt werden, habe ich ja bereits gebloggt. Mittlerweile befindet sich last.fm ja generell auf dem Weg zu kostenlos downloadbarer Musik, so dass solche Hilfsmittel eventuell bald überflüssig werden. Der neueste Coup von last.fm ist nun eine offzielle Sammlung von Anwendungen Dritter, die auf die Daten von last.fm zugreifen und damit tolle Sachen machen. Das reicht vom einfachen "Letzte gespielte Titel"-Widget über geniale Mashups wie idiomag oder LastGraph bis hin zum Linux-Shellplayer für die Nerds. Von sinnvoll bis sinnbefreit ist also alles dabei, und ich gehe fest davon aus, das die Liste noch länger wird. [via PolkaRobot]

Free On-Demand Music bei last.fm

Mittlerweile Pfeifen es die Spatzen von allen Dächern: Bei last.fm kann man sich ab sofort Musikstücke und auch ganze Alben in voller Länge anhören, und das bis zu dreimal, bevor ein Kaufhinweis erscheint:

With the support of the folks behind EMI, Sony BMG, Universal and Warner—and the artists they work with—plus thousands of independent artists and labels, we’ve made the biggest legal collection of music available to play online for free.

Ich habe das gleich mal ausprobiert, und es stimmt. Viele Tracks haben jetzt einen schwarzen Play-Button vorne dran, was bedeutet, dass man sie komplett durchhören kann. Leider scheinen das in der Tat hauptsächlich Titel der vier großen Firmen zu sein, aber immerhin. Demnächst wird es offenbar auch einen kostenpflichtigen Abo-Service geben, der ein unbeschränktes Abspielen ermöglichen soll.

Last.fm-Buttons

Interessant ist auch die Tatsache, dass die Künstler Geld von last.fm bekommen. Je häufiger ein Titel gespielt wird, desto mehr wird an den Künstler bzw. den Rechteverwerter gezahlt. Nun sollen auch ungesignte Musiker von last.fm profitieren können (oder gab's das schon länger?), auch sie können nun ihre Stücke hochladen und bekommen umso mehr Kohle, je öfter sie gespielt werden. Da das auch für Labels gilt, frage ich mich, ob Netlabels hiervon nicht profitieren könnten? Gibt's da schon Erfahrungen?

Die Tracks, die ich bisher angehört habe, waren übrigens mit 128 kb/s codiert, also nicht so wirklich toll, aber ausreichend. Woher ich das weiß? Nun, die MP3s werden von last.fms Flash-Player vorgeladen und dann im Browser-Cache abgelegt. Kein Problem, sie dort zu finden, sie rauszukopieren und umzubenennen ;-) Ist nur eine Frage der Zeit, bis es fertige Tools oder Firefox-Erweiterungen gibt, die diesen Vorgang erleichtern oder automatisieren. Ich vermute allerdings, die Dateien sind mit einem Wasserzeichen versehen oder so.

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