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Rusconi im Schlachthof Wiesbaden

Rusconi

Rusconi kommen aus der Schweiz und sind ein Jazz-Trio im weiteren Sinne. Als musikalische Einflüsse nennen Stefan Rusconi, Fabian Gisler und Claudio Strüby nämlich unter anderem Sonic Youth und die Dead Kennedys. Traditionalisten rümpfen daher vermutlich über ihr 2010er Album "It's A Sonic Life" die Nase, denn es enthält fast ausschließlich Interpretationen von Songs der New Yorker Band Sonic Youth. Mir hingegen gefällt diese Kombination saugut, deswegen habe ich Rusconi auch in meiner Radioshow #013 gespielt.

"It's A Sonic Life" ist 2010 bei Sony erschienen. Mittlerweile schreiben wir allerdings das Jahr 2012, und das brandaktuelle Rusconi-Album heißt "Revolution". Aus gutem Grund:

Nach 3 Jahren intensiver Zusammenarbeit mit einem Major Label hat die Band beschlossen, das Heft wieder selber in die Hand zu nehmen, um flexibler, verspielter und schneller mit ihrer Musik und ihren Ideen arbeiten zu können und näher am Puls ihrer Fangemeinde zu bleiben.

Die Jungs haben die Zeichen der Zeit für sich erkannt und in einem Manifest niedergeschrieben, dass sie ihre Musik nun kostenlos und in bester Qualität über ihre Webseite erhältlich ist. "Revolution" könnt ihr seit heute hier herunterladen, kostenlos oder gegen einen Geldbetrag eurer Wahl.

Am 22.03.2012 spielen Rusconi im Schlachthof Wiesbaden. Dieses Konzert sollten aufgeschlossene Jazz-Liebhaber ebenso wenig verpassen wie neugierige Sonic Youth-Fans. Und wer das "Geschäftsmodell" von Rusconi gut findet und die Schweizer unterstützen möchte, sollte ebenfalls kommen - auch um zu beweisen, dass es auch ohne Majors geht.

Sing! Inge, Sing!

Inge Brandenburg

Inge Brandenburg war eine deutsche Jazzsängerin, die bis heute nur wenigen Fans und Fachleuten bekannt ist. In den Fünfziger und Sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts galt sie als eine der besten, wenn nicht sogar die beste westdeutsche Jazzsängerin. Leider wurde ihr großes Talent als Jazz singende Frau zu dieser Zeit kaum gewürdigt.

Ende der 1950er Jahre als beste europäische Jazzsängerin gefeiert, vom Time Magazin mit Billie Holiday verglichen, auf Händen getragen von den Musikern – und ignoriert und (erfolglos) auf Schlager reduziert von der deutschen Plattenindustrie.

Ihr Lebensweg verlief von Kindheit an ähnlich schwierig und tragisch wie der anderer großer Sängerinnen zur gleichen Zeit. Inge Brandenburg starb 1999 verarmt und weitgehend in Vergessenheit geraten - doch jetzt erinnert ein Film an diese außergewöhnliche Frau: Sing! Inge, Sing! von Marc Boettcher ist ein knapp zweistündiges Porträt und ein Hommage an eine der besten deutschen Jazzsängerinnen.

Der Soundtrack zum Film enthält 22 ihrer besten Jazz-Aufnahmen, von "The Man I Love" bis "Non, Je Ne Regrette Rien". Der Film läuft zurzeit in ganz Deutschland in kleinen Programmkinos, unter anderem dieses Wochenende in Heidelberg im Karlstorkino und am 13.04. und 18.04.2012 im Murnau-Filmtheater in Wiesbaden. Save the date!

Danke an Metropoljazz für die Erinnerung. Ich wollte nämlich schon seit längerem auf diesen Film hinweisen ;-)

Just Music '12 Jazzfestival in Wiesbaden

Just Music 2012

Die bunten Plakate sind überall in Wiesbaden zu sehen: Am kommenden Wochenende, also am 24. und 25. Februar 2012, findet zum siebten Mal das Just Music Festival in der hessischen Landeshauptstadt statt. Bei dem internationalen Jazzfestival im [Kulturforum am Dern'schen Gelände](http://www.justmusic-festival.de/index.php?id=7 OSM-Karte!!!) gehen an zwei Tagen sechs Konzerte und ein Ensembleworkshop mit Sebastian Gramss über die Bühne.

Gramss ist es auch, der das Festival am Freitagabend eröffnet mit seiner Makropolyphonie, einem Doppeltrio-Konzert vom Pablo Held Trio und Fossile 3. Darauf folgt der deusche Pianist Uwe Oberg, und Julie Tippetts & Keith Tippett aus England beschließen den ersten Festivaltag.

