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Kaum wieder da, schon wieder weg

Festival International de Jazz de Montréal

Wir sind wohlbehalten, braungebrannt, entspannt, inspiriert und doch etwas jet-lagged aus Kanada zurückgekehrt. Die vielen Impressionen kann ich kaum in einem einzigen Blogposting abhandeln, also stellt euch darauf ein, dass ich in den kommenden Tagen und Wochen einige interessante Erlebnisse und Eindrücke (aus Toronto, Montréal inkl. Jazz Festival, Québec, von vielen Bäume, Seen, Bären undundund) noch etwas ausführlicher aufschreibe. Jetzt gilt es aber schon wieder, die Klamotten ins Auto zu packen und nach Rotterdam zu düsen, wo das diesjährige North Sea Jazz Festival mit beinahe unendlich viel guter Musik wartet. Und Stephan, den ich nach langer Zeit vor einem dreiviertel Jahr in Berlin wiedegesehen habe, wird auch da sein. Soviel der Vorfreude.

North Sea Jazz Festival 2007

Gestern wurde endlich das wie immer umfangreiche Lineup für das diesjährige North Sea Jazz Festival bekanntgegeben. Schon in den vergangenen Jahren hatte ich immer wieder mit dem Gedanken gespielt, nach Rotterdam (früher: Den Haag) zu fahren. Insbesondere, weil sich das Festival allerlei moderne Spielarten mit einverleibt hat und in den über 100 Konzerten nicht allein auf "klassischem" Jazz beharrt. Letzteren mag ich selbstverständlich auch sehr gern, aber je größer die Vielfalt desto lieber ist mir das Festival. Diesmal sieht es nun tatsächlich so aus, als würden wir Mitte Juli ein nettes Wochenende in den Niederlanden verbringen, die Planung ist jedenfalls schon übers Alpha-Stadium hinaus ;O)

Ich liste hier der Einfachkeit halber mal einige der Gründe für den Festivalbesuch per Namedropping auf: Amon Tobin; Amy Winehouse; Antibalas; Cinematic Orchestra; E.S.T.; Fanfare Ciocarlia; Infinite Livez; Jamie Lidell; Joe Zawinul Syndicate; Kieran Hebden & Steve Reid; Kindred Spirit Ensemble; Maceo Parker; Medeski, Scofield, Martin & Wood; Nils Petter Molvaer/Bill Laswell Group; Ojos de Brujo; Rednose Distrikt; Richard Galliano Tangaria Quintet; Sleepwalker; Sly & The Family Stone; Snoop Dogg; The Roots; Tomasz Stanko Quartet; Yasmin Levy. Das komplette Programm findet ihr hier: Freitag, Samstag, Sonntag. Wer von euch fährt auch hin? Man könnte sich dort ja mal treffen.

North Sea Jazz Festival 2006 in Rotterdam

Für mich die Mutter aller Jazz-Festivals, das North Sea Jazz Festival, ist nach über 30 Jahren von Den Haag nach Rotterdam umgezogen. Ausschlaggebend dafür war wohl der Umbau des Den Haager Kongresszentrums; eine Verkleinerung des Festivals und der Besucherschar und damit sowohl quantitative als auch qualitative Einbußen wollten die Ausrichter aber nicht hinnehmen. So trifft man sich vom 14. bis 17. Juli 2006 nun in der zweitgrößten Stadt der Niederlande.

Es heißt also hoffen, dass die Lekkerbekjes in Rotterdam genauso gut schmecken und die Atmosphäre nicht unter dem Wechsel der Location leidet. Das traditionell im Mai präsentierte Programm lässt indes kaum Wünsche offen. Ich betreibe der Einfachheit halber mal Namedropping (in zufälliger Reihenfolge):

Silje Nergaard, Torun Eriksen, Till Brönner, Roy Hargrove, Eddie Palmieri, Gnarls Barkley, Tin Hat Quartet, Influence Belmondo & Yusef Lateef, Alice Russell, Eska Mtungwazi, Soil & Pimp Session, Five Corners Quintet, Bilal, Omar, Marcus Miller, Kanye West, Dr. John, Joe Zawinul, Cheikh Lô, Jhelisa, Sa-Ra Creative Partners! (Freitag, Samstag, Sonntag)

Normal ist das jedenfalls nicht! Ganz billig jedoch auch nicht, aber die 155 € für ein Drei-Tages-Ticket sind sicher gut angelegt. Und anders als beispielsweise 1994, als während des Festivals noch die Fußball-WM in den USA lief und Spielergebnisse unter den Besuchern als Raritäten gehandelt wurden, wird in diesem Jahr der Weltmeister schon feststehen.

Festivals in Europa Teil 1 - Belgien und die Niederlande

Jede kleinere Stadt in Deutschland scheint mittlerweile ihr eigenes Festival zu haben, der Boom scheint ungebrochen. Die einschlägigen Festivalguides zählen mehr als 300 Festivals. Allerdings werden diese häufig von dicken Rockacts dominiert, die New Urban Music-Fraktion ist mal wieder so gut wie gar nicht vertreten. Ausnahmen sind das Melt! Festival oder der 8. Sommer Of Music And Arts in Köln, wo immerhin LTJ Bukem oder Roots Manuva spielen. Unsere Nachbarn haben es da viel besser, dort geben sich Topacts teilweise die Klinke in die Hand. Ich werde von heute an in unregelmäßigen Abständen einfach mal ein paar Festivals anhand der im Internet verfügbaren Informationen vorstellen - nicht nur in unseren Nachbarländern, sondern auch im entfernteren europäischen Ausland.

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