Am Samstag, nach dem Workshop-Konzert, werden die grandiosen Mostly Other People Do The Killing das Wiesbadener Publikum mit ihrem "terrorist be-bop" herausfordern. Zum Abschluss huldigen Monk's Casino, bestehend aus Alexander von Schlippenbach und der Berliner Band Die Enttäuschung, der Musik des großen Jazz-Pianisten und -Komponisten Thelonious Monk.

Auf der Webseite der Stadt Wiesbaden heißt es zum diesjährigen Programm:

Im siebten Jahr ist das Festival immer noch jung, ungestüm und mit Lust auf musikalisches Risiko präsentiert es sich auch diesmal.

Kann man so stehen lassen. Veranstalter des Festivals sind übrigens die Kooperative New Jazz / ARTist Wiesbaden und der JazzArchitekt Raimund Knösche, der sich auch um die Konzerte im Klangwerk Mitte kümmert. Schön, dass so ein kleines, feines Festival in Wiesbaden stattfindet und auch darüber hinaus wahrgenommen wird.

Als kleines Schmankerl vorab gibt's hier ein Video von Mostly Other People Do The Killing - Evans City:

Sensor wird erstes Stadtmagazin für Wiesbaden

Schriftzug Sensor Wiebaden

Mit dem Sensor bekommt Wiesbaden demnächst ein eigenes Stadtmagazin. Die Verlagsgruppe Rhein Main, die schon das Sensor Magazin für Mainz herausgibt, druckt dann auch monatlich 20.000 Hefte für die hessische Landeshauptstadt. Ich meine, Sensor wird das erste Stadtmagazin für Wiesbaden, das seinen Namen auch verdient. Die "Objektleitung" übernimmt mit Dirk Fellinghauer ein Wiesbadener Journalist, der sich in der Stadt exzellent auskennt.

Ich wünsche Dirk und dem Sensor einen guten Start; und uns allen, dass das neue Stadtmagazin insbesondere für die Kultur und Subkulturen in Wiesbaden eine gute Sache wird! Wer sich berufen fühlt, dazu beizutragen: Es werden noch jede Menge Mitarbeiter gesucht.

Sensor Wiesbaden sucht die Besten ... freien Autoren, Redakteure, Fotografen, Autoren, Illustratoren, Kolumnisten, Redaktionspraktikanten - natürlich alle/s w/m.

PS: An dieser Stelle soll nicht unerwähnt bleiben, dass auch die STUZ, die bereits Ende der 90er als Studierendenzeitung in Mainz gegründet wurde, über Themen aus Wiesbaden berichtet. Konkurrenz belebt das Geschäft, und eine gewisse Vielfalt der Presseerzeugnisse ist doch eine gute Sache.

Klaus Heidenreich Quartet am Montag in Wiesbaden

Klaus Heidenreich Quartet

Klaus Heidenreich (tb) und seine drei Mitmusiker Sebastian Sternal (p), Robert Landfermann (b) und Jonas Burgwinkel (dr) sind das Klaus Heidenreich Quartet aus Köln. Sie sind gerade auf einer kleinen Tour durch Deutschland und machen am Montag, dem 19.12.2011, auch in Wiesbaden Halt. Um 20 Uhr bestreiten sie das zweite Studiokonzert im Klangwerk Mitte in der Jahnstraße 8.

Das "Klaus Heidenreich Quartet" ist eine moderne Band und hat einen breiten musikalischen Background. Zwischen Jazz-Tradition und Moderne ist die Musik geprägt vom Gespür der vier Musiker füreinander.

Die Band hat das Album "Travel Notes" im Gepäck, das im Frühjahr in der Reihe "JAZZthing - Next Generation" auf Double Moon erschienen ist. Gefällt mir ziemlich gut. Das Musikprogramm in der neuen Location Klangwerk Mitte präsentieren der JazzArchitekt und United Continuo Service. Für Ende Januar ist bereits das nächste Konzert geplant.

Hip Hop Culture auf Mixcloud

In der Rubrik "Aus der Nachbarschaft" sei an dieser Stelle erwähnt, dass die Hip Hop Culture-Crew, deren Radioshow jeden zweiten Mittwochabend auf Radio Rheinwelle (UKW 92,5 in WI/MZ) läuft, seit kurzem Mixtapes auf Mixcloud raushauen. Offenbar lastet so eine 14-tägliche, zweistündige Sendung nicht so richtig aus ;-)

Mit den ersten beiden Mixtapes ist jedenfalls ein super Start gelungen. Die Auswahl der Tracks ist sehr abwechslungsreich, wie man das aus dem Radio bereits kennt - mit großer Affinität zu französischem Hip Hop <3 Das erste Tape wurde bereits über 400 Mal gehört, das zweite haben sie heute Nacht hochgeladen. Wenn ihr also gerade Bock auf guten Hip Hop habt: rinjehört!

